April 2006Bevor ich zur eigentlichen Bewertung de ...
April 2006
Bevor ich zur eigentlichen Bewertung der Tauchbasis komme, möchte ich kurz etwas zum Sinn dieser Bewertungsseite schreiben.
Wenn ich mir die fast durchgängig sehr positiven Bewertungen anschaue, verstehe ich die Welt nicht mehr. Eine Tauchbasis, die einen guten Job macht, mit freundlichem Personal und einwandfreier Ausrüstung, sollte doch selbstverständlich sein. Wieso bekommt so eine Basis dann sechs Flossen? Drei Flossen sollten hier doch genügen! Oder wie will man sonst Basen beurteilen, die wirklich überdurchschnittlich arbeiten?
Jetzt zur Basis...
Meine Frau und ich sind an unserem zweiten Tag auf Koh Samui mit dem Taxi zu den Calypsodivers gefahren. Empfangen wurden wir hier von Tauchlehrer Dominik und Basis-Chef Peter. Nach Klärung der Möglichkeiten und Preise habe ich mich dann für den nächsten Tag zum Tauchen angemeldet. Meine Frau hat auch eingecheckt, da sie später mit zum Schnorcheln wollte.
Etwas merkwürdig finde ich die Praxis, dass 1000 Baht pro Person als Pfand/Vorschuss für die Fahrt mit der Fähre bezahlt werden sollen, obwohl nur ich zunächst am nächsten Tag allein mit zum Tauchen fahren wollte.
Am nächsten Tag wurde ich dann pünktlich am Hotel von einem Sammelbus abgeholt und zum Fähranleger gebracht. Hier angekommen, war dann vom Personal niemand zu finden, und man stand erst mal etwas irritiert herum, weil niemand wusste, wie es jetzt weitergeht.
Nach etwa 20 Minuten erschienen dann die Leute von der Basis. Als erstes wurde die Vollzähligkeit der inzwischen eingetroffenen anderen Taucher festgestellt und dann die Brevets der Taucher eingesammelt - als Pfand, bis die Rechnung bezahlt ist (hab ich auch noch nie erlebt!!!).
Die beiden Tauchlehrer Achim und Yvonne haben uns den weiteren Ablauf erklärt und wir sind dann gemeinsam auf die Fähre. Das Schiff legte um kurz nach 8.00 Uhr ab, so dass man ca. 45 Minuten am Anleger vertrödelte. Die Überfahrt bis Koh Tao dauert ca. 2 Stunden.
Angekommen auf Koh Tao wird dann auf ein Schlauchboot direkt von der Fähre aus übergesetzt und man wird zum eigentlichen Tauchschiff gebracht. Hier angekommen findet man sich dann auf dem Oberdeck ein. Üblicherweise kann man sich dann dort erst einmal einen Platz suchen, da Übernachtgäste auf dem Boot sind, die wirklich jeden freien Platz mit irgendwelchen Klamotten belegt haben. Jetzt ist dann der Zeitpunkt, die Ausrüstung klarzumachen. Man hat noch Zeit, einen Kaffee oder Wasser zu trinken. Andere Softdrinks müssen bei der Stammbesatzung gekauft werden. Jetzt ging es dann zum ersten Mal ins Wasser (ca. 11.00 Uhr).
Die Tauchlehrer kennen das Revier sehr gut, Briefing und Nachbesprechung waren auch O.K. Nach dem ersten Tauchgang werden sofort die Flaschen gewechselt und man kann dann Mittagessen. Das Essen ist landestypisch - Thaifood. Außerdem gibt es Bananen, Ananas und Kekse.
Nach einer knappen Stunde geht es dann zum zweiten Tauchgang. Auch hier läuft alles wie beim ersten Tauchgang. Aber jetzt wird’s stressig!!! Unmittelbar nachdem man aus dem Wasser draußen ist, muss die Ausrüstung wieder verpackt werden (ich hatte eigenes Equipment dabei), so dass man die Sachen noch nicht einmal zum Trocknen aufhängen konnte. Man hatte gerade noch Zeit, sich umzuziehen und das Logbuch zu schreiben und schon wurde wieder auf die Fähre umgesetzt. Es folgte nun wieder die 2-stündige Fahrt bis Koh Samui.
