Manta Diving Madeira, Caniço de Baixo

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mangodibongo193233CMAS**280 TGs

Wir waren vom 8. bis 15.5.2010 auf Madeira, und e ...

Wir waren vom 8. bis 15.5.2010 auf Madeira, und eigentlich sollte es ein Tauchurlaub werden. Den Urlaub hatten wir lange zuvor bereits über einen spezialisierten Tauchreiseveranstalter gebucht.
Die furchtbaren Unwetter, von denen Madeira im Februar 2010 heimgesucht worden waren, ließen uns befürchten, dass auch beim Tauchen mit Einschränkungen zu rechnen sei. Dies wurde jedoch vom Reiseveranstalter per E-Mail ausdrücklich verneint. Einige Tage vor der Reise rief ich dann noch bei der Basis ´Manta Diving Center´ an und sprach mit Sitika, der Chefin der Basis. Sie berichtete von schönem Wetter und Sonnenschein - also keine Probleme in Sicht. Tatsächlich war die Tauchbasis jedoch eine Baustelle, und man stand oft einfach nur den Bauarbeitern im Weg. Die Basis ist direkt in der Steilküste angelegt, von daher ist der verfügbare Platz zum Umziehen usw. ohnehin eingeschränkt. Die Bauarbeiten verschärften den Platzmangel entsprechend.
Aufgerödelt lief man dann über eine Treppe zum Meer hinunter. Während unseres gesamten Aufenthalts waren die Bauarbeiter dabei, diese Treppe auszubessern. Die Verschalungsbretter ragten jeweils über die Stufen hinaus, es hätte sich gelohnt, auf die Sturzgefahr zumindest hinzuweisen.
Die angespannte Situation setzte alle Beteiligten unter Stress, ich hatte mehrmals den Eindruck, dass sich die Leitung der Basis lieber anderen Dingen gewidmet hätte als den tauchenden Gästen (Bauarbeiten, neue Flaschen). Es gab einen wortkargen Assistenten, der spürbar wenig Lust hatte, sich außer mit dem eigenen noch mit dem Tauchbetrieb der Gäste zu befassen.
Normalerweise hätte die Basis während der Bauarbeiten geschlossen gehört, wir vermuten den wirtschaftlichen Erfolgsdruck als Grund, sie dennoch parallel weiterzubetreiben.
Über der Basis gibt es eine Bar, die mit dem Aufzug auch mühelos zu erreichen ist. Ich weiß nicht, ob sie bei besserem Wetter für Zusammensitzen und Debriefing genutzt wird. Uns hat diese Gewohnheit, die wir aus anderen Basen kennen, jedenfalls gefehlt.
Auf vor Ort geäußerte Kritik wurde mit wortreicher Verteidigung reagiert.
Wir haben durchaus Verständnis für die Situation der Basenbetreiber, die vermutlich Miete an das Hotel bezahlen müssen, dem der Grund gehört. Dennoch war es unser Urlaub, und dass es kein Tauchurlaub wurde, liegt nicht nur an der schlechten Sicht und zeitweise heftiger Dünung.
Bei besserem Wetter und ohne die Baustellen-Ausnahmesituation ist die Basis sicher in Ordnung, immerhin haben wir bei den vier dort unternommenen TGn einige schöne Zackis gesehen. Ein Wort seitens Reiseveranstalter und/oder Basisleitung zu den Einschränkungen (die Reise war ohnehin schon gebucht) hätte genügt, und wir hätten uns auf eine andere Art Urlaub eingestellt. Aber wie schon gesagt: Der Erfolgsdruck…