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Bewertungen(30)

Grundel31Rescue1500 TGs

Bastianos Lembeh 2017

Ein Hoch auf die Lembeh, ein Hoch auf' s Bastianos

Auch das zweite Mal wurden wir nicht enttäuscht.
Das Bastianos Lembeh wartet mit überaus freundlichem und zuvorkommendem Service in allen Bereichen auf.
Juni-Juli 2017
Sulawesi empfängt uns recht freundlich mit Sonnenschein.
Gespannt welche Critters uns dieses Mal vor die Linse schwimmen werden, vergeht die 1 1/2 stündige Fährt vom Flughafen Manado nach Bitung wie im Flug. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Drogeriemarkt, zwecks Antibrumm, heißt hier Soffel, sehr ratsam. Am Hafen in Bitung werden schon erwartet und freundlich begrüßt.
Auf der Fahrt zum Resort bekommt man den ersten Eindruck wo hier in nächster Zeit getaucht wird. Etwas befremdlich ist es schon zwischen all den teilweise doch stark verrosteten Kähnen.
Wie schon beim letzten Mal kann man es sich nicht vorstellen, dass in dieser Schifffahrtstrasse die unglaublichsten Meerestiere beheimatet sein sollen.

Kurze Zeit später steht Thomas, der Manager des Resorts Spalier.
Herzlich umarmt er uns.
Nach einem ausgedehnten Briefing über die Neuerungen, wie wir haben jetzt auch Solar auf den Dächern jedes Bungalows und Alutrinkflaschen für jeden von Euch um dem Plastikmüll entgegenzuwirken und das Spa ist fertig, und und und, gibt es jetzt erst einmal ein kaltes Bintang, klar wir kommen aus Bayern.

Das Abendessen wie auch das Frühstück und Mittagessen kann vom Buffet gewählt werden. Da ich Gemüse und Salat liebe, hatte nichts zu bemängeln. Habt ihr schon mal Salat mit Paprika und Bananen oder Ananas gegessen? Verglichen mit der Küche des Bastianos auf Bunaken schneidet hier das Resort vielleicht etwas schlechter ab. Was dem ganzen aber keinen Abbruch tut zumal der Service sehr aufmerksam und überaus freundlich ist.

Die Müdigkeit macht sich breit und wir gehen in unseren Bungalow, dieses Mal hatten wir einen, mit Blick auf die Lembeh gewählt.
Das Bett ist mit Blümchen dekoriert, wie übrigens jeden Tag. Sehr komfortabel die Matratzen, ob wir hier so gerne um 6.00 in der Früh aufstehen werden wage ich zu bezweifeln. Kurz noch eine Dusche, muß schon sagen alles picobello sauber und das blieb auch so die ganze Zeit.

Am nächsten Morgen stehen wir schon in den Startlöchern.
59 Dives pro Person müßen abgetaucht werden in 19 Tauchtagen , ob wir das schaffen und die Ohren durchhalten werden, na mal sehen.

Ratsam ist es, sich eine persönliche Liste zu erstellen, mit den Tierchen, die man gerne zu Gesicht bekommen und ablichten möchte.
Damit auch der Guide Bescheid weiß in welche Richtung man tendiert, sollte man ihm vorher sagen in welche Richtung man tendiert, Macro, Supermacro oder darfs noch a bisserl kleiner sein?
Der Tauchtag beginnt mit 2Tauchgängen, gestartet wird um 7.30 direkt vor dem Hotel.
Sehr angenehm hier gibt es neben der Basis für die Fotografen und Filmer einen separaten Kameraraum mit 2 vorgelagerten Wasserbecken ausschließlich für Kameraequipement.
Jeder bekommt ein mit seinem Namen versehenes Handtuch und Becher ausgehändigt sowie eine kurze Einweisung über die Regeln an Bord. Danach geht es endlich los. Positiv, jedes der einzelnen Boote ist mit einer eigenen Toilette ausgestattet.
Getaucht wird normalerweise im Trio, ein Guide zwei Touris, vorallem bei Fotografen sehr angenehm.
Nachdem der Tauchplatz erreicht ist, viele liegen direkt vor der Haustür und das Briefing abgehalten wurde tauchen wir hinab in das Critterparadies.
Die Tauchgänge liegen meistens auf maximal 25 Meter, nichtsdestotrotz ist es ratsam bei einem längeren Aufenthalt und mehreren 75 Minuten Tauchgängen, mit Nitrox zu tauchen, die Nullzeit schwindet rasend.
Wir werden nicht enttäuscht unser Guide Bool findet unsere Wunschtiere und nicht nur diese sondern noch viele mehr, er weiß auch all die Namen dieser Kreaturen, sogar auf Latein.
Für die nächsten Tage ist Bool unser Sucher und Finder und vor allem derjenige der immer dafür sorgt, dass wir auch gemeinsam wieder auftauchen, nicht so einfach bei zweien die ständig nur durch den Sucher ihrer Kamera schauen.
Die Oberflächen Pause an Bord des Boots wird genutzt um sich mit den anderen Tauchern und Guides über das Erlebte auszutauschen. Gereicht werden Tee, Kekse und zuckersüße Ananas. Sollte man sich über den Namen der Tierchen im Nachhinein nicht mehr sicher sein, stehen einem zur Bestimmung im Restaurant jede Menge Lektüre zur Verfügung. Ein kleiner Tip von unserer Mitreisenden Sonya, macht einfach ein Foto von der allgegenwärtigen Schreibtafel eures Guides, auf dieser wird wenn Ihr es wünscht, stets das Gesehen festgehalten.
Nach dem zweiten Tauchgang geht es zurück ins Resort.
Mittagessen und kurzer Besuch am Pool. Sehr schön, hier erwartet uns auf jeder Liege ein kuscheliges Handtuch, ordentlich gefaltet mit der Aufschrift Bastianos Lembeh.
Um die Seele baumeln zu lassen haben wir leider nicht sehr lange Zeit.
Um 14.30 ist Abfahrt, dritter Tauchgang, wem es danach noch nicht reicht, kann noch einen späten Tauchgang am Nachmittag dranhängen um die Mandarinfische zu sehen oder einen Nachttauchgang unternehmen um vielleicht den spektakulären Bobbit-Wurm zu finden.
Mit Blick auf die Lembeh lassen wir den Tag an der gemütlichen Bar ausklingen. Ausgestattet mit einer stattlichen Anzahl von Cocktails gibt es auch hier nichts zu bemängeln.
Die nächsten Tage gestalten sich ähnlich außer, dass das Wetter nicht mehr ganz so mitspielt.
Die Wassertemperatur sinkt und der ein oder andere Guide erkrankt.
Für uns heißt das jetzt wir "dürfen" mit Opo tauchen. Er ist ein alter Hase und kennt wirklich die ganze Lembeh in und auswendig. Seine Augen sind zwar schon etwas älter aber oho, er findet auch Shaun the Sheep zum 3ten Mal für uns.
Wie ein Ping Pong Ball flitzt er Unterwasser hin und her und sucht permanent nach irgendwelchem Kleingetier. Aus ist's mit der Gemütlichkeit.
Jetzt müßen wir uns umstellen. Wir finden ihn klasse, immer zu Späßen aufgelegt Über als auch Unterwasser. Stets mit der Nase im Sand um auch nach 75 Minuten vielleicht auf 4 Meter noch etwas zu finden.
Empy ist uns von unserem letzten Besuch sehr ans Herz gewachsen. Er begleitet uns bei einigen unserer Tauchgänge, findet meines Erachtens Dinge die viel zu klein sein müßten um überhaupt Augen zu haben. Für ganz kleine Krümel sollten wir das nächste Mal eine Macro Linse mehr im Gepäck dabei haben.
Nachdem das Wetter uns nicht ganz so wohl gesonnen ist, wird Neopren und leider auch Blei mäßig aufgerüstet. Es dauert nicht lange und der Rücken schmerzt. Ich nutze dies und statte dem Spa einen Besuch ab. 1 Stunde lang werde ich von einer kleinen Frau mit winzigen aber starken Händen massiert. Eigentlich bin ich in Urlaubsländern mit Massagen eher vorsichtig, aber das hier schreit geradezu nach Wiederholung. Dass die Massage ein Muß ist, und auf jeden Fall zumindest einmal gebucht werden sollte, bestätigen uns 2 Physiotherapeuten beim Abendessen.
Ein Gähnen kündigt sich an. Noch nicht einmal 22.00 Uhr. Wie wäre das wohl ohne Nitrox.
Die Tage vergehen und immer näher rückt der Abschied.

Was sollen wir sagen alle unsere Critter-Wünsche wurden mehr als erfüllt.
Das Paket von 59 Tauchgängen pro Person sogar gesprengt.
Ein Abschiedslied, das für uns am letzten Abend im Restaurant gesungen wurde rührte uns alle zu Tränen.
Fazit:
Sicherlich findet man immer etwas das bemängelt werden kann.
Vor dem Resort liegt schon mal die ein oder andere Plastikflasche am kleinen Strand, ( wir sind in der Lembeh, Indonesien, Sulawesi)
Nicht immer ist der W-LAN Empfang gut, ( ich bin im Urlaub!!!)
Hoppla ein Käfer, (wir sind in den Tropen) .
Das Essen könnte laut manchen Mittauchern etwas abwechslungsreicher oder üppiger sein.
Der Pool noch öfter gereinigt und von Blättern beseitigt werden als es eh schon gemacht wird ( es stehen Laubbäume rund um den Pool und es gibt Wind).
Ein Aufenthalt im Bastianos Lembeh ist auf jeden Fall eine lange Anreise wert.
Wir waren 2x da und werden wiederkommen.
Uns überzeugt das Gesamtpaket umgeben von einem herzlichen Ablauf mit stetigem ehrlichem Lächeln.
Danke Thomas und Debbie sowie dem gesamtem Team.
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