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p.hemmerthSSI MasterDiver81 TGs

Die Thunderbird ist ein Safariboot der Mittelkass ...

Die Thunderbird ist ein Safariboot der Mittelkasse. Die Kabinen sind mit je drei Kojen bestückt, wenn mit mehr als zwei Personen belegt würde es doch sehr beengt zugehen.
Das Essen wird landestypisch und ausreichend zubereitet.
Die Kabinen werden täglich gesäubert und es wird ein ordentlicher Standard erreicht.
Die Crew ist freundlich und stets hilfsbereit.
An Bord angekommen wird man von den Guides in Empfang genommen und bei einem ersten Briefing ´eingenordet´. Hier werden erst mal, in einem militärischem Ton, alle Regeln bekanngegeben und alle Tabuzonen für die Gäste unmissverständlich aufgezeigt. Man bekommt eine Wasserflasche in die Hand gedrückt, auf die man seinen Namen schreiben soll und die man dann die ganze Woche auffüllen kann. Tassen sind außerhalb des Salons, für Gäste, untersagt. Selbst mitgebrachte Hängematten dürfen nicht benutzt werden, auch wenn es niemanden, die Guides ausgenommen, stört. Alle selbst mitgebrachten Sachen, die gekühlt werden mussten durften nicht in den Kühlschränken deponiert werden. Alles was doch reingelegt wurde z.B. Schokolade, betrachteten die Guides als ihr Eigentum.
Hauptaugenmerk galt der Sicherheit an Bord, wobei hier etwas über das Ziel hinausgeschossen wurde. Man wird las Erwachsener entmündigt und fühlt sich wie in einer Jugendherberge untergebracht.
Beim Checkdive herrschten unwirtliche Bedingungen mit ca. 2 m Sicht. Dennoch beschloss der Guide den TG durchzuführen. Bei seiner Demonstration, wie man die safteyboje benutzen soll, setzte er diese in 12 m Tiefe und nahm entsprechend den Aufzug nach oben. Zeugt von großer Erfahrung!
Während der folgenden Tauchgänge waren die Guides ausschließlich damit beschäftigt Fotos zu schießen um am Ende der Safari ihre Fotos auf CD gebrannt zum Verkauf anzubieten. Hatte was von einer Kaffeefahrt, die meine Oma zu buchen pflegte.
Die Auswahl der Tauchplätze ließ sehr zu wünschen übrig. Kaum dropoffs. Deep South gilt als Safari mit Großfischgarantie, die findet man aber schwerlich in Korallengärten mit Maximaltiefen von 20-25 Metern.
Am zweiten Tag bei St. Johns wurde schon der Rückweg angetreten - warum?
Da die Anlage an Bord nicht mehr als 190 Bar in die Flaschen brachte, durften wir mit 30 Bar Restluft auftauchen. Ansonsten kein Zeitlimit - mussten aber auf die Uhr schauen, da die Guides gerne essen würden. Leider hat die Luft nur für 95 min. gereicht.
Beiden Guides fehlt die Begabung auf die Gäste einzugehen und eine homogene Gruppe zu formen. Gemeinsame Aktivitäten, Gespräche während der Pausen - Fehlanzeige. Der eine legte sich immer im Salon aufs Ohr der andere verzog sich immer außer Sichtweite. Nach dem Abendessen zogen sie sich grundsätzlich in ihren Kabinen zur Nachtruhe zurück.
Der Gipfel war die Frage eines Guides vor dem Nacht TG ob wir Alkohol getrunken hätten. Trotz unserer Verneinung, wobei schon die Frage völlig überflüssig war, wurde noch ein zweites und drittes mal nachgefragt, ob wir uns auch ganz sicher wären.
Wir sind doch keine pubertierenden Halbstarke.
Elphinstone = Fehlanzeige. Firmenphilosophie: wenn mehr als 5 Boote an Elphinstone liegen, wird nicht mehr hingefahren. Schätze diese Flotte wird diesen Tauchplatz nie wieder anfahren. Toll für die anderen.
Fazit: Noch nie zuvor hatte ich das Gefühl so unwillkommen zu sein. Hier geht es nur ums Geldverdienen. Das man seinen langersehnten Tauchurlaub in einer relaxten Atmosphäre verbringen möchte scheint von den Verantwortichen keinen zu interessieren. Hier wird ein Programm runtergespult, daß nicht im entferntesten individuell auf die sich an Bord befindliche Gruppe zugeschnitten wird.
Weitere Ausführungen erspare ich mir an dieser Stelle. Wer noch weitere Details haben möchte kann sich gerne melden.
Ich hoffe nur, ich gewinne die ausgeschriebene Safari mit DeepBlue nicht! Wäre eher Pech als Glück.
Es gibt so viele andere Anbieter bei denen man eine Safari buchen kann. Ergreift sie!!!
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