Teneriffa-Playa San Juan ,17.01. – 22.01.2003Zwis ...
Teneriffa-Playa San Juan ,17.01. – 22.01.2003
Zwischen Playa de las Americas und Los Gigantes gelegen, hat sich San Juan im Westen der schönsten Kanareninsel Teneriffa bisher erfolgreich gegen die `Segnungen` des Massentourismus behaupten können. Ein kleiner Hafen mit Bootswerft ist Stützpunkt der dort ansässigen Fischer. Eine Mole schützt den Hafen und den nahe gelegenen steinigen Strand. Die Umgebung wird von Bananenplantagen und einer der größten Blumenzuchten der Insel geprägt.
Dies sind die „nackten“ Informationen, welche uns aus den verschiedenen Reiseführern über das verträumte San Juan vorlagen. Dort wollen wir im Januar 2003 die von PADI (OWD, Modul 5) versprochenen Abenteuer unter Wasser erleben.
OK, es soll von Beginn an kein einfacher Urlaub werden. Wir, das sind CONDOR-Man Matthias, der Ami Norman, die beiden Nixen Marion, Simone und Mr. Apré-Diver Uwe. Im Herbst 2002 haben wir gemeinsam die OWD-Ausbildung im Tauchsport Center Arheilgen gestartet. Als gelehrige Schüler hat die Truppe sehr schnell die Theorie mit Klaus und Claudia absolviert, hier kann Klaus nach kurzer Zeit nicht mehr mit seinen Fangfragen punkten. Bei den Kachelguck-Stunden im Pfungstädter Wellenbad werden die Grundlagen für die angehende Taucherkarriere gelegt. Im November nun Big Problem: Theoretisch schon fast brevetiert und im Hallenbad bereits sattelfest, stellt sich die ungeduldige Frage nach der Absolvierung der Freiwassertauchgänge.
Was liegt also näher als ein scheuer Blick gen Süden, wenn in Deutschland gerade die Temperatur um den Gefrierpunkt pendelt. Der Zufall will es, dass die Schülergruppe beruflich komplett aus der Airline-Ecke kommt. Tauch-Klaus bringt sofort die Sprache auf die neue Tauchbasis von Sofie und Guido auf Teneriffa, Guidos Bubble Club. Zwar erholt sich zum geplanten Zeitpunkt Guido gerade auf der BOOT in Düsseldorf vom anstrengenden Kanarenalltag, doch Basisleiterin Sofie will sich den tauchwütigen Südhessen gerne annehmen.
Gesagt – getan. Die Reisegruppe um PADI-Klaus und Claudi entert am 17.1.03 die Kanareninsel Teneriffa.
Schnell wird man in Guidos (und Sofies) Bubble Club heimisch. Schon auf den ersten Blick flößt die saubere und gut sortierte Basis in Playa San Juan Vertrauen ein. Dank des netten Ambientes fühlt man sich sofort Zuhause. Die ersten Worte machen uns Sofie sofort sympathisch. Auch der prall gefüllte Kühlschrank lässt das Herz der OWD iE (in Erwartung) schnell höher schlagen. Hastig werden die großzügigen Quartiere bezogen. Sofie hat auch bei der Quartiersuche ihre Kontakte zum Wohl der Gäste spielen lassen. Liebevoll umkreist PADI-Klaus den nagelneuen Kompressor, dem leistungsstarken und dennoch leisem Prunkstück des Tauchertreffs, danach greift der hünenhafte Arheilger mit seinen Schülern vergnügt zur Dose.
Einige Dosen einheimischen Bieres und einer Mütze Schlaf später dann der Ernstfall: Erster Tauchgang am Leuchtturm, einem etwas abseits von der Hauptstrasse gelegenem Einstieg. Dort, wo der natürliche Feind des Fischs seine Rute ins Wasser hält (der Angler; Anmerkung des Autors), kann man bequem über Steinstufen den Atlantik entern. In einer herrlichen Bucht, mit für die Tauchanfänger sehr angenehm klaren Wasser, empfängt Neptun seine neuen Gäste. Nachdem die verschiedensten Übungen zunächst im wohltemperierten Hallenbad annähernd perfekt funktioniert hatten, so stellt das kalte und bewegte Atlantikwasser die Akteure zunächst vor eine neue Herausforderung. Doch auch hier haben Claudi und PADI-Klaus ein gutes Händchen. Geduldig übt man gemeinsam das Erlernte unter den ungewohnten Bedingungen. Der abschließende „Tauchrundgang“ im Schutze der Bucht zeigt erstmals die entzückende Schönheit des Atlantiks. Allerlei Meeresgetier, über dessen Aussehen wir uns mehr Gedanken machen als über deren Namen, kreuzen neugierig den Weg. Viel zu schnell mahnte uns der Finimeter zum Auftauchen. Die Übungen und das aufgeregt hastige Atmen haben die Luft förmlich aus der Tauchflasche gezaubert. Stolz dann die ersten Eintragungen in das fast noch jungfräuliche Logbuch.
