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Bewertungen(7)

01867SSI200 TGs

Kri Eco Resort, Raja Ampat

1. nicht Raya Empat! sondern Raja Ampat = 4 Könige auf deutsch, d.h. die 4 Inseln
Ich war vom 02.01.2018 bis 11.01.2018 im Kri Eco Resort. Etwas irreführend ist die Bezeichnung Eco.
Eco bedeutet hier Ecology und nicht Economy wie beim Flugticket. Ich hatte ein einfaches Papuan Cottage gebucht bei Belugareisen.
Ohne Flug, weil ich vorher 1 Woche in Singapur war und die Flüge selbst buchte. Trotzdem 2315Euro/8 Nächte=289Euro/p.P./Nacht inklusive Versorgung und Tauchen. Trotzdem einer der höchsten Preise weltweit! 2 höhere Unterkunftskategorien waren weit über 300Euro / Nacht.
Direktbuchung war genauso im Preis. 2 Papuan Cottages teilen sich immer eine Dusche und ein WC. Alle Unterkünfte sind im Papua Stil gebaut, d.h. vollkommen aus Holz, glaslose Fenster, Palmdächer und ohne Aircon. Letzteres braucht man auch nicht, weil immer eine kleine Brise weht.
Die Artenvielfalt ist dort sicherlich die höchste weltweit, war auch mein Eindruck. Sipadan / Mabul ist aber trotzdem ähnlich in der Artenvielfalt. Von Makro bis Mantas ist in Raja Ampat fast alles vertreten. Der Grund ist der, dass Raja Ampat auf einer riesigen unterseeischen Sandbank zwischen pazifischen und indischen Ozean liegt. Die Strömungen sind stark, das Nahrungsangebot hoch, die Sichtweiten sind trotzdem um die 20m! Wassertemperatur 29-30°C.
Die Anreise ist nur etwas für Reisejunkies! Von Singapur bis Sorong (Umstieg in Jakarta und Makassar) brauchte ich 15 Stunden. Dann Sorong-Waisai mit öffentlicher Fähre 2 Stunden und Waisai-Kri mit kleinem Boot vom Resort 45 Minuten. Die Abholung vom Airport in Sorong war gut organisiert obwohl ich allein war. Als erstes wurde ich zum Frühstück in ein Hotel gebracht und danach zum Hafen zur Fähre. In Waisai wurde ich ebenfalls schon erwartet. Bezahlt hatte ich zwar 8 Tage vom 03.01. bis 11.01., aber ich teilte per email mit, dass ich schon am 02.01. in Sorong bin.
Ich könne auch am 02.01. kommen. Man würde für meine Abholung schon sorgen. Den Zusatztag könne ich am Ende mit der Schlussrechnung bezahlen. Das klappte also schon mal ganz gut. Unterwegs fielen mir die großen Müllflächen auf, die auf dem Wasser trieben. Ständig musste ausgewichen werden! Von den Papuas kommt das sicherlich nicht!
18 Tauchgänge hatte ich am Ende. Der Erste war gleich bei Ankunft am 02.01. Rausgefahren wird zwischen 8 und 9 Uhr und zwischen 14 und 15 Uhr. Wer Lust hat, kann noch einen Sundown oder Nachttauchgang machen. Wobbegongs oder Teppichhaie sind desöfteren zu sehen. Meistens schlafend. Allerdings am Tage. "Blue Magic" ist für seine Ocean-Mantas berühmt und "Manta-Sandy" für seine Riff-Mantas.
Bei beiden Tauchplätzen scheint man immer Mantas zu sehen, schien mir jedenfalls. 3-bis 5 in der Anzahl. Loopings vor uns waren extrem beeindruckend oder das sie in 1 Meter Abstand über uns hinwegschwebten. Ansonsten noch Schwarz- und Weißspitzen- und Riffhaie. Seeschlangen oder Seeaale und und und. Bei 2 Tauchgängen hintereinander wird immer an einer bewohnten oder unbewohnten Insel Oberflächenpause gemacht. Essen wird einfach mitgenommen. Die Diveguides sind alle Einheimisch. Sie wohnen direkt neben dem Resort im Homestay. Das Küchenpersonal ebenfalls. 2 Franzosen leiteten die Tauchbasis. Flori war sehr auf Sicherheit bedacht. Als erstes musste ich eine internationale Tauchversicherung für 70Euro kaufen. Ohne dem würde er mich nicht tauchen lassen. Die nächste Dekokammer wäre in Cairns also in Australien und dementsprechend insgesamt extrem teuer. Zurück in Deutschland erfuhr ich, dass es eine Dekokammer in Waisai gibt. Nur 45 Minuten per Boot. Das Geschäft mit der Angst eben. Das Ganze ist eine PADI-Basis. Ich hatte etwas Probleme mit meinem SSI.
Zu empfehlen sind folgende Ausflüge:
1. Tagesausflug zu den Fam-Inseln, 2 Stunden Bootsfahrt aber wunderschöne Karst-Inseln, 2mal tauchen inklusive
2. Nachmittag-Ausflug: Beobachung von roten Paradiesvögeln in ihrer natürlichen Umgebung auf Gam-Island.
3. Tagesausflug auf Gam-Island, meist am Ende jedes Aufenthalts. 1. Tauchgang am Manta-Sandy, 2.Tauchgang im Kanal auf Gam der durchfahren wird, inklusive Höhlen- und Strömungstauchgang. Bei letzterem war die Strömung extrem, dass wir uns am selbstgespannten Seil festhielten und vorantasteten. Unser Diveguide erzählte uns von Krokodilen die es hier gab. Die würde es aber hier nicht mehr geben.
Schnorcheln wäre allerdings verboten...

Fazit:
Wei etwas ganz besonderes, ein wenig Abenteuer und trotzdem umweltfreundliches sucht, ist hier im Kri Eco Resort sehr gut aufgehoben.
Wer dagegen Disco, Luxus und Animation braucht ist hier fehl am Platze. WLAN funktioniert am sichersten im Ruhebereich auf dem Steg.
Ach ja, Kuskus oder Kusküsse (ein Kletterbeutler) kann man abends im Dschungel, gleich im Resort beobachten!

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