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10 Tage Tauchsafari auf der MY INDO SYREN liegen ...

10 Tage Tauchsafari auf der MY INDO SYREN liegen nun hinter uns und diese Bewertung entsteht bei der 14-stündigen Rückfahrt nach Sorong , dem Ausgangspunkt der Reise. Aber von Anfang an. Hinreise mit Singapore Airlines über Singapore, danach mit Silk Air nach Manado, wo wir ein paar Eintauch- und Entspannungstage im Cocotinos Resort, Manado einlegten, bevor es dann mit Wings Air (gehört zur Lion Air, die gerade erst die größte Airbus-Bestellung aller Zeiten vorgenommen hat) in knappen zwei Stunden weiter nach Sorong geht. Derzeit mit einer ATR 72-500, die angesichts der kurzen Landebahn auf Sorong, die zwischen den Landungen als Fußballfeld und Spielplatz der umliegend wohnenden Jugendlichen fungiert, auch die wendigere Wahl ist, wenn - wie bei uns – gerade noch mal durchgestartet werden muß. Alternativ gibt es die Anreise über Jakarta oder Bali nach Sorong über Makassar mit Lion Air und von da mit Express Air nach Sorong. Derzeit spricht für den Flug über Manado, dass man auf dem Hinflug mit Wings Air kein Übergepäck bezahlen muß, dass Expressair jedoch einfordert. Auf dem Rückweg von Sorong verlangen alle Airlines (eine erträgliche) Gebühr (ca. 1Euro/Kilo).

Übernachtung im Royal Mamberano Hotel. Sauber, sogar mit einigen amerikanischen TV-Programmen und großer Speisekarte für das Abendessen. Abholung um 13 Uhr und Fahrt zum Liegeplatz der Indo Syren.

Bezug der Kabinen. Die Kabinennummer weiß man vorher und auf der Webseite von www.worldwidediveandsail.com kann man virtuell „seine´ Kabine vorab inspezieren. Generelles Boots-Briefing und Einräumen des persönlichen Gerödels. Staufächer gibt es zahlreiche, neben der Kabine auch auf dem Tauchdeck und im Salon, sodaß sich jeder perfekt organisieren kann und die Wege kurz sind, wenn gerade Sonnencreme, ein Maskenband oder die Kamera fehlen.

Die Tour wird je nach Wetter und Absprache mit anderen Safaribooten festgelegt . Es werden jedoch immer – wenn auch nicht immer in der gleichen Reihenfolge – Tauchplätze im Norden bei Waigo und im Süden rund um Misool angesteuert.

Unser Tagesablauf begann um sieben Uhr mit dem Aufstehen, acht Uhr der erste TG und dann der bekannte Wechsel zwischen Essen, Relaxen, Tauchen bis 20 Uhr, wo dann meist vier Tauchgänge abgearbeitet waren. Das Tauchen fand in drei Gruppen (2x6,1x 4 Taucher pro Guide) statt, wobei die Guides als „Angebot“ interpretiert werden müssen, nicht als „Tauchführer“, dem man bedingungslos folgen muß. In unserer Gruppe tauchten zwei dann auch für sich und stiessen erst gegen Ende des TG wieder zu uns. Wer sich also erfahren genug fühlt, ist nicht verpflichtet, nur mit Guide zu tauchen. Allerdings braucht man ein paar Tage, um die Strömungsarten hier selbst zu erkennen und dann auch ganz entspannt am Riffhaken hängen zu können, wenn man diese Erfahrung zum ersten Mal macht.

Generell waren bei uns die Strömungen zu handhaben und sollte es wirklich mal stark ziehen, wird entweder kehrt gemacht und der Fels im Zickzack von unten nach oben erobert oder man „fliegt“ bis zur nächsten Ecke, wo sich dann auch wieder eine geschützte Zone ergibt. Und nach kurzer Zeit genießt man es einfach, am Riffhaken eingehakt in der Strömung zu hängen und das Fischtreiben zu beobachten.Laut unserem Cruise Director Lisa waren wir aber aufgrund Vollmondes von den richtig kräftigen Strömungen verschont geblieben, die durchaus herrschen können.

Wir hatten eine ganz andere Vorstellung von Raja Ampat und hatten uns eine Vielfalt von verschiedensten Tauchplätzen vorgestellt. Aber bis auf den Tauchplatz „Manta Sandy“, der ein Sandplatz war, über dem an zwei kleinen Bommies Mantas kreisten, glichen sich alle anderen Tauchplätze. Meist war ein Stück Fels über Wasser sichtbar, der unter Wasser als teils Steilwand, teils flacher auslaufendes Riff weiterzog und sehr oft über eine Kuppe /Bergrücken mit einem weiteren Felsen verbunden war. Da diese „Ridges“ aber oft auf 15-25m verliefen, war es eine Frage der Strömung (und der persönlichen Kondition), ob man den gesamten Tauchplatz erkunden konnte oder nur den Fels.

Herausragend für Raja Ampat´s Unterwasserwelt sind die riesigen Korallen jeglicher Art. Ob meterhohe Fächerkorallen, riesige Gorgonien oder ein ganzer „Teppich“ aus gelben und orangen kurz gewachsenen Korallen, die das Riff komplett bedecken – alles ist hier im Überfluss und bei guter Gesundheit anzutreffen. Dazu kommen riesige Fischschwärme , von einer fast die Oberfläche verdeckenden Glasfischwolke hin zu Süßlippen und Füsilieren. Man sieht Fisch, Fisch, Fisch und ab und an auch mal einen Hai.

UW- Fotografen können das 100er Makro getrost zu Hause lassen. Mit dem 60er oder 18-55mm Objektiv ist man besser für Wobblegongs, Schildkröten, und Octopusse gewappnet und für die Mantas und Korallenaufnahmen ist dann das Weitwinkel angebracht. Obwohl wir bekennende Makro-Fotografen sind, haben wir außer ein paar Nacktschnecken und mageren Mini- Pygmies nicht viele Makrobilder geschossen. Es ist halt eher die Landschaft, die hier fasziniert, das Gesamtbild aus gesunden Korallen und Fischaction, als Bilder einzelner Kreaturen.

Das Schiff können wir getrost empfehlen. Neben dem generellen Komfort war die hilfsbereite Crew, die immer zur Hand war, ein Highlight, denn hier war Freundlichkeit nicht aufgesetzt sondern echt. Der Koch zauberte sehr leckeres Essen (immer Western und etwas Asiatisch) und deliziöse Snacks und die Cruise Directorin versuchte persönliche Wünsche und Anliegen umzusetzen, wann immer möglich.

Unsere Mitreisenden waren allesamt sehr Live-Aboard erfahrene Taucher, die in Summe schon alle Taucherhighlights auf den verschiedensten Kontinente bereist hatten, die Taucherfahrung schwankte von 150 – 700 TG.

Unser Tipp: wer sich für Raja Ampat interessiert, sollte jetzt dorthin reisen. In wenigen Jahren wird man nicht mehr alleine an den Tauchplätzen ankern, denn die Zahl der Safariboote steigt stetig. Und eine gute Reiseapotheke mitnehmen, denn man ist verdammt weit weg von der nächsten medizinischen Versorgungsmöglichkeit.


Divedeck


Kabine Nr. 2


SY Indo Siren


Landschaft Raja Ampat


Fahrt zum Tauchplatz


Essensbereich


Tauchplatz Manta Sandy


Tauchplatz Manta Sandy

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