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PhönixCMAS****450 TGs

Tauchsafari BDE-Islands

Tauchsafari Ägypten 2019 – THUNDERBIRD / B – D – E Islands

10.10.2019 – 17.10.2019
Wir sind 14 Taucher und kennen uns alle von so manchen, gemeinsam erlebten Tauchabenteuern. Unsere bevorzugten Tauchziele sind mittlerweile die wunderschönen Riffe des Roten Meeres, die wir am liebsten mit unserer guten alten THUNDERBIRD von Deep Blue Cruises besuchen. Das Schiff ist sehr gut gepflegt und gewartet, vielleicht schon etwas in die Jahre gekommen, besticht aber immer noch durch seinen Charme, die Zweckmäßigkeit, die Sauberkeit und die hervorragende Versorgung durch die Crew. Die Küche an Bord war wie gewohnt umwerfend lecker, sehr vielfältig und 3x täglich ein Highlight (dazu Kaffee/Tee nachmittags mit frischem, warmem Kuchen oder frischem Obst). Der praktische und technische Service von der Crew (vom Kapitän, Seemann, Techniker bis zum Guide) ließ uns das oftmals schwierige Drumherum ums Tauchen völlig vergessen. Sie zogen uns die engen Gummis über die unnachgiebigen Körper, legten uns die schwere Ausrüstung an und hieften uns ins Zodiak. Dort auf schwankender Enge, zogen sie uns, die wir mittlerweile fast bewegungsunfähig waren, die Flossen an. Sie brachten uns zum Tauchplatz, setzten uns punktgenau ab und warteten in der Nähe konzentriert auf unser Wiederauftauchen. Mit schier übermenschlichen Kräften zogen sie die nasse, schwere Ausrüstung, sowie die noch schwereren Taucher ins Schlauchboot, fuhren uns zurück zum Schiff und zogen uns dort wieder aus dem Zodiak. Sie schleppten lachend die Ausrüstung an ihre Plätze, zerrten uns die Gummi’s wieder vom Leib und reichten uns Erfrischungen. Ächzend und stöhnend begaben wir uns erleichtert zum nächsten Essen.
Die Crew leistete hervorragende, schwere und unermüdliche Arbeit. Immer lächelnd, höflich und hilfsbereit. Auch ein Besuch bei Captain Gebril wurde freudig begrüßt. Gerne erklärte er uns seine Instrumente, seine Arbeit und erzählte ein wenig über sein Leben als Seemann. Wir bekamen von den beiden Guides – Anna und Moussa – immer ausführliche und sehr informative Briefings. Sie gaben sich alle Mühe, uns kompetent, informativ, hilfsbereit und freundlich durch die Safariwoche zu führen. Unsere Wunschziele waren die Brother Islands und das Daedalus-Riff. Dort wollten wir jeweils ein paar Tage bleiben. Der Plan wurde durch die Hai-Vorfälle von 2018 leicht geändert. Es durfte bei den Brother’s nicht mehr übernachtet werden. Wir waren gespannt, was die Untersuchungen und Beobachtungen der Haie vor Ort über den Winter 2018/19 an Erkenntnissen brachte. Bevor wir überhaupt die Brother’s erreichten, bekamen wir deshalb ein spezielles Briefing: Special briefing for diving with oceanic whitetips ! Die entsprechenden Verhaltensmaßregeln klangen zum Teil vernünftig und nachvollziehbar, zum Teil aber auch völlig abstrus und beunruhigend.
In der Nacht ging es los Richtung Brother’s.
Tauchen 06.30 Uhr – nur noch Zodiaktauchen – am Kleinen Bruder. Der erste richtige Tieftauchgang um die 35/40m. Hier ist es richtig tief. In ca. 80 m Tiefe käme ein Plateau, danach nur noch Tiefe. Nach kurzer Zeit der erste Grauhai. Eine große Schule Barrakudas. Etwas später ein desinteressierter Longimanus, und ein Hammerhai, der immer wieder abdrehte und zurückkam, um uns zu begutachten. Ein gelungener Anfang! Der 2. Tauchgang dieses Tages war am Großen Bruder. Während dem Ankern kam uns an der Wasseroberfläche ein Longimanus entgegen. Wir wurden wohl erwartet…. aber dann hatte er sich doch verkrümelt. Vorbereitet haben wir mehrere erwartet und keinen einzigen gesehen. Das Riff im Sonnenlicht ist umwerfend schön mit den üblichen Rifffischen und Korallen in allen Farben, Größen und Formen. Die Flötenfische schauen uns zutraulich nahe in die Masken und folgen uns und unseren Luftblasen.
