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Nachdem wir im Februar schon mal eine Woche im AK ...

Nachdem wir im Februar schon mal eine Woche im AKASSIA Swiss Resort Urlaub machten hat es uns erneut vom 08.06-22.06. in diese Hotelanlage verschlagen.
Ein Grund dafür war auch die äußerste Zufriedenheit mit der angeschlossenen Tauchbasis WWDC von Werner Kiesewetter.
Auch dieses Mal haben wir sehr schöne Tauchgänge gemacht, viele interessante Sachen entdeckt und das Hotel war ebenfalls total in Ordnung.
Nach wie Vor sind alle Mitarbeiter der Basis ausgesprochen nett und hilfsbereit und geben sich viel Mühe ihre Gäste zufrieden zu stellen. Im Allgemeinen gelingt ihnen das auch, sodaß wohl jeder einen schönen Tauchurlaub genießen kann.
Dennoch möchte ich mal 2 Punkte ansprechen, die uns negativ aufgefallen sind, wohl aber auf einen Mangel bei der allgemeinen Organisation zurückzuführen sind.
Das WWDC ist eigentlich auf Jeep-Touren spezialisiert, was aber nichts negatives bedeutet. Wer allerdingsauf Bootstouren steht ist mit dem WWDC nicht so gut beraten. Dazu später mehr.
´Jeep-Tour´ hört sich ein bischen rustikal an, ist aber, bis auf den Weg zum Wasser, doch ganz komfortabel. Die Ausrüstung wird auf dem Jeep verstaut und die Taucher fahren im Kleinbus zum Tauchplatz. Zwischen den Tauchgängen wird eine Plane zwischen den Autos gespannt und im Sonnenschutz gibt es ein leckeres Mittagessen (auf 2 Gaskochern von den Guides zubereitet; genial !).
Aber warum werden immerwieder die gleichen Tauchplätze angefahren ? An der Auswahl liegt es mit Sicherheit nicht. Man trägt sich am Vortag in die Liste für einen Tauchplatz ein un wenn man am nächsten Tag dort ankommt kann angeblich nicht getaucht werden (Begründung:Strömung). Im Februar, bei anderem Wetter verstehe ich das noch. Von den Guides wurde aber fast an jedem Tauchplatz von Strömung gesprochen. Wir haben sie vergeblich gesucht aber nie gefunden !
Natürlich haben die Guides eine Verantwortung für ihre Taucher und wollen mit weniger Geübten kein Risiko eingehen. Dann sollte aber schon im Vorfeld die Organisation der Tauchgänge anders durchgeführt werden. Aufgeteilt in 2 Gruppen (weniger und mehr erfahrene Taucher) würde das Problem schon lösen. Andere Basen praktizieren dies auch und es gibt weder Vor- noch Hinterher nervige Diskussionen. Mir hat diese Praxis jedoch an 2 Tauchplätzen jeweils 7 TG beschehrt. Diese kenne ich nun fast so gut, wie den heimischen Baggersee. In einem 14-tägigen Urlaub ist es etwas unbefriedigend nur 4 oder 5 Tauchplätze kennenzulernen, wenn weitaus mehr zur Verfügung stehen.
Ein Kapitel für sich sind die Bootstouren. Man hat den Eindruck die Tauchbasis ist froh, wenn niemand danach fragt. Wenn doch, sollte man sich nach Möglichkeit selbst um Mittaucher bemühen (ab mind. 6 Personen wird erst herausgefahren). Es wird dann eine Liste ausgehangen worin man sich einträgt. Es steht aber nur ´Bootsfahrt´ drauf, kein Tauchziel ! Dieses kann man sich per mündlicher Absprache ´aussuchen´. Am nächsten Tag geht es dann ins benachbarte Resort (Utopia Beach), weil das WWDC kein eigenes Boot besitzt und am AKASSIA auch keine Möglichkeit dafür gegeben ist. Zum Zustand des Bootes ´Utopia 4´ siehe Bericht von Christiane u. Carsten.
Das Unglaublichste ist aber die nun folgende Diskussion des Guides mit dem Kapitän, weil dieser sich weigert, den geplanten Tauchplatz aus unerfindlichen Gründen anzufahren. Es ist wirklich nicht die Aufgabe eines Tauchguides, sich mit dem Kapitän herumzustreiten oder mit den Tauchgästen mögliche Alternativen auszudiskutieren, bis endlich abgelegt werden kann. Da hat die Tauchbasis für klare Verhältnisse zu schaffen ! Außerdem muß vorher feststehen, wohin gefahren wird. Ohne Zielangabe trage ich mich nicht für eine Bootstour ein (nach dem Motto: fröhliches Tauchplatzraten). Auch zählen für mich keine Ausreden des Kapitäns, daß man auf Grund der Wetterverhältnisse diesen oder jenen Tauchplatz nicht anfahren kann. Wir hatten super Wetter und meiner Meinung nach sehr geringe Wellenbewegung. Wir sind z.B. in der Karibik schon bei ganz anderen Wetterverhältnissen getaucht.
Wenn offiziell Bootstouren angeboten werden sollte die Durchführung aber auch so stattfinden, wie man es von anderen Basen (auch in Ägypten) gewöhnt ist. Es steht ja jedem Taucher frei, sich Aufgrund seiner Erfahrung und körperlichen Verfassung für oder gegen eine Bootstour zu entscheiden !
Trotz dieser Kritik finde ich die recht gut geführte Basis, mit ihren netten Mitarbeitern und der fürsorglichen Betreuung, insbesondere für (nicht so anspruchsvolle) Anfänger empfehlenswert.
Wie aber Eingangs schon erwähnt hatten auch wir wieder tolle Tauchgänge, es gab viel in´s Logbuch einzutragen und es war insgesamt ein schöner Urlaub.