Dort angekommen dann das nächste Highlight. Hier stehen ca. 10 bis 15 Vans und man muss sich erst mal durchfragen, welcher einen nun zum Hotel zurückbringt. Man muss hier bedenken, dass mit der Fähre ca. 150 Leute ankommen, die alle auf diese Vans stürzen...
Nachdem ich mich erfolgreich durchgefragt hatte, tauchte dann auch der Basis-Chef auf. Das einzige, was von ihm noch kam, war die Frage "Wie war’s?" und "Schönen Abend noch!". Die Tauchlehrer, die auch dabei waren, hatten nach der Rückkehr erst einmal genug damit zu tun, die gesamte Ausrüstung wieder zu verstauen.
Besonders positiv möchte ich aber noch den Tauchlehrer Achim hervorheben. Er hat es mit sehr viel Einfühlungsvermögen geschafft, meine Frau, die seit einem schlecht gelaufenen Schnuppertauchen seit Jahren unter großer Angst vorm Tauchen litt, unter Wasser zu bringen und ihr ein tolles, erstes Taucherlebnis zu ermöglichen!!!
Schlusswort:
Die Organisation könnte mit Sicherheit verbessert werden (die anderen Basen arbeiten aber, was den Transfer und die Überfahrt angeht, genauso). Ob nun die Softdrinks im Preis enthalten sein sollten, wie bei eigentlich allen anderen Basen, die ich bisher gesehen habe...? Jedenfalls sollten sie, wenn sie eben nicht enthalten sind, dann zum Selbstkostenpreis an die Gäste weitergegeben und nicht zum üblichen Restaurantpreis verkauft werden.
Die Tauchlehrer sind wirklich alle nett und hilfsbereit. Der persönliche Kontakt zu den anderen Tauchern und zur Basis bleibt leider auf der Strecke, weil man sich ja nicht an der Basis trifft. Allgemein wird wirklich versucht, auf alle Wünsche der Gäste einzugehen.
Im Prinzip läuft alles ganz gut, es gibt aber nichts, was besonders hervorzuheben wäre.
Ich vergebe deshalb 3-4 Flossen.
Bevor ich zur eigentlichen Bewertung der Tauchbasis komme, möchte ich kurz etwas zum Sinn dieser Bewertungsseite schreiben.
Wenn ich mir die fast durchgängig sehr positiven Bewertungen anschaue, verstehe ich die Welt nicht mehr. Eine Tauchbasis, die einen guten Job macht, mit freundlichem Personal und einwandfreier Ausrüstung, sollte doch selbstverständlich sein. Wieso bekommt so eine Basis dann sechs Flossen? Drei Flossen sollten hier doch genügen! Oder wie will man sonst Basen beurteilen, die wirklich überdurchschnittlich arbeiten?
Jetzt zur Basis...
Meine Frau und ich sind an unserem zweiten Tag auf Koh Samui mit dem Taxi zu den Calypsodivers gefahren. Empfangen wurden wir hier von Tauchlehrer Dominik und Basis-Chef Peter. Nach Klärung der Möglichkeiten und Preise habe ich mich dann für den nächsten Tag zum Tauchen angemeldet. Meine Frau hat auch eingecheckt, da sie später mit zum Schnorcheln wollte.
Etwas merkwürdig finde ich die Praxis, dass 1000 Baht pro Person als Pfand/Vorschuss für die Fahrt mit der Fähre bezahlt werden sollen, obwohl nur ich zunächst am nächsten Tag allein mit zum Tauchen fahren wollte.
Am nächsten Tag wurde ich dann pünktlich am Hotel von einem Sammelbus abgeholt und zum Fähranleger gebracht. Hier angekommen, war dann vom Personal niemand zu finden, und man stand erst mal etwas irritiert herum, weil niemand wusste, wie es jetzt weitergeht.
Nach etwa 20 Minuten erschienen dann die Leute von der Basis. Als erstes wurde die Vollzähligkeit der inzwischen eingetroffenen anderen Taucher festgestellt und dann die Brevets der Taucher eingesammelt - als Pfand, bis die Rechnung bezahlt ist (hab ich auch noch nie erlebt!!!).
