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Stefan210225Padi AOWD99 TGs

Tauchsafari St. John’s vom 02.10.2008. bis 09.10. ...

Tauchsafari St. John’s vom 02.10.2008. bis 09.10.2008

Eigentlich wollten wir unsere Safari mit der Seawolf Soul machen. Da die Soul ausgebucht war bot man uns die Thunderbird zu gleichen Konditionen an. Unser „unterstütztes“ Schweizer Team reiste zu viert gemütlich nach Hurghada an.

Abends, nach einem kurzen Dekobier-Stop und einem fröhlichen Wiedersehen des Seawolf Teams in Ihrer Basis wurden wir von „dem“ Busdriver nach Port Ghalib geschaukelt. Seine Fahrkünste in der Nacht, zum Teil auch ohne Licht, im Gebetsbuch lesend und mancherorts im Leerlauf dahinrollend wurde für uns, mit arabischem Gedudel von Tonbandkasette berieselt, fast zum Horrortrip!
Nach gut 4 Stunden sind wir in Port Ghalib angekommen! Doch neue Probleme taten sich auf.
Wo geht’s zu den Booten? Es war alles abgesperrt und bewacht zum grossen Ende-Ramadan-Fest! Nachdem wir nochmals eine Stunde um den Hafen gekurvt sind hatte doch noch einer Erbarmen mit dem Fahrer und hat Ihm den Weg zu den Safaribooten so erklärt, dass wir, mit Gottes Hilfe, dort auch ankamen!

Begrüsst wurden wir von Tom & Dirk und sofort zum Boots Briefing in den Salon gebeten.
Die Bootsregeln sind unter anderem: „No go“ Zone des unteren Reling Bereichs inklusive Bug (Crewbereich), kein Porzellan oder Glas ausserhalb des Salons (Gilt nur für Gäste!), kein Rauchen auf dem Tauchdeck (die Crew hing ständig da und qualmte!) etc.
Zum Glück war die Ansprache auch mal zu Ende, war ja auch schon zur vorgerückten Stunde, so ca. 01:00 Uhr.

Die Formalitäten erledigt, noch schnell ausgepackt, das Tauchzeug aufgerödelt und endlich irgendwann frühmorgens gingen wir schlafen.
Nicht lange später so um 06:30 Uhr wurden wir schon geweckt. Es gab ein ausgiebiges Frühstück und wir, die Total 13Taucher, konnten danach das Boot das erste Mal bei Tageslicht erkunden. Die Hafenbehörde lies uns dann auch noch im Laufe des Vormittags auslaufen.

Es folgten weitere Briefings unserer Guides. Die Sicherheit stand an erster Stelle! Besonders gefallen hat mit die Instruktion des Bundeswehr-Sauerstoff-Koffers sowie den Gebrauch der Safety Boje
(zu kaufen für € 20.00 falls man keine hatte). Danach durften wir uns, in 2 Gruppen eingeteilt, bereit machen für den Check Dive.
Maske ausblasen, wiederfinden des Regulators, Fische & Riff anschauen und aufsteigen lassen der Sicherheits-Boje beim Safety-Stop standen in der Bucht von Marsa Shouna auf dem Programm.
Unser 4er Team wurde mit drei weiteren Gästen Tom zugeteilt. Akribisch kontrollierte er die Ausrüstungen, sogar die Länge der Bojenleine wurde zum Thema! Schlussendlich hüpften wir ins Wasser, abtauchen....
Die Sicht war auf ca. 2 bis 3 Meter beschränkt! Wir tauchten mit Tom auf ca. 12 m Tiefe, versammelten uns halbkreisförmig im Sand, warteten während Tom nervös umherpaddelte - warteten weitere Minuten und schauten uns ein wenig verdutzt an. Auf einmal sah ich im äussersten Blickwinkel meines Sichtfeldes etwas Grosses vorbeiziehen, wunderte mich ein wenig was war und wandte mich dann wieder meinen Buddies zu. Wir stellten fest, dass wir nur noch zu viert im Sand waren, beschlossen unseren TG fortzusetzen und ans Riff zu tauchen. In der trüben Suppe gab’s auch noch einige Fische zu sehen und nach 40 Min. tauchten wir zum Boot auf.
Auf unsere Fragen was los war bekamen wir von übrigen Drei unserer Gruppe mit, dass Tom das Kommando „Tauchgang abbrechen“ gegeben habe und sich mit seiner Safety-Boje aus ca.12m Tiefe einige Meter hochschiessen lies! Die Drei folgten Tom offenbar sofort an die Oberfläche während wir noch im Sand warteten.
Für mich persönlich war das Kapitel „Tauchen mit Tom“ abgeschlossen! Auch wusste ich jetzt, was ich da unten im Wasser sah! Fortan tauchten wir nur noch im bewährten „Schweizer 4er Team“!