Der zweite Tauchgang des Tages entführt uns direkt gegenüber der Basis in das salzige Nass. Mit einer gut gefüllten Flasche auf dem Rücken und ordentlich Blei auf den Hüften dann der gewagte Gang über einen Geröllstrand ins Meer. Im nachhinein beurteilt ist dies der weniger schöne Tauchgang unserer gesamten Mission. Von den Anstrengungen des Morgens gezeichnet und auch durch den ungünstigen Einstieg ernüchtert, lernt man die unbequeme Seite des neuen Hobbys kennen.
Am Folgetag, einem Sonntag haben sich neben den zahlreichen Anglern auch wieder die Tauchpunks aus Arheilgen am Leuchtturm eingefunden. Raus aus den Klamotten, rein in den Neopren und platsch in den Atlantik. Tauchcoach Klaus hat rasch wieder die Boje am Meeresgrund fixiert, an der wir den Fünfpunkteaufstieg und den berüchtigten kontrollierten Notaufstieg absolvieren. Pivoting, das schwerelose schweben an Ort und Stelle sind die abschließenden Übungsteile vor dem mit Freude erwarteten, geführten Tauchgang. Silber funkelt die Sonne im azurblauen Wasser, Fischschwärme kreuzen aufgeregt den Weg. Nachdem die Tauchgruppe eine dunkle Einbuchtung in der beeindruckenden Lava-Felsformation erkundet hat, mahnt der Flaschendruck schon wieder zur Rückkehr.
Die Einheimischen füttern auch in der Mittagssonne die Atlantikfische mit den dafür vorgesehenen Futterstückchen und wundern sich nicht schlecht über die Aktionen der „Fremden“. Mit einem Handtuch über dem Kopf wird das Kompassnavigieren „trocken“ geübt. Das Gelernte wird im zweiten Tauchgang umgesetzt, somit sind alle erforderlichen Übungsteile absolviert. Bei der abschließenden Taufe durch die beiden Neptunassistenten Claudi und Klaus wird die Schülergruppe in die Gilde der OWD´s aufgenommen.
Am Playa las Eros, einem verträumten Küstenabschnitt im Südwesten der Insel nehmen die „Froschmänner“ und die „Froschfrau“ das Freiwasser zum ersten Nur-Spaßtauchgang unter die Flossen. Runter zum feinsandigen grauen Strand und ab in die Fluten. Das Wasser kocht von der Vielzahl an munteren Barakudas, Brassen, Gespensterkrabben und Tintenfisch. Sepias, welche noch nicht zu Tintenfischringen verarbeitet sind und somit keinerlei Ahnung von der Welt außerhalb des kühlen Nass haben, dösen faul am Meeresgrund. Ein Drückerfisch schließt PADI-Klaus ins Herz und überschüttet ihn mit seiner Zuneigung.
Bei diesem Tauchgang entsteht die Legende vom Dreißig-Barmann. Nicht das er in seinem Leben schon in dreißig Bars sein Unwesen getrieben hatte, nein – das war eine andere Geschichte. Viel zu schnell muss man auch diesen Tauchgang beenden. Eintrag im Logbuch: Luft in den Fußregionen eines „Trockies“ lässt uns wie eine Boje kopfunter im Meer treiben.
Viel zu schnell ist die schöne Zeit auf der Kanareninsel vergangen. Am Abend noch einmal die Bewohner des Meeres - diesmal gegrillt – genießen und schon wird es Zeit „Adios“ zu sagen.
Fazit: Kanaren gerne wieder – dann wird mehr Zeit zum relaxen mitgebracht. Tauchen, auf alle Fälle bei Sofie und Guido.