In der Nacht fuhren wir Richtung Daedalus. Nächster Tag 05.30 Uhr: wie erwartet ankern noch weitere 5 Boote. Und es sollten noch mehr werden. Einige kamen wohl wie wir von den Brother’s . Es war plötzlich schwülwarm. Wir fuhren um 06.30 Uhr los. Rushhour am Daedalus-Riff! Mehrere Zodiak’s spucken ihre Taucher in die Wellen. Auch wir versuchen so schnell wie möglich abzutauchen. Am superschönen Daedalus-Riff drängeln sich die vielen Taucher um die besten Plätze. Alle wollen die „Hausherren“ persönlich und ganz nah begrüßen! Aber die berühmten, hier ansässigen Hammerhaie lassen sich nur ganz tief unten schemenhaft erkennen. Zu viel Action? Zu laut? Zu warm? Alles ist möglich und verständlich. Es herrscht reges Getriebe in dieser ach so schweigsamen Welt, die Zodiak‘s donnern wie Harley’s über unsere Köpfe um neue Taucherfracht zu holen. Die Froschmänner kommen von vorne, hinten, oben und unten. Den eigenen zu folgen erfordert erhöhte Aufmerksamkeit. Trotz allem ist das Riff mit seinen imposanten Steinkorallen ein erstaunliches Naturwunder. Es wurde ein „Longi“ entdeckt, der sich hinter einem unserer Taucher, der an der Boje hing, anschlich. Die auf ihn gerichtete Kamera veranlasste ihn, wieder abzudrehen.
Später am Tag waren es 9 Boote. Der Leuchtturm wurde besucht, spektakuläre Fotos gemacht und T-Shirts gekauft. Wie schon Jahre zuvor, schlich nachts im Scheinwerferlicht ein großer Hai um die Boote.
Der Himmel trübte sich ein. Auch unter Wasser wurde die Sicht schlechter. Es wurde immer wärmer und schwüler. Die Wassertemperatur betrug 31 °C, in ca. 30 m Tiefe immerhin noch 28 °C! Angeblich sei es ungewöhnlich warm.
Elphinstone. Der erste Blick frühmorgens galt den vielen Schiffen. 10 oder 11. Also, noch mehr Taucher. Aber natürlich gab Elphinstone alles her, was es zu bieten hatte. Ein tolles Riff, ganz besonders an der oberen Kante entlang, Es wurden verschiedene Haie gesehen, eine Schildkröte, Napoleon, Muränen, Steinfische und und und - man kam mit dem ehrfürchtigen Schauen und Staunen nicht nach.
Bei einem späteren Tauchgang wurde beobachtet, wie ein Longimanus auf eine Tauchergruppe zusteuerte, die an der Wasseroberfläche wartete. Gelassen bummelte er mittendurch. Respekt ist hier ziemlich einseitig.
Durch die vielen Schiffe hatten sich so manche Taucher verirrt und fanden ihr Heimatschiff nicht mehr. Die Schiffe sind tatsächlich unter Wasser nicht auseinander zu halten!
Nach 2 Tauchgängen ging es Richtung Abu Dhabab II und III. Dort konnten noch 2 Tauchgänge gemacht werden, einschließlich Nachttauchgang.
Shab Shouna. Der letzte Tauchgang. Die Sicht wurde noch schlechter. Der Tauchgang startete vom Schiff aus. Zodiaks waren keine Pflicht mehr. Für manche war der letzte Tauchgang sogar einer der schönsten. Beobachtet wurden 2 riesige, kämpfende Grüne Schildkröten, jede mit 2 Schiffshaltern. Ein großer Stachelrochen lag in der Seegraswiese.
Dann - Ende einer lange herbeigesehnten Woche!
Nachdenklich macht nach dieser Woche an den wunderschönen Riffen des Roten Meeres natürlich das Verhalten der Tiere, hier speziell der Haie der Art „Longimanus“. Wir haben allerdings immer nur einzelne Tiere gesehen, die offensichtlich die Nähe der Taucher suchten. Es kam aber zu keiner bedrohlichen Situation. Bedroht schien uns hier eher die Unterwasserwelt durch die vielen vielen Schiffe mit ihren lauten Zodiak‘s und Massen an Tauchtouristen , sowie durch die sehr hohen Wassertemperaturen. Tja, und wir waren mitten drin. Man kann so schwer darauf verzichten, weil es hier so umwerfend schön ist!
Danke an den Tauchreisenveranstalter Sub Aqua, der mich mit der Planung und Durchführung der Tauchsafari kompetent und hilfsbereit unterstützte.
Danke auch an Deep Blue Cruises. Die THUNDERBIRD ist ein sehr gepflegtes, gut gewartetes, praktisches und wohnliches Schiff mit einem gutem Geist und einer hervorragenden Crew.
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