Armins Diveteam, Phuket (Inaktiv)

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Tsunami: Wie wir das Erdbeben auf Phuket, Nai Har ...

Tsunami: Wie wir das Erdbeben auf Phuket, Nai Harn erlebt haben
Zuerst einmal: wir sind vor allem glücklich, dass wir noch leben und das haben wir in 1. Linie unserem Tauchausflug mit Armin zu verdanken.
Was geschah: Der Tag begann heute ziemlich früh, weil wir heute morgen um 8:00 Uhr aufgebrochen sind, um mit Armin’s Dive Team eine Tauch- und Schnorcheltour nach Rach Noi, einer Insel südlich von Phuket zu unternehmen.
Kurz bevor wir an der Insel ankamen, kam eine Meldung rein, dass es ein Erdbeben gegeben hatte und in Phuket eine große Flutwelle angekommen sei, die dort alles überflutet und sehr große Zerstörungen verursacht hatte.
Trotz dieser unglaublichen Meldung starteten wir zu unserem 1. Tauchgang, da bei uns alles ganz ´normal´ war und wir uns hinter der Insel sicher fühlten, kaum zu glauben für mich im nachhinein.
Aber, so glatt das Wasser an der Oberfläche war, um so mehr wurden wir in 15m Tiefe umhergewirbelt, ich hatte große Angst, einfach ins Meer hinaus gespült zu werden und hätten wir uns unter Wasser nicht krampfhaft an Felsen festgehalten, wäre dies wohl auch geschehen. Im Nachhinein ist uns klar, dass das die Flutwelle war, die sich unterirdisch aufgebaut hatte. Nach 19 Min. haben wir den Tauchgang abgebrochen und kurz darauf die Meldung erhalten, dass nun eine 10 Meter hohe Flutwelle in Phuket erwartet würde und dass es in der Region Phuket schon hunderte von Toten gegeben hätte. Diese Neuigkeit hat uns dann so geschockt, dass wir unser Mittagessen augenblicklich beendeten haben und zurück in Richtung Phuket gefahren sind.
Armin hat sich sehr darum bemüht, dass keine Panik in unserer Gruppe ausbrach, dass alle Ruhe bewarten und vor allem die Schwimmwesten tragen, mit denen Armin uns versorgt hatte. Das Meer war bei uns allerdings komplett ruhig, keine Flutwelle weit und breit in Sicht. Nach einigem hin und her hat uns die Küstenwache dann nach ein paar Stunden in Phuket an Land geholt und wir sind zurück zum Ao Sane, unserer Bungalow-Anlage direkt am Meer, gefahren. Schon auf dem Weg dorthin sahen wir die verheerenden Zerstörungen am Naiharn Beach, die in uns böse Vorahnungen hervorrief. Als wir dann unsere in weiten Teilen nicht mehr vorhandene Anlage sahen, kamen vielen die Tränen. Es war ein einziges Bild der Zerstörung: das Restaurant war komplett verschwunden und auch die Bungalows in erster Reihe vor dem Meer standen nicht mehr. So auch unsere Bungalows und damit auch alles, was wir nicht auf der Haut trugen. Zum Glück konnten wir noch einiges aus den Trümmern retten.
Augenzeugen erzählten uns später, dass unser Bungalow kurz von der Welle angehoben wurde und 2 Sekunden später komplett zerstört am Boden lag. Wären wir darin gewesen, was normalerweise um diese Uhrzeit (ca. 10 Uhr morgens) locker der Fall hätte sein können, wären wir sicher auf der Stelle tot gewesen.
Auch Armins Beach-Shop hat es schwer erwischt. Trotz seiner eigenen Sorgen hat er uns unheimlich lieb geholfen und wir sind sehr glücklich darüber, dass Armin uns erst mal bei sich aufgenommen hat und wir sogar noch einen richtig gemütlichen Abend bei ihm hatten.
Morgen müssen wir dann sehen, wie es mit unser Urlaub weiter gehen wird.
Viele Grüße von Euren glücklich darüber noch am Leben zu seienden Thailand-Urlaubern.
Regina