diving.DE Candidasa, Candi Beach, Bali

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Schlecht organisierte Basis

Stellungnahme der Tauchbasis am Ende des Originalberichts.

Wir waren anfangs Nov. 2016 zum 3.Mal in Indonesien tauchen. Das sehr gute Hotel Candi Beach ist eine schöne Anlage mit eigenem Sandstrand, an dem auch die Tauchbasis gelegen ist. Im Vergleich zu anderen Basen überteuerte Ausfahrten werden mit einem alten nicht klimatisierten Bus zu schlechten Einstiegsplätzen für kleine einheimische Fischerboote angeboten. Angeblich sei die Ausfahrt der Boote vom eigenen Strand zu teuer. Tauchplatzkarten ebenso wie Preislisten gibt es nicht an der Basis. Medizinische Versorgung bei Unfällen ist nicht gewährleistet, ein Mittaucher benötigte Sauerstoff nach einem Dekoproblem, der an der Basis nicht ausreichend vorhanden war. Eine Bewertung kann jeder Leser selbst beurteilen.

Stellungnahme vom 13.12.2016:
Mein Name ist Max Kramer, ich bin der verantwortliche Basisleiter bei diving CANDIDASA. Wir bedanken uns bei dem Autor für den Bericht und bedauern, dass der Aufenthalt an unserer Tauchbasis scheinbar nicht zur vollsten Zufriedenheit verlaufen ist. Gerne nehmen wir zu dieser Bewertung Stellung.

Wir sind eine recht neue Basis und wie bei allen neuen Projekten kann es gelegentlich vorkommen, dass Kinderkrankheiten auftreten. Diese gilt es zu beseitigen um die Abläufe zu optimieren und unseren Kunden einen möglichst reibungslosen Tauchurlaub zu bieten. Daher sind wir für jedes Feedback unserer Kunden dankbar und nehmen es uns zu Herzen: Nur wenn wir wissen, wo dem Gast der Schuh drückt, können wir Abhilfe schaffen.
Leider hat sich dieser Gast entschieden, seine Meinung erst hinterher mitzuteilen, statt vor Ort, und hat unsere Basis mit einem unguten Gefühl verlassen. Wir bedauern dies.

Das Tauchen in Indonesien und rund um Bali ist nicht mit Ägypten, dem Mittelmeer o.ä. vergleichbar. Während dort die entsprechende Infrastruktur über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg geschaffen wurde, ist Indonesien eher für Individualisten. Infrastrukturen, wie Stege zum bequemen Ein- und Ausstieg, fehlen meist ebenso wie große Tauchboote mit Plattformen „a la Rotem Meer“. Im Gegenzug überzeugt Bali mit kleinen Tauchgruppen und intakten Tauchspots ohne Rudel-Tauchen.

Um die etwas weiter entfernten Tauchplätze, etwa in Amed oder Tulamben, zu erreichen, setzen wir in der Tat Autos ein. Diese Fahrzeuge sind, wie in den Tropen üblich, allesamt mit Klimaanlagen ausgestattet. Um unseren Gästen die Fahrt so angenehm wie möglich zu machen, überlassen wir ihnen die Entscheidung, ob die Klimaanlage genutzt wird, oder lieber die Fenster geöffnet werden sollen. Die Mehrheit der Gäste zieht offene Fenster der trockenen Luft der Klimaanlage vor, auch um Erkältungen vorzubeugen.

Um bestmöglich auf die Bedürfnisse unsere Taucher eingehen zu können, besprechen wir die Auswahl der Tauchplätze mit ihnen und weisen dabei auf die Eigenheiten hin. Als kleine Basis kennen wir jeden unserer Gäste persönlich und können somit individuelle Vorschläge machen und Hilfestellungen bieten – gerade und vor allem bei Tauchern, bei denen es die körperliche Verfassung erforderlich erscheinen lässt, wie bei diesem Gast.
So bieten wir etwa Tauchern in Amed, die nicht mit den Jukungs, den angesprochenen Booten, hinausfahren möchten, die Möglichkeit vom Strand aus ins Wasser zu gehen. Kindern, Senioren und allen, die es wünschen, tragen unsere Mitarbeiter auch gerne die Ausrüstung ins Wasser und helfen beim An- und Ablegen. Um den Gästen das Tauchen so unbeschwert wie möglich zu gestalten, passen wir den Tauchgang sogar individuell an, starten etwa wie an jenem Tag vom Strand aus, anstatt vom Boot.

Es ist richtig, dass wir uns gezwungen sahen, vorübergehend nicht die Boote direkt am Hotelstrand zu nutzen. Der Grund hierfür war jedoch nicht ausschließlich finanzieller Natur, sondern bestand in erster Linie darin, dass die Qualität der Dienstleistung nicht unseren Ansprüchen genügte. Während der Hochsaison wollten wir keinerlei Abstriche machen und haben uns daher entschiedenen, mit anderen Booten und erfahrenen Crews zu arbeiten. Wir freuen uns jedoch, dass wir seit Anfang Dezember die hiesigen Boote nutzen und somit wieder direkt am Strand vor unserer Basis abfahren. Die Crews der Boote können wir nun, in der ruhigeren Zeit, nach unseren Wünschen und Vorstellungen einarbeiten und trainieren um zukünftig den gewünschten und bei uns obligatorischen Standard zu gewährleisten.

Die Aussage, dass nicht ausreichend Sauerstoff für Notfälle vorhanden und die medizinische Versorgung bei Unfällen nicht gewährleistet sei, entspricht dagegen nicht den Tatsachen. Auf allen unseren Touren führen wir sowohl eine deutschen Standards entsprechende Erst-Hilfe-Box, als auch einen Koffer mit Notfallsauerstoff mit. Die Sicherheit unserer Gäste und Mitarbeiter hat oberste Priorität. (siehe Fotos)

Unsere aktuelle Preisliste ist jederzeit online einsehbar, eine gedruckte Version liegt jeweils auf deutsch und englisch in der Basis aus. Neben von unseren Guides eigenhändig gezeichneten Tauchplatzkarten liegen in der Basis auch die Bücher „Diving Bali“ sowie „Tauchreiseführer Bali, Lombok & Komodo“ aus, die beide ebenfalls gute Tauchplatzbeschreibungen sowie diverse Karten enthalten.

Da ich als Teilhaber und Manager zur der Zeit an der Basis war, stimmt es mich traurig, dass ich in vorliegendem Fall nicht persönlich darauf angesprochen wurde, wenn Dinge einmal nicht so laufen, wie sich der Gast das vorstellt. Wenn es wirklich Probleme gibt so sind diese meist vor Ort schnell und einfach zu lösen und der Urlaub kann weiter Spaß bereiten.
Du kannst deinen Urlaub direkt bei dieser Tauchbasis buchen