Octopus Garden Diving Center - Deutsche Tauchbasis & Akademie

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Nina und MätthuRescue Diver194 TGs

Unterschiedliche Wahrnehmungen

Wir möchten hier zum Bericht von Igor Stellung nehmen und dies als „Direktbetroffene“. Wir waren nämlich am zweiten Tauchtag von Igor in seiner Gruppe. Unsere Wahrnehmungen gehen da etwas in eine andere Richtung. Octopus Garden ist eine Tauchbasis welche sämtliche Regeln die man als „Beginner“ lehrt auch weiterhin ernst nimmt und diese auch von erfahrenen Tauchern erwartet. So ist es nicht wie in vielen Tauchbasen, dass man nur am ersten Tag ein Buddy-Check macht, nein, das gehört vor jeden Tauchgang und wird auch so vorgelebt. Auch auf das Breefing wird grössten Wert gelegt. Die Tauchplätze werden auf einer Tafel vorgestellt und als Taucher weiss man dann was auf einen zukommt. Es spielt da auch keine Rolle ob es sich um den ersten oder den tausendsten Tauchgang handelt. So erwarten wir das von einer seriösen Tauchbasis. Dazu gehört auch, dass die Zeichen nochmals wiederholt werden und dass erwartet wird, dass man den Luftverbrauch auch unaufgefordert anzeigt. Bekanntlich ist es ja so, dass nicht jeder gleich viel Luft verbraucht und das „schwächste“ Glied entscheidet wann der Tauchgang zu Ende ist.
Nun zum besagten Tauchgang vom 18.08.2017 an der Rozi und den unterschiedlichen Wahrnehmungen. Bereits beim Breefing wussten wir alle, dass die Rozi ein tiefer Tauchgang wird und eine Deko möglich ist, darum wurden wir speziell gebeten genügend Beachtung unseren Tauchcomputern zu schenken. Zudem wurden wir wie in jedem Breefing angehalten, unaufgefordert, dem Guide anzuzeigen, wann 100 Bar und wann 50 Bar erreicht sind, so dass der Rückweg angetreten resp. der Sicherheitsstop gemacht werden kann. Ebenfalls gehört es dazu, dass man nach dem Abtauchen kurz anzeigt ob alles in Ordnung ist. Das wurde aber in unserer Vierergruppe dann nicht von allen gemacht. Dass unser Guide dann die ganze Zeit etwas von uns wollte, können wir so nicht bestätigen. Es war aus unserer Optik ein ganz entspannter Tauchgang an diesem schönen tiefen Wrack. Als erstes haben wir gleich am Wrack zwei wunderbare Fadenschnecken gefunden. Beim Durchtauchen durch’s Wrack gab es dann diverse kleinere und grössere Skorpionfische zu bewundern. Wir unsererseits haben dann auch die Anweisung eingehalten, dem Dive Manager unseren Luftverbrauch anzuzeigen. Dies hat ihn dann veranlasst ebenfalls bei seinem Buddy nachzufragen. Erst auf das zweite „Fragen“ wieviel Luft noch vorhanden ist, hat er dann eine „Antwort“ erhalten und nicht nur der Dive Manager auch wir waren etwas erstaunt, dass 80 Bar angezeigt wurden. Somit war für uns klar, dass wir uns nun auf den Rückweg begeben. Aber damit noch nicht genug. Auch 50 Bar sollten angezeigt werden, so dass der Sicherheitsstop gemacht werden kann und man auftauchen kann. Klar hat der Dive Manager dann nochmals bezüglich der Luft gefragt und dass man als Taucher dem Guide dann einfach seinen Finimeter entgegenstreckt ist wohl auch nicht die feine „englische“ Art. Zumal dieser dann noch weniger als 50 Bar angezeigt hat. Kein Wunder war der Dive Manager sauer!
Auch die Sichtweise bezüglich dem zweiten Tauchgang ist bei uns etwas differenziert. Ob wirklich gefragt wurde, ob er die Gruppe wechseln kann entzieht sich unserer Kenntnis. Fact ist, dass wir uns nach dem Breefing wie üblich bereitgemacht haben nur er nicht. Wir waren bereits angezogen, kam der Kommentar, dass er in die zweite Gruppe wechsle weil er keine Lust mehr hätte mit dem Dive Manager zu tauchen. Aus dem dann entstandenen Wortgefecht sind wir der Meinung, dass der Dive Manager absolut richtig reagiert hat und einen weiteren Tauchgang nicht mehr zugelassen hat. Die Verantwortung, auch gegenüber den weiteren Tauchern trägt tatsächlich die Tauchbasis. Da ist es nur richtig, wenn Regeln nicht eingehalten werden, dass man Konsequenzen zieht. – Ein BRAVO an die ganze Crew des Octopus Gardens.
Dies war in den letzten drei Jahren bereits unser dritter Besuch bei diesem super tollen und familiären Team – und – es wird nicht das letzte Mal sein! Es wird hier wirklich auf vieles Wert gelegt und auf Wünsche der Kunden eingegangen.
Nina und Matthias, Schweiz
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