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WalkingGhostAOWD530 TGs

Ich habe im Zeitraum vom 10.10.2013 bis zum 17.10 ...

Ich habe im Zeitraum vom 10.10.2013 bis zum 17.10.2013 eine Nordtour (Wracks) auf der M/Y Firebird der Deepblue Cruises gemacht. Insgesamt war dies nun meine siebte Safari (davor: 3mal Thailand, 2mal Ägypten, 1mal Raja Ampat).
Aufgrund der politischen Situation in Ägypten war dies die erste Tour der Firebird seit einiger Zeit und wir waren nur 8 Gäste. Das Boot war also nur zur Hälfte belegt. Dies war für uns natürlich eine tolle Situation, vor allem weil auch an vielen Tauchplätzen nicht viel los war. Für die Leute, die in Ägypten vom Tourismus leben ist, die Situation aber alles andere als einfach, vor allem weil es meinen Eindrücken nach (ich war noch einige Tage in Hurghada) wirklich keinen Grund gibt, aktuell nicht nach Ägypten zu fliegen.

Boot:
Die Firebird ist mit 8 Doppelkabinen ausgestattet jeweils mit Hochbetten. Jede Kabine hat ein Bad/Nasszelle mit Toilette, Dusche und Waschbecken. Nicht sehr geräumig, aber aus meiner Sicht vollkommen ausreichend. Bei der Sauberkeit gab es nichts zu beanstanden und warmes Wasser kam auch immer, so dass ich mich nach dem Tauchen wieder schnell auf Temperatur bringen konnte.
Der Salon ist standardmäßig eingerichtet und bietet eine Stereoanlage und einen Fernseher mit DVD-Player, den wir teilweise auch für das Briefing verwendet haben (Baupläne der Wracks). Auch hier gibt es nichts auszusetzen: kein Luxus aber sauber und funktional.
Das Oberdeck bietet gemütliche Sitzgelegenheiten, in der Sonne und im Schatten.

Essen:
Das Essen an Board war wirklich Klasse. Täglich gibt es vier Mahlzeiten:
Frühstück nach dem Early-Morning-Dive, Mittagessen, Kuchen (auch mal als leckere Teigbällchen oder als Kaiserschmarn) und Abendessen. Letzteres ist immer ein Drei-Gänge-Menü, welches bei mir keine Wünsche offen ließ.
Zum Frühstück gibt es Brot mit Marmelade und Aufschnitt, Pfannkuchen, Obstjoghurt und Eier wie man sie haben möchte. Besonders beliebt bei mir waren auch die Falafelbällchen zum Frühstück.
Insgesamt kann ich die Küche sehr positiv hervorheben, die sich in keiner Weise vor teureren Booten verstecken braucht. Und gegenüber dem, was einem teilweise im Hotel angeboten wird, ist es einfach nur exzellent.

Tauchen:
Wir haben folgende Wracks angefahren: Carnatic & Ghiannis D bei Abu Nuhas, Dunraven, Thistlegorm (2 TG) und Kingston am Sinai und schließlich die Rosalie Moller (2 TG). Dazwischen haben wir noch an einigen Riffen getaucht, und an den letzten beiden Tagen waren wir dann auch schon wieder im Einzugsbereich der Tagesboote von Hurghada.
Die Briefings vor dem Tauchgang waren immer sehr ausführlich und wurden bei den Wracks mit einigen Bildern und Plänen auf dem Fernseher präsentiert. Auch wenn man die Wracks vorher nicht kannte (so wie ich) konnte man sich unter Wasser sofort zurechtfinden und es bestand keine Gefahr etwas zu verpassen. Unser Guide Hassan war meist auch im Wasser und man konnte ihm auf einer ´Standard-Runde´ folgen, wenn man wollte.
Getaucht wird je nach Tauchplatz meist vom Zodiac aus. Thistegorm und Rosalie Moller konnten wir aber z.B. stationär tauchen, weil wir direkt über den Wracks anlegen konnten.
Insgesamt habe ich die Abläufe auf dem Boot als sehr gut organisiert, professionell und sicher empfunden. Die Crew gab einem die Hilfestellungen, die man brauchte. Die Zodiacs waren immer zu Stelle wenn man sie brauchte, und die Fahrer haben ihren Job z.B. in der ordentlichen Brandung von Abu Nuhas perfekt erledigt, so dass wir alle heil rein und wieder rausgekommen sind.
Sauerstoff etc. wurde uns beim Bootsbriefing gezeigt und erklärt. Zu Beginn der Tour wurde ein Checkdive durchgeführt: Bleicheck und Check einiger Basic-Skills, vor allem: Boje schießen. An den Sicherheitsstandards gab es nichts dran auszusetzen.
Leider gibt es auf dem Boot aber anscheinend wenig bis keine Ersatzteile. Mir ist am zweiten Tag mein Hochdruckschlauch geplatzt. Ich musste mir dann erst den privaten Regulator vom Tourguide (Serge) ausleihen und habe dann ein Spare-Finimeter von einem anderen Gast bekommen. An Board gab es leider keine entsprechenden Ersatzteile. Darauf sollte man also vorbereitet sein.

Insgesamt war dies eine sehr gelungende Tour und ich würde jederzeit wieder eine Safari mit der Firebird machen. Ich möchte an dieser Stelle auch noch unseren Tourguides Serge und Hassan für die gute Betreuung danken. Die beiden sind sehr sympathisch und haben sich sehr gut um uns gekümmert.
Als Wertung vergebe ich fünf Flossen. Den Abzug einer Flosse gibt es nur für die fehlenden Ersatzteile und den Punkt, dass man doch recht viele TG im Einzugsbereich Hurghada macht (letzte anderthalb Tage). Schöner wäre es, wenn man den vorletzten Tag z.B. noch bei den Gubal-Inseln an den Riffen dort tauchen würde und nur am letzten Tag in Hurghada tauchen geht.


Sonnendeck


Sonneck am Bug


Am Wrack der Carnatic


Impressionen Riff ´Fasma Soraya´

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