Die beiden Tauchlehrer Achim und Yvonne haben uns den weiteren Ablauf erklärt und wir sind dann gemeinsam auf die Fähre. Das Schiff legte um kurz nach 8.00 Uhr ab, so dass man ca. 45 Minuten am Anleger vertrödelte. Die Überfahrt bis Koh Tao dauert ca. 2 Stunden.
Angekommen auf Koh Tao wird dann auf ein Schlauchboot direkt von der Fähre aus übergesetzt und man wird zum eigentlichen Tauchschiff gebracht. Hier angekommen findet man sich dann auf dem Oberdeck ein. Üblicherweise kann man sich dann dort erst einmal einen Platz suchen, da Übernachtgäste auf dem Boot sind, die wirklich jeden freien Platz mit irgendwelchen Klamotten belegt haben. Jetzt ist dann der Zeitpunkt, die Ausrüstung klarzumachen. Man hat noch Zeit, einen Kaffee oder Wasser zu trinken. Andere Softdrinks müssen bei der Stammbesatzung gekauft werden. Jetzt ging es dann zum ersten Mal ins Wasser (ca. 11.00 Uhr).
Die Tauchlehrer kennen das Revier sehr gut, Briefing und Nachbesprechung waren auch O.K. Nach dem ersten Tauchgang werden sofort die Flaschen gewechselt und man kann dann Mittagessen. Das Essen ist landestypisch - Thaifood. Außerdem gibt es Bananen, Ananas und Kekse.
Nach einer knappen Stunde geht es dann zum zweiten Tauchgang. Auch hier läuft alles wie beim ersten Tauchgang. Aber jetzt wird’s stressig!!! Unmittelbar nachdem man aus dem Wasser draußen ist, muss die Ausrüstung wieder verpackt werden (ich hatte eigenes Equipment dabei), so dass man die Sachen noch nicht einmal zum Trocknen aufhängen konnte. Man hatte gerade noch Zeit, sich umzuziehen und das Logbuch zu schreiben und schon wurde wieder auf die Fähre umgesetzt. Es folgte nun wieder die 2-stündige Fahrt bis Koh Samui.
Dort angekommen dann das nächste Highlight. Hier stehen ca. 10 bis 15 Vans und man muss sich erst mal durchfragen, welcher einen nun zum Hotel zurückbringt. Man muss hier bedenken, dass mit der Fähre ca. 150 Leute ankommen, die alle auf diese Vans stürzen...
Nachdem ich mich erfolgreich durchgefragt hatte, tauchte dann auch der Basis-Chef auf. Das einzige, was von ihm noch kam, war die Frage "Wie war’s?" und "Schönen Abend noch!". Die Tauchlehrer, die auch dabei waren, hatten nach der Rückkehr erst einmal genug damit zu tun, die gesamte Ausrüstung wieder zu verstauen.
Besonders positiv möchte ich aber noch den Tauchlehrer Achim hervorheben. Er hat es mit sehr viel Einfühlungsvermögen geschafft, meine Frau, die seit einem schlecht gelaufenen Schnuppertauchen seit Jahren unter großer Angst vorm Tauchen litt, unter Wasser zu bringen und ihr ein tolles, erstes Taucherlebnis zu ermöglichen!!!
Schlusswort:
Die Organisation könnte mit Sicherheit verbessert werden (die anderen Basen arbeiten aber, was den Transfer und die Überfahrt angeht, genauso). Ob nun die Softdrinks im Preis enthalten sein sollten, wie bei eigentlich allen anderen Basen, die ich bisher gesehen habe...? Jedenfalls sollten sie, wenn sie eben nicht enthalten sind, dann zum Selbstkostenpreis an die Gäste weitergegeben und nicht zum üblichen Restaurantpreis verkauft werden.
Die Tauchlehrer sind wirklich alle nett und hilfsbereit. Der persönliche Kontakt zu den anderen Tauchern und zur Basis bleibt leider auf der Strecke, weil man sich ja nicht an der Basis trifft. Allgemein wird wirklich versucht, auf alle Wünsche der Gäste einzugehen.
Im Prinzip läuft alles ganz gut, es gibt aber nichts, was besonders hervorzuheben wäre.
Ich vergebe deshalb 3-4 Flossen.
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