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Reisezeit: 1.12. bis 23.12. 2003Wir tauchten als ...

Reisezeit: 1.12. bis 23.12. 2003

Wir tauchten als kleine Gruppe (4 Personen = 2 Paare) mit den Sea Dragon aus Khao Lak, wovon unser befreundetes Paar bereits zweimal in den vergangenen Jahren bei dieser Basis war.
Bereits im Vorfeld haben wir zwei Lifeaboard-Touren online gebucht. Dabei handelte es sich um die Andaman-Tour (4Tage/4Nächte) und die Koragot-Tour (3Tage/3Nächte).

Gute Infos
Vielen Dank an dieser Stelle an Juergen Heinl, der seinen Bericht am 14.5.2001 (siehe Bericht unten) hier ins TaucherNet gestellt hatte. Leider muss ich Jürgen in fast allen Punkten recht geben, wir trafen es genau so an, wie er es bereits vor 2½ Jahren geschrieben hatte. Darum kann ich ruhig auf viele Infos verzichten und manche einfach kopieren. Schaut Euch einfach auch seinen Bericht an, er ist noch immer brandaktuell.

Klare Regeln für alle
Jeder Dive höchstens 50 min. und maximale Tiefenbegrenzung auf 30m.

Gruppen
Eine Gruppe besteht aus etwa 4 Tauchern, was gerade für uns sehr angenehm war.

Touren
Andaman-Tour: Vom Thap Lamu Pier ging es zuerst zu den Similan-Islands und dann weiter über Koh Bon und Koh Tachai zu den Surin-Islands. Richelieu-Rock betauchten wir dann zweimal auf der Rückfahrt zum Festland nach Kuraburi.
Koragot-Tour: Von Kuraburi aus ging es zu den Surin-Islands und auch diesmal betauchten wir Richelieu-Rock zweimal auf der Rückfahrt zum Festland nach Kuraburi.

Tauchgänge
Leider scheint es immer noch so, als hätten die Guides einen ganz bestimmten Weg während des Dives zurückzulegen. Immer ging es weiter, weiter, weiter - keine Zeit zum Genießen. Einige unserer Guides schauten sich sehr selten nach uns um, man konnte die paar Male während eines Tauchgangs an einer Hand abzählen.
Ein Guide verlor uns sogar einmal ganz, wir machten den Tauchgang dann in aller Ruhe alleine weiter. Als wir auftauchten, wartete er bereits an Bord auf uns.

Strömung/Drift
Bei fast jedem Tauchgang tauchten wir mehrmals gegen die Strömung, was sich natürlich erheblich auf den Luftverbrauch auswirkte. An den meisten Spots hätten wir, von der anderen Seite kommend, wunderbare Drift-Dives haben können, aber darauf wurde leider nicht geachtet. Wahrscheinlich würde so etwas zu sehr von der Standardroute abweichen, die in den Köpfen der meisten Guides eingebrannt ist. Unverständlich, das Boot sammelte uns ja ohnehin immer dort auf, wo wir letztendlich auftauchten.

Boote
Sowohl die „Andaman“ als auch die „Koragot“ sind gut aufgeteilt, wobei die Andaman schon wegen ihrer Größe ganz klare Vorteile hat.
Beide Thai-Crew’s waren stets sehr freundlich und äußerst hilfsbereit, immer waren sofort helfende Hände für einen da.
Das Essen war auf beiden Booten überdurchschnittlich gut und reichlich, es gab eigentlich nie etwas zu beanstanden und auch für Extrawünsche war man empfänglich.

Tauchplätze
Es waren ein paar schöne Tauchplätze dabei, auch unser Favorit war „Richelieu Rock“ mitten im Meer, den wir sogar vier Mal betauchten. Leider mussten wir aber bei allen 20 TG auf Großfische verzichten! Die Walhaie, Manta’s, Haie, Adlerrochen hatten anscheinend andere Termine oder wollten mit uns nichts zu tun haben. Dabei war das Wasser an manchem Tage so planktonreich, das die Sichtweiten nur um 10 – 15m lagen. Na ja, thats wildlife! Bevor Ihr jetzt denkt, wir wären nur auf Großfische fixiert, muss ich Euch leider enttäuschen. Das stimmt absolut nicht! Aber wir schätzen es eben doch, wenn bei 20 TG doch mal der eine oder andere Großfisch zu sehen ist.
Dafür sahen wir einige Turtle’s, Barrakudaschwärme, Rochen, Drachenköpfe, Sepien, Muränen und die vielen „normalen“ Rifffische, die man überall sieht. Manche Riffe sind leider z.T. bereits tot (Dynamitfischer?).


Fazit:
Die Basis ist sehr gut organisiert und empfehlenswert. Sicherheit wird in jedem Fall großgeschrieben, ob es nun beim Tauchen oder auch an Bord war. Das Rabattsystem ist auch eine gute Idee, zumindest für die, die wieder nach Khao Lak kommen möchten. Das Equipment ist in einem guten Zustand und nicht veraltet. Dafür hätte ich alle 6 Flossen vergeben!
Eine Flosse ziehe ich allerdings ab, weil es keinerlei Ermäßigung dafür gibt, das man sein eigenes Equipment mitbringt. Dafür könnte man einige Prozente vom Preis nachlassen.
Eine Flosse ziehe ich dafür ab, das die meisten Guides immer stur ihren Weg durchzogen. Strömungen wurden daher fast immer frontal betaucht, dabei hätten wir bei guter Vorbereitung viele gute Drift-Dives machen können. Nur ein einziges Mal machten wir, wohl unbeabsichtigt, einen Drift, der sich über den halben Tauchgang zog. Nervig war auch diese Hetzerei vieler Guides, damit auch unbedingt die geplante Strecke absolviert wurde. Vielleicht haben wir gerade dadurch das eine oder andere „Hai-light“ verpasst?
Die Tauchplätze waren überwiegend nett, leider aber auch nicht mehr! Da sind wir selbst von Ägypten schon einiges mehr gewohnt. Gar nicht zu reden von den Malediven, Seychellen, Südafrika usw.. Es sieht nicht so aus, als würden sich die Riffe in den kommenden Jahren erholen und dann wieder mehr Großfische anlocken. Auch für uns müssen es nicht nur Großfische sein, aber in 20 Dives sollte doch schon mal der eine oder andere zu sehen sein. Aus diesen Gründen kommt für uns wohl ein weiterer Tauchurlaub dort in den nächsten Jahren leider nicht in Frage.
Einen ganz besonderen Dank an Guide Elke, die sich besonders rührend und kompetent um uns gekümmert hat. Schade das wir ihr dafür nicht mehr persönlich danken konnten, wie wir es eigentlich geplant hatten.