Uwe Busch
Zwischen Playa de las Americas und Los Gigantes gelegen, hat sich San Juan im Westen der schönsten Kanareninsel Teneriffa bisher erfolgreich gegen die `Segnungen` des Massentourismus behaupten können. Ein kleiner Hafen mit Bootswerft ist Stützpunkt der dort ansässigen Fischer. Eine Mole schützt den Hafen und den nahe gelegenen steinigen Strand. Die Umgebung wird von Bananenplantagen und einer der größten Blumenzuchten der Insel geprägt.
Dies sind die „nackten“ Informationen, welche uns aus den verschiedenen Reiseführern über das verträumte San Juan vorlagen. Dort wollen wir im Januar 2003 die von PADI (OWD, Modul 5) versprochenen Abenteuer unter Wasser erleben.
OK, es soll von Beginn an kein einfacher Urlaub werden. Wir, das sind CONDOR-Man Matthias, der Ami Norman, die beiden Nixen Marion, Simone und Mr. Apré-Diver Uwe. Im Herbst 2002 haben wir gemeinsam die OWD-Ausbildung im Tauchsport Center Arheilgen gestartet. Als gelehrige Schüler hat die Truppe sehr schnell die Theorie mit Klaus und Claudia absolviert, hier kann Klaus nach kurzer Zeit nicht mehr mit seinen Fangfragen punkten. Bei den Kachelguck-Stunden im Pfungstädter Wellenbad werden die Grundlagen für die angehende Taucherkarriere gelegt. Im November nun Big Problem: Theoretisch schon fast brevetiert und im Hallenbad bereits sattelfest, stellt sich die ungeduldige Frage nach der Absolvierung der Freiwassertauchgänge.
Was liegt also näher als ein scheuer Blick gen Süden, wenn in Deutschland gerade die Temperatur um den Gefrierpunkt pendelt. Der Zufall will es, dass die Schülergruppe beruflich komplett aus der Airline-Ecke kommt. Tauch-Klaus bringt sofort die Sprache auf die neue Tauchbasis von Sofie und Guido auf Teneriffa, Guidos Bubble Club. Zwar erholt sich zum geplanten Zeitpunkt Guido gerade auf der BOOT in Düsseldorf vom anstrengenden Kanarenalltag, doch Basisleiterin Sofie will sich den tauchwütigen Südhessen gerne annehmen.
Gesagt – getan. Die Reisegruppe um PADI-Klaus und Claudi entert am 17.1.03 die Kanareninsel Teneriffa.
Schnell wird man in Guidos (und Sofies) Bubble Club heimisch. Schon auf den ersten Blick flößt die saubere und gut sortierte Basis in Playa San Juan Vertrauen ein. Dank des netten Ambientes fühlt man sich sofort Zuhause. Die ersten Worte machen uns Sofie sofort sympathisch. Auch der prall gefüllte Kühlschrank lässt das Herz der OWD iE (in Erwartung) schnell höher schlagen. Hastig werden die großzügigen Quartiere bezogen. Sofie hat auch bei der Quartiersuche ihre Kontakte zum Wohl der Gäste spielen lassen. Liebevoll umkreist PADI-Klaus den nagelneuen Kompressor, dem leistungsstarken und dennoch leisem Prunkstück des Tauchertreffs, danach greift der hünenhafte Arheilger mit seinen Schülern vergnügt zur Dose.
Einige Dosen einheimischen Bieres und einer Mütze Schlaf später dann der Ernstfall: Erster Tauchgang am Leuchtturm, einem etwas abseits von der Hauptstrasse gelegenem Einstieg. Dort, wo der natürliche Feind des Fischs seine Rute ins Wasser hält (der Angler; Anmerkung des Autors), kann man bequem über Steinstufen den Atlantik entern. In einer herrlichen Bucht, mit für die Tauchanfänger sehr angenehm klaren Wasser, empfängt Neptun seine neuen Gäste. Nachdem die verschiedensten Übungen zunächst im wohltemperierten Hallenbad annähernd perfekt funktioniert hatten, so stellt das kalte und bewegte Atlantikwasser die Akteure zunächst vor eine neue Herausforderung. Doch auch hier haben Claudi und PADI-Klaus ein gutes Händchen. Geduldig übt man gemeinsam das Erlernte unter den ungewohnten Bedingungen. Der abschließende „Tauchrundgang“ im Schutze der Bucht zeigt erstmals die entzückende Schönheit des Atlantiks. Allerlei Meeresgetier, über dessen Aussehen wir uns mehr Gedanken machen als über deren Namen, kreuzen neugierig den Weg. Viel zu schnell mahnte uns der Finimeter zum Auftauchen. Die Übungen und das aufgeregt hastige Atmen haben die Luft förmlich aus der Tauchflasche gezaubert. Stolz dann die ersten Eintragungen in das fast noch jungfräuliche Logbuch.