Ich begrüsse die Sicherheits-Briefings und die zahlreichen Instruktionen! Auf keinem anderen Boot habe ich es so ausführlich erlebt wie auf der Thunderbird! Jedoch einen Check Dive unter so schlechten Bedingungen zu machen halte ich für äusserst fahrlässig!
Die Befürchtung stellte sich ein, dass unsere Guides Ihr Standard Tourenprogramm abspulten. Man ist immer nach Marsa Shouna gefahren und man wird immer nach Marsa Shouna zum Check Dive fahren! Sicher ist sicher!?

Es folgten ein weiterer Dive bei Abu Dabab IV, ein NCG (nice coral garden) und anschliessend die lange Fahrt in den Süden nach St. John’s. Die Bedingungen waren hervorragend, Sonnenschein & angenehmer Wind ca. 35° C, 29 °C im Wasser und wir tauchten den 2. Tag die Plätze am
Cave Reef, Gota Soraya, Um Aruk und zum Nightdive bei Abu Basala. Alles schöne NCG’s bis zu einer maximalen Tiefe von 25m.
Endlich am 3. Tag ein Drop Off, Habili Soraya, quasi eine freistehende Nadelspitze im Meer. Wir hatten das beste Timing und trotz der 7 Boote (!), die am Tauchplatz waren, tauchten wir ungestört von andern Tauchern auf maximal 40m. Grossfische waren leider keine zu sehen, wahrscheinlich hatte es einfach zu viel Lärm & Taucher.
Nun traten wir bereits den Rückweg nach Norden an und es folgten Paradise Reef, Abu Galawa Soraya, Gota Sioul, Shelanyat I, alles NCG’s.
Als kleines Zückerchen am 5. Tauchtag noch ein Drop Off bei Shab Sharm mit dem berühmten Langnasenbüschelbarsch an der Riff-Kante auf 27m. Ein schöner Weissspitzen Riffhai zog dann auch noch seine Runden verschwand aber bald im Blau.
Danach in Shaab Marsa Alam am Riff und die Frage tat sich auf, ob wir Elphinstone tauchen können. Unsere Guides belehrten uns sofort und eifrig mit der goldenen Deepblue Cruises Regel!!

Siehe: http://www.deepblue-cruises.com/deutsch/routen.html
Das Elphinstone Reef wird von uns nur angefahren, wenn die Wetterbedingungen es zulassen und nicht mehr als 5 Tauchboote dort liegen. Wegen der starken Frequentierung von Safari- und Tagesbooten besteht durch den ständigen Zodiak- und Bootsverkehr eine erhöhte Unfallgefahr.

Ich konnte es nicht so recht verstehen und ärgerte mich nur ein klein wenig!

Wir tauchten noch die NCG’s Abu Dabab III, nochmals zum Nightdive (ohne Alkohol!) Abu Dabab III, Abu Dabab I sowie bei besseren Bedingungen nochmals Marsa Shouna.

Grundsätzlich waren es sehr schöne Tauchplätze, viel Fisch, Kleinzeugs, schöne Korallen& Co.
Ohne Tauchzeitbeschränkung waren wir bis zu 90 Minuten am Bestaunen der Unterwasservielfalt.
Ich frage mich nur, weshalb wir den weiten Weg in den Süden gemacht haben.
Alle wollten sicher etwas Grosses zu sehen bekommen. Doch Grossfische soll es angeblich da unten auch immer weniger geben und die Standard Tourenplanung unsere Guides tat Ihr Bestes dazu.
Eher selten findet man Grosses in den schönen Korallengärten. Einige Drop Off mehr hätten es schon sein müssen!
Wenn es möglich ist in einer Nacht nach St. Johns zu fahren sollte es doch auch möglich sein, bei hervorragenden Bedingungen, etwas länger da unten zu bleiben und nicht schon, bei Halbzeit der Safari, den Rückweg anzutreten um dann noch Elphinstone auszulassen!


Hervorragend war einzig die Arbeit der 8 Mann Crew! Sie waren stets höflich und hilfsbereit.
Im Salon, auf Deck und insbesondere auf dem Tauchdeck war immer eine helfende Hand anzutreffen! Die Kabinen wurden täglich gereinigt. Der Kapitän manövrierte das Boot souverän und auch die Zodiac Boys verrichteten klasse Arbeit.
Die Mahlzeiten waren ausreichend und vielfältig! Es gab stets frisches Obst, knackige Salate, zart gedünstetes Gemüse und viel Fleisch & Fisch!


Die schönen Worte, auf der Deepblue Homepage anzutreffen: Damit die ´schönsten Wochen des Jahres´ auch zu diesen werden....wurden für mich nur zum Teil erfüllt!
Die etwas sonderbaren Guides Tom und Dirk haben es von Anfang an verpasst mir das Gefühl zu vermitteln willkommen & als Gast ernstgenommen zu sein!
Die seltsame Firmenpolitik von Deepblue Cruises tat ihr übriges dazu!




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