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M/Y Amba - Aufenthalt vom 07.10.2008 bis zum 18.1 ...

M/Y Amba - Aufenthalt vom 07.10.2008 bis zum 18.10.2008.

Im Oktober 2008 gelang es endlich nach zu vielen Jahren Anlaufzeit 2 Wochen auf der Amba zu verbringen.
Voran muß ich gestehen ich kenne Franco u. Nicole seit vielen Jahren und wurde durch sie nach einer CMAS Ausbildung im Jugendalter wieder zum Tauchen gebracht.
Die Erfahrungen im Dive College veranlassten mich auch zu einer Ausbildung zum Taucherarzt u. letztlich auch Tauchlehrer (PADI/ SSI).

Da ich aus beruflichen, familiären Gründen (und einer gehörigen Angst vor dem Risiko) beim Bootsbau nicht mitmachen konnte, war ich sehr gespannt, was jetzt rausgekommen ist.
Anläßlich meines 50igsten wurde ich ein eingefleischter Bergseetaucher auf die Malediven verschickt (zuviele Fische lenken bloß vom Tauchen ab ).

Der Hinflug erfolgte nachts mit Air Berlin im Direktflug von München nach Male. Da ich allein flog, war es anstrengend. Empfehlenswert ist mind. zu zweit zu fliegen, so läßt sich besser schlafen.
Von Male ca. 50 minütiger Transfer nach Hanimadhoo. Trotz teils bedecktem Himmel bot sich ein atemberaubender Anblