Deutsche Apnoe‑Nationalmannschaft triumphiert in Novi Sad

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29.06.2026 15:31
Kategorie: News

Sieben Goldmedaillen, Weltrekord, große Nachwuchs-Erfolge

Der Freitauchsport in Deutschland verzeichnet einen eindrucksvollen Aufschwung. Bei den CMAS Freediving Indoor World Championships 2026 in Novi Sad (Serbien) sicherte sich die Apnoe-Nationalmannschaft des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) insgesamt 17 Medaillen: siebenmal Gold, viermal Silber und sechsmal Bronze.

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Weiter sehr erfreulich: ein neuer Weltrekord, ein Masters-Europarekord sowie mehrere deutsche Bestleistungen waren zu bilanzieren. Dieses tolle Ergegbnis unterstreicht die positive Entwicklung des Sports in Deutschland.

Besonders auffällig war die Breite des Erfolgs: Athletinnen und Athleten aller Altersklassen trugen zum Medaillenspiegel bei. Nachwuchs-, Senioren- und Masters-Teams zeigten durchgängig starke Leistungen und demonstrierten die Tiefe des Leistungsstandes im VDST.

Weltrekord als sportlicher Höhepunkt

Den größten sportlichen Akzent setzte Heike Schwerdtner. In der Disziplin Statik tauchte sie 9:39 Minuten und stellte damit einen neuen Weltrekord auf, womit sie die Goldmedaille gewann.

Auch Nachwuchsathletin Josefine Fischer aus Leipzig zeigte sich sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden:

Nach einem schwierigen Start freut es mich besonders, mit zwei deutschen Rekorden und Platzierungen unter den besten zehn zu zeigen, wie stark sich der Freitauchsport in Deutschland entwickelt hat. Die WM war für mich persönlich und für das Team ein großer Erfolg“, sagt Josefine Fischer.

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Erfolgsrezept: Mischung aus Erfahrung und jungen Talenten

Zu den herausragenden Performances gehörte auch Hannelore Becker. Sie holte drei Goldmedaillen – in der Statik sowie in den Streckendisziplinen mit Mono- und Duo-Flossen – und stellte im Duo-Fin-Spearediving zusätzlich einen Masters-Europarekord auf.

Unsere Resultate zeigen, dass Freitauchen in Deutschland längst mehr als ein Nischensport ist. Zahlreiche Vereine investieren in Ausbildung und Wettkampfstrukturen, und das enge Zusammenspiel von Nachwuchs, Senioren und Masters zahlt sich aus. Das macht die Perspektiven unseres Sports sehr vielversprechend“, so Becker.

Auch die Jüngeren lieferten starke Leistungen: Elisa Hölzer gewann Silber und Bronze und stellte einen deutschen Jugendrekord auf. Alwin Müller sicherte sich jeweils Silber und Bronze in den schnellen Disziplinen.

Für meine Generation gibt es heute deutlich mehr Chancen zur Entwicklung als noch vor einigen Jahren. Teamunterstützung und professionelle Vorbereitung helfen enorm. Die Medaillen bei der WM sind für mich Ansporn, weiterzumachen“, erklärt Alwin Müller.

Erfolg basiert auf langfristiger Aufbauarbeit

Die Ergebnisse aus Novi Sad sind Ausdruck einer langfristigen, systematischen Entwicklung des Freitauchsports in Deutschland. Der VDST investiert seit Jahren in Ausbildung, Wettkampfstrukturen und Nachwuchsförderung. Das zeigt sich nicht nur in internationalen Erfolgen, sondern auch in steigenden Teilnehmerzahlen bei nationalen Wettkämpfen und einer wachsenden Sichtbarkeit des Freitauchens im Verband.

Die Weltmeisterschaft hat eindrucksvoll demonstriert, wie breit der Freitauchsport in Deutschland mittlerweile aufgestellt ist. Unsere Athletinnen und Athleten gewinnen Medaillen in allen Altersklassen und Disziplinen. Dieser Erfolg ist das Ergebnis jahrelanger Aufbauarbeit in Vereinen, Landesverbänden und im Nationalteam“, sagt Bundestrainer Werner Giove.

Medaillenbilanz Deutschland

7 × Gold
4 × Silber
6 × Bronze
1 Weltrekord
1 Masters-Europarekord
mehrere deutsche Rekorde

Deutsche Medaillengewinnerinnen und -gewinner

Heike Schwerdtner – Gold (Statik), Weltrekord
Elisa Hölzer (Junior) – Silber, Bronze, deutscher Jugendrekord
Alwin Müller (Junior) – Silber, Bronze
Hannelore Becker (Master) – 3 × Gold, Masters-Europarekord
Cathrin Schröder (Master) – 2 × Gold, 1 × Silber
Axel Haase (Master) – Gold, deutscher Masters-Rekord
Edmund Uwe (Master) – Silber, 2 × Bronze, deutscher Masters-Rekord
Uwe Kiehl (Master) – 2 × Bronze, deutscher Masters-Rekord

Kurzporträt Apnoetauchen

Apnoetauchen, auch Freitauchen genannt, ist die ursprünglichste Form des Tauchens. Die Athletinnen und Athleten legen Strecken zurück oder halten die Luft an – ausschließlich mit einem Atemzug und ohne Atemgerät. Im Wettkampfsport stehen neben körperlicher Leistungsfähigkeit insbesondere Konzentration, Technik und mentale Stärke im Mittelpunkt.

Weitere Informationen zum Sport, zu Regeln und zu den Vereinen bietet der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST): https://www.vdst.de/