Der zweite Tauchgang des Tages entführt uns direkt gegenüber der Basis in das salzige Nass. Mit einer gut gefüllten Flasche auf dem Rücken und ordentlich Blei auf den Hüften dann der gewagte Gang über einen Geröllstrand ins Meer. Im nachhinein beurteilt ist dies der weniger schöne Tauchgang unserer gesamten Mission. Von den Anstrengungen des Morgens gezeichnet und auch durch den ungünstigen Einstieg ernüchtert, lernt man die unbequeme Seite des neuen Hobbys kennen.
Am Folgetag, einem Sonntag haben sich neben den zahlreichen Anglern auch wieder die Tauchpunks aus Arheilgen am Leuchtturm eingefunden. Raus aus den Klamotten, rein in den Neopren und platsch in den Atlantik. Tauchcoach Klaus hat rasch wieder die Boje am Meeresgrund fixiert, an der wir den Fünfpunkteaufstieg und den berüchtigten kontrollierten Notaufstieg absolvieren. Pivoting, das schwerelose schweben an Ort und Stelle sind die abschließenden Übungsteile vor dem mit Freude erwarteten, geführten Tauchgang. Silber funkelt die Sonne im azurblauen Wasser, Fischschwärme kreuzen aufgeregt den Weg. Nachdem die Tauchgruppe eine dunkle Einbuchtung in der beeindruckenden Lava-Felsformation erkundet hat, mahnt der Flaschendruck schon wieder zur Rückkehr.
Die Einheimischen füttern auch in der Mittagssonne die Atlantikfische mit den dafür vorgesehenen Futterstückchen und wundern sich nicht schlecht über die Aktionen der „Fremden“. Mit einem Handtuch über dem Kopf wird das Kompassnavigieren „trocken“ geübt. Das Gelernte wird im zweiten Tauchgang umgesetzt, somit sind alle erforderlichen Übungsteile absolviert. Bei der abschließenden Taufe durch die beiden Neptunassistenten Claudi und Klaus wird die Schülergruppe in die Gilde der OWD´s aufgenommen.
Am Playa las Eros, einem verträumten Küstenabschnitt im Südwesten der Insel nehmen die „Froschmänner“ und die „Froschfrau“ das Freiwasser zum ersten Nur-Spaßtauchgang unter die Flossen. Runter zum feinsandigen grauen Strand und ab in die Fluten. Das Wasser kocht von der Vielzahl an munteren Barakudas, Brassen, Gespensterkrabben und Tintenfisch. Sepias, welche noch nicht zu Tintenfischringen verarbeitet sind und somit keinerlei Ahnung von der Welt außerhalb des kühlen Nass haben, dösen faul am Meeresgrund. Ein Drückerfisch schließt PADI-Klaus ins Herz und überschüttet ihn mit seiner Zuneigung.
Bei diesem Tauchgang entsteht die Legende vom Dreißig-Barmann. Nicht das er in seinem Leben schon in dreißig Bars sein Unwesen getrieben hatte, nein – das war eine andere Geschichte. Viel zu schnell muss man auch diesen Tauchgang beenden. Eintrag im Logbuch: Luft in den Fußregionen eines „Trockies“ lässt uns wie eine Boje kopfunter im Meer treiben.
Viel zu schnell ist die schöne Zeit auf der Kanareninsel vergangen. Am Abend noch einmal die Bewohner des Meeres - diesmal gegrillt – genießen und schon wird es Zeit „Adios“ zu sagen.
Fazit: Kanaren gerne wieder – dann wird mehr Zeit zum relaxen mitgebracht. Tauchen, auf alle Fälle bei Sofie und Guido.
Uwe Busch