„LOS ALLE IN DEN BUSS…“ und „Hurry up guys, the b ...
„LOS ALLE IN DEN BUSS…“ und „Hurry up guys, the boat is waiting…“ schallt es in meinen Ohren. Die große Traube der anderen Taucher folgte diesem Ruf und bewegte sich, fast schon wie ein Fischschwarm, den wild gestikulierenden Zeichen der Guides folgend, in eine Richtung. Gut in einen dieser Busse mussten wir auch aber irgendwie kam das bei uns ganz anders rüber. Als Zeichen des Aufbruches gab Armin nur ein Grinsen von sich…
So oder ähnlich fangen viele Tage bei Armin’s Diveteam an. Irgendwie kann man dieser „Taucherabfertigung“ der „Anderen“ von Anfang an nur ein überhebliches Lächeln erübrigen, während man sein exklusives Briefing genießt. Hektik? Was ist das?
Ich war vom 6.10. bis 16.10. zu Gast bei Armin und Sylvia, habe dort meinen AOWD und EAN Diver gemacht. Aufgenommen wird man in die etwas eigentümliche ( im positiven Sinne ) Atmosphäre mit Herzlichkeit und das sehr familiäre Ambiente lässt keine Zweifel: „Ich bin im Urlaub…“. Die Ausbildung findet ( soweit wie nötig ) am Hausriff bzw. im Wohnzimmer auf dem Sofa ( familiär halt ) statt bei Kaffe oder anderen kalten Getränken. Gelernt wird zwar im Eigenstudium aber Fragen bleiben trotzdem nie offen. Theorie und Praxis gehen Hand in Hand und man fühlt sich irgendwie gut aufgehoben. Man merkt halt, dass Armin das schon ne ganze Weile macht.
Das Hausriff an sich kann sich mehr als sehen lassen hier tummelt sich so ziemlich alles was das Taucherherz begehrt: Riesenkugelfische, Tintenfisch, Nemos, Blaupunktstechrochen usw. Alles so in Tiefen zwischen 10 und 7 m ( bei Ebbe eventuell auch n bissl flacher ). Ideal für Anfänger, zum Eingewöhnen oder halt für die Ausbildung. Auch wer in Ruhe und völlig allein ( nat. mit Buddy ) einfach mal relaxen möchte kommt hier voll auf seine Kosten. Für Nichttaucher/Schnorchler ist das Riff ebenfalls ein Fenster zur unendlichen Vielfalt der Unterwasserwelt. Das ganze ist in einer malerischen Bucht ( Ao Sane ) gelegen. Dort gibt’s n kleinen Bungalow zum Sachen unterstellen, auf`’s Meer schauen oder einfach nur n Bierchen genießen. Direkt am Strand befindet sich n kleines Restaurant, wo man den Abend schon mal schön gemütlich ausklingen lassen kann.
Seit neuestem kann man auch zu völlig unberührten Tauchplätzen rund um die Südspitze Phukets aufbrechen, Armin ist ( extrem ) stolzer Besitzer eines Schlauchbootes. Mit selbigen kann man nun ganz nach Lust und Laune getreu dem Motto: „oh guck mal da sieht’s gut aus…“ *platschinswasserfall* tauchen gehen.
Tagestouren werden natürlich ebenfalls angeboten, und zwar zugeschnitten auf die ganz individuellen Wünsche der Gäste. Wer nicht weiß wohin und wann und überhaupt kann sich auch ganz auf Armin verlassen, sein Masterplan ist bisher noch immer aufgegangen. Als sehr kleine und private Gruppe erfreut man sich an einer etwas anderen Führung, die nicht auf das schnelle Abfertigen der Taucher ausgelegt ist. Das beginnt beim Briefing und endet beim exklusiven Dekobier noch auf dem Schiff. So kommt es auch vor das 20 Taucher ein und denselben Platz betauchen, und man sieht die anderen beim Abstieg und dann erst wieder auf dem Boot. Der einzige Zeitpunkt, zu dem etwas Aufregung aufkommt ist der in dem man ins Wasser springt. Es springen ja fast alle gleichzeitig und Armin drängt doch zur Eile, damit man etwas Abstand zu den anderen gewinnt.
Mit dem Tauchen hört das Entertainment aber nicht auf. Kein Bock auf tauchen? Kein Problem Armin organisiert auch so ziemlich alles andere. Abendliche Treffen mit Zwerchfellzereisprobe oder morgendlich Kopfschmerzen ( „Ich hol dich dann morgen doch erst um 11 ab…“ ) oder beidem sind immer drin.
Wenn der geneigte Leser nun denkt: „Mensch was n Schleimer, wieder so n sechs Flossenverbrater…“ so kann ich nur sagen stimmt! Ich gebe 6 Flossen! Nicht weil ein staubfreies, neonbeleuchtetes Office in bester Stadtlage vorhanden ist, das gibt’s nämlich nicht! Nicht weil man in klimatisierten Bussen herumgefahren wird ( es geht nichts über den Transport im Beiwagen des Mopeds ), der ist nämlich nicht klimatisiert! Nicht weil man von bunten Plastikschreibunterlagen besonders nett irgendwo hindirigiert wird, solche Dinge gibt’s nämlich auch nicht! Sondern weil Armin’s Diveteam nicht versucht irgendwie zu sein wie man nicht ist. Hier ist nichts gespielt ( und wenn dann extrem gut ), hier merkt man, dass man gern gesehen ist und nicht nur Teil irgendeines Jobs. Wer individuelles, exklusives ( nicht vom Preis her ) Tauchen sucht und sich auf den speziellen Charme einlässt, der wird ein paar unvergessliche Tage erleben. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen, mir wurden schließlich Mantas versprochen…