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ChristofCMAS ***274 TGs

Im Nachgang zu unserem Bericht vom 30.05.2007 gab ...

Im Nachgang zu unserem Bericht vom 30.05.2007 gab es einen sehr konstruktiven Austausch mit Werner Kiesewetter (einer der Basis-Leiter). Innerhalb eines sehr langen Telefonates und einem nachfolgenden Email-Verkehr kamen folgende Punkte ausführlich zur Sprache:

* Dank für Hinweise und Verbesserungsvorschläge
* Diskussion weiterer Verbesserungsvorschläge
* Bedauern, dass wir uns auf der Basis nicht wohl gefühlt haben
* Ergänzende Hinweise dazu, warum einzelne Regelungen in der bestehenden Form für die Basis so am praktikabelsten erscheinen
* Informationen zu Aktivitäten und umgesetzten Änderungen


Vorab:

Wir halten den Umgang mit den von uns angesprochenen Kritik-Punkten für absolut professionell. Ein aufrichtiges Kompliment von unserer Seite! Zu einzelnen Punkten haben wir auf Basis unserer persönlichen Erfahrungen und individuellen Erwartungshaltungen auch weiterhin eine abweichende Sichtweise. Dennoch halten wir es für nicht mehr als fair, auch von den ergänzenden Erfahrungen zu berichten.


Notfall-Ausrüstung:

Laut glaubwürdiger Aussage Werners wurden im Nachgang sämtliche O2-Ausrüstungen häppchenweise nach Hurghada gebracht, um sie dort überprüfen zu lassen. Bei der von uns angesprochenen Ausrüstung sei das Finimeter defekt gewesen und gegen ein neues ausgetauscht worden. Weiter sei unser Vorschlag, das Gewinde der Schutzbehälter (zum Schutz vor Schmutz und ´neugierigen Gästen´) mit Klebeband zu versiegeln, kurzfristig umgesetzt worden. In diesem Zusammenhang sei auch die Maske vorab nochmals gereinigt worden.


Struktur der Gäste:

Viele der Gäste des Water World divingcenter seien Taucher-Kollegen, die noch am Anfang ihrer taucherischen Karriere stehen oder aber nur sehr sporadisch dem Tauchsport nachgehen. Die Basis habe bereits eine Größe überschritten, die eine ´Individualbetreuung´ eines jeden Gastes zulässt. Aus diesem Grunde seien die Abläufe bewusst so festgelegt, dass insbesondere den Bedürfnissen der noch in stärkerem Maße lernenden Taucher angemessen Rechnung getragen wird. Dies diene einerseits dazu, dass ein sicherer Tauchbetrieb gewährleistet werden kann; andererseits auch dazu, dass die technische Ausrüstung möglichst wenig in Mitleidenschaft gezogen wird. (z.B. dadurch, dass erste Stufen der Leihgeräte nicht durch die Gäste gereinigt werden sollen oder aber dadurch, dass zum Nitrox-Check ein [druckminderndes] Adapterstück verwendet werden soll).


Guides und Helfer:

Jeder, der schon mal in Ägypten war, weiß um die erheblichen Mentalitätsunterschiede im Vergleich zu Deutschland. Zunächst einmal ist es eine Geschäftsentscheidung, [im Wesentlichen] ausschließlich mit Ägyptischem Personal zu arbeiten. Um dennoch die hohen Qualitäts-Anforderungen, die Gäste an eine Deutsch geführte Tauchbasis haben, erfüllen zu können, würden die Ägyptischen Basis-Mitarbeiter kontinuierlich zur konsequenten Einhaltung der festgelegten Basis-Regeln angehalten. Auch hier sei es aufgrund der Vielzahl der Gäste einerseits, aber auch aufgrund des tendenziell eher ´stoischen Verhaltens´ der Ägypter leider nicht in jedem Falle möglich, den individuellen Erwartungshaltungen und Erfahrungen in jedem Falle gerecht zu werden.


Kontroll- und Sicherheitsmechanismen:

Unsere Hinweise dazu, dass die Kontrollmechanismen - so wie sie zum Zeitpunkt unseres Besuches gelebt wurden - nicht gegriffen haben und damit aus unserer Sicht letztendlich lediglich eine unnötige Restriktion darstellten, haben wir ausführlich diskutiert. Diese Diskussion hier im Einzelnen nachzustellen, würde sicher den Rahmen sprengen. Werner hat sich diejenigen Hinweise mit Relevanz für die Sicherheit der Gäste (insbesondere Anwesenheitskontrollen bei Boots-Tauchgängen) und die Einheitlichkeit der Abläufe nochmals notiert, um diese im Rahmen von Team-Besprechungen adäquat zu adressieren.


Weitere Aspekte:

Last not least haben wir weitere Aspekte angesprochen, die wir in unserem Bericht (aufgrund seines Umfanges) erst gar nicht mehr erwähnt hatten. Hierbei ging es insbesondere um teilweise befremdliche Verhaltensweisen des deutschsprachigen Staff sowie fehlende klare Abgrenzungen von Verantwortlichkeiten, die in einzelnen Situationen für Konfusion unter den Gästen gesorgt hatten. Auch diese Punkte hat Werner nochmals aufgenommen, um sie in den Staff-Meetings anzusprechen.


Einige der von uns angesprochenen Punkte ließen Werner - wie er es ausdrückte - ´nicht gerade jubeln´. Von daher bedankte er sich ausdrücklich für die von uns angesprochenen Verbesserungs-Potentiale. Viele im Laufe der Jahre kontinuierlich weiter verbesserten Abläufe gingen auf entsprechende Anregungen insbesondere der eher erfahreneren Gäste zurück. Als Ausdruck seines Danks und als Zeichen dessen, dass wir an dieser Basis immer willkommen seien, lud er uns zu zwei kostenlosen Tauchgängen am Hausriff ein, wenn wir mal wieder in der Gegend seien.


Unser persönliches Fazit:

Im wesentlichen bestätigt uns dieser Kontakt darin, dass Water World eine im Grunde gute Basis ist. Von daher erweitern wir die Liste unserer Bewertungen um einen Punkt, nämlich:

+ professioneller Umgang mit Kritik und Verbesserungsvorschlägen


Allzeit Gut Luft
Christof + Gudrun