Ich muß zugeben, ich war etwas skeptisch nachdem ...
Ich muß zugeben, ich war etwas skeptisch nachdem ich die zum Teil schlechten Bewertungen der TB hier gelesen hatte. Nun, nachdem ich mir selbst ein Bild vor Ort machen konnte, kann ich ohne schlechtes Gewissen behaupten, daß die hier erwähnte Kritik sehr kleinkariert, bzw. völlig ungerechtfertigt ist.
Wir waren Anfang Februar 2012 für zwei Wochen auf Embudu und haben insgesamt 8 TG mit Diverland gemacht, sowohl am Hausriff, als auch Ausfahrten mit dem Boot. Wenn Diverland Anfänger unter 30 TG nicht ohne Guide ins Wasser läßt, so ist dieses voll und ganz gerechtfertigt. Wir sind selbst Anfänger mit nun 21 TGs, konnten also weder Spar- noch Non-Limit-Tauchen machen. Aber mal ehrlich, das will man als Anfänger doch auch gar nicht. Selbst Taucher, die über mehr Erfahrung verfügen würden gut daran tun, sich dort erst durch einen Profi vor Ort Orientierung zu verschaffen, das Riff vor Embudu hat eben auch seine Tücken, ganz besonders was die Strömung angeht.
Bei Diverland wird einem nicht der Arsch nachgetragen, aber das ist auch kein Problem, denn die Insel ist klein (ca. 350x150m). Die TB liegt an der Nordseite der Insel bei den Wasserbungis, dort gibt es auch einen Einstieg, nur wenige Meter von der TB entfernt. Um auf der Südseite, etwa im Coral Garden zu tauchen, muß man quer durch die Insel latschen. Aber auch das ist durchaus zu schaffen, man ist ja SPORT-Taucher.
Es gibt kein Kisten-System, was aber nur störend ist, wenn man kein oder nur wenig eigenes Equipment hat, weil man sich dann vor jedem TG alles neu zusammensuchen muß. Für die ABC-Ausrüstung oder anderes Zeug bekommt man aber Taschen, die vor allem bei Ausfahrten mit den Booten praktisch sind.
Nitrox kostet extra und gibt es nur in 12l-Flaschen, Luft nur in 10l, für tiefere TG sind die 10l sicher nur was für sehr sparsame Atmer. Die Leih-Jacket sahen alle wie neu aus, vom restlichen Equipment können wir leider nichts berichten, da wir bis aufs Jacket alles selbst dabei hatten.
Es werden jeden Tag zwei Ausfahrten angeboten, eine vormittags, die andere am Nachmittag. Wenn sich genügend Leute finden, gibt es auch Tagesausflüge mit mehreren TG am Stück. Was hier also zum Teil geschrieben wurde, stimmt so nicht (mehr). Es gibt keine Listen, in die man sich eintragen muß, einfach zur Check-in-Zeit da sein und gut ist. Dies ist sehr praktisch und besonders für Kurzentschlossene nützlich.
Ach ja, für die Nicht-Anzugpinkler gibt es übrigens eine Toilette auf dem Tauchboot, auch dies wurde hier schon anders berichtet.
Buddy-Suche für Alleintauchende war auch nie ein Problem, die Guides konnten immer irgendwie Teams zusammenstellen.
Was etwas unpraktisch ist, ist, daß man vor den Boots-TG an Land erst alles zusammenbaut und testet, dann den Atemregler wieder abnimmt, in die Tasche steckt und auf dem Boot wieder hinschraubt und neu testet. Ein Chaos, wie hier ab und zu beschrieben, haben wir nicht erlebt. Die Boots-Crew stellt einem eigentlich vor der Abfahrt alles vor die Nase, schleppen muß man auch nur, was man will. Alles andere (Flasche mit Jacket, Blei...) wird mit Karren zum Boot gefahren.
Fast alle TG finden am Außenriff des Atolls statt, die Abwechslung dort liegt eher in den Details. Viele TG sind Strömungs-TG. Sehr schön ist auch das strömungsfreie Potato-Reef mitsamt dem dort liegenden 30m Wrack auf ca. 18m Tiefe. Insgesamt sind viele TG etwas anspruchsvoller, bzw. nur für erfahrene Taucher geeignet. Embudu Channel, bzw. Express, die Victory... Die Profis kommen also voll auf ihre Kosten, einfach Flasche nehmen und rein ins Vergnügen.
Doch auch für uns Anfänger wird gesorgt. Man kann sich eigentlich täglich ans Orientierungstauchen „dranhängen“. Dabei wird darauf geachtet, daß man auch etwas Abwechslung hat und nicht immer die gleiche Stelle am Hausriff sieht. Und wenn es mal gar nicht geht, ist es auch kein Problem für zwei Leute eine extra Gruppe zu machen. Schönen Dank nochmal an Janosc für das Angebot.
Alle Tauchguides und Tauchlehrer dort sind sehr engagiert und auf Sicherheit bedacht. Der Umgang dort ist unkompliziert und freundlich, ebenso einfach ist die Abrechnung der Tauchgänge.
Fazit: Wir waren jetzt das zweite Mal auf Embudu, davon zum ersten Mal als Taucher, doch sicher nicht zum letzten Mal. Es gibt also alle Flossen nach oben. Ein paar Anregungen habe ich dennoch:
- in Zukunft evtl. auch 12l Preßluft?
- Es fehlt sowas wie eine gemütliche Anlaufstelle nach dem TG fürs Deko-Bier. Dies wäre umso wichtiger, da im Hotel die Tische fest vergeben werden und nicht gewechselt werden können, und man sich mit Tauchern, die man im Laufe der Zeit kennenlernt eigentlich nur sehr viel später an der Bar zusammensetzen kann.
- Ausfahrten zu den Spots werden immer abends für den nächsten Tag angekündigt, eine Planung über zwei oder mehr Tage ist so leider nicht möglich.
Und zum Schluß...
Schöne Grüße an unsere Guides Arjan, Christophe, Risey und Jürgen. Ach ja, Arjan, grüße deine „große Liebe“ im Coral Garden schön von mir! Nächstes Mal zieh ich den Daumen schneller weg...
Wir waren Anfang Februar 2012 für zwei Wochen auf Embudu und haben insgesamt 8 TG mit Diverland gemacht, sowohl am Hausriff, als auch Ausfahrten mit dem Boot. Wenn Diverland Anfänger unter 30 TG nicht ohne Guide ins Wasser läßt, so ist dieses voll und ganz gerechtfertigt. Wir sind selbst Anfänger mit nun 21 TGs, konnten also weder Spar- noch Non-Limit-Tauchen machen. Aber mal ehrlich, das will man als Anfänger doch auch gar nicht. Selbst Taucher, die über mehr Erfahrung verfügen würden gut daran tun, sich dort erst durch einen Profi vor Ort Orientierung zu verschaffen, das Riff vor Embudu hat eben auch seine Tücken, ganz besonders was die Strömung angeht.
Bei Diverland wird einem nicht der Arsch nachgetragen, aber das ist auch kein Problem, denn die Insel ist klein (ca. 350x150m). Die TB liegt an der Nordseite der Insel bei den Wasserbungis, dort gibt es auch einen Einstieg, nur wenige Meter von der TB entfernt. Um auf der Südseite, etwa im Coral Garden zu tauchen, muß man quer durch die Insel latschen. Aber auch das ist durchaus zu schaffen, man ist ja SPORT-Taucher.

Es gibt kein Kisten-System, was aber nur störend ist, wenn man kein oder nur wenig eigenes Equipment hat, weil man sich dann vor jedem TG alles neu zusammensuchen muß. Für die ABC-Ausrüstung oder anderes Zeug bekommt man aber Taschen, die vor allem bei Ausfahrten mit den Booten praktisch sind.
Nitrox kostet extra und gibt es nur in 12l-Flaschen, Luft nur in 10l, für tiefere TG sind die 10l sicher nur was für sehr sparsame Atmer. Die Leih-Jacket sahen alle wie neu aus, vom restlichen Equipment können wir leider nichts berichten, da wir bis aufs Jacket alles selbst dabei hatten.
Es werden jeden Tag zwei Ausfahrten angeboten, eine vormittags, die andere am Nachmittag. Wenn sich genügend Leute finden, gibt es auch Tagesausflüge mit mehreren TG am Stück. Was hier also zum Teil geschrieben wurde, stimmt so nicht (mehr). Es gibt keine Listen, in die man sich eintragen muß, einfach zur Check-in-Zeit da sein und gut ist. Dies ist sehr praktisch und besonders für Kurzentschlossene nützlich.
Ach ja, für die Nicht-Anzugpinkler gibt es übrigens eine Toilette auf dem Tauchboot, auch dies wurde hier schon anders berichtet.
Buddy-Suche für Alleintauchende war auch nie ein Problem, die Guides konnten immer irgendwie Teams zusammenstellen.
Was etwas unpraktisch ist, ist, daß man vor den Boots-TG an Land erst alles zusammenbaut und testet, dann den Atemregler wieder abnimmt, in die Tasche steckt und auf dem Boot wieder hinschraubt und neu testet. Ein Chaos, wie hier ab und zu beschrieben, haben wir nicht erlebt. Die Boots-Crew stellt einem eigentlich vor der Abfahrt alles vor die Nase, schleppen muß man auch nur, was man will. Alles andere (Flasche mit Jacket, Blei...) wird mit Karren zum Boot gefahren.
Fast alle TG finden am Außenriff des Atolls statt, die Abwechslung dort liegt eher in den Details. Viele TG sind Strömungs-TG. Sehr schön ist auch das strömungsfreie Potato-Reef mitsamt dem dort liegenden 30m Wrack auf ca. 18m Tiefe. Insgesamt sind viele TG etwas anspruchsvoller, bzw. nur für erfahrene Taucher geeignet. Embudu Channel, bzw. Express, die Victory... Die Profis kommen also voll auf ihre Kosten, einfach Flasche nehmen und rein ins Vergnügen.
Doch auch für uns Anfänger wird gesorgt. Man kann sich eigentlich täglich ans Orientierungstauchen „dranhängen“. Dabei wird darauf geachtet, daß man auch etwas Abwechslung hat und nicht immer die gleiche Stelle am Hausriff sieht. Und wenn es mal gar nicht geht, ist es auch kein Problem für zwei Leute eine extra Gruppe zu machen. Schönen Dank nochmal an Janosc für das Angebot.
Alle Tauchguides und Tauchlehrer dort sind sehr engagiert und auf Sicherheit bedacht. Der Umgang dort ist unkompliziert und freundlich, ebenso einfach ist die Abrechnung der Tauchgänge.
Fazit: Wir waren jetzt das zweite Mal auf Embudu, davon zum ersten Mal als Taucher, doch sicher nicht zum letzten Mal. Es gibt also alle Flossen nach oben. Ein paar Anregungen habe ich dennoch:
- in Zukunft evtl. auch 12l Preßluft?
- Es fehlt sowas wie eine gemütliche Anlaufstelle nach dem TG fürs Deko-Bier. Dies wäre umso wichtiger, da im Hotel die Tische fest vergeben werden und nicht gewechselt werden können, und man sich mit Tauchern, die man im Laufe der Zeit kennenlernt eigentlich nur sehr viel später an der Bar zusammensetzen kann.
- Ausfahrten zu den Spots werden immer abends für den nächsten Tag angekündigt, eine Planung über zwei oder mehr Tage ist so leider nicht möglich.
Und zum Schluß...
Schöne Grüße an unsere Guides Arjan, Christophe, Risey und Jürgen. Ach ja, Arjan, grüße deine „große Liebe“ im Coral Garden schön von mir! Nächstes Mal zieh ich den Daumen schneller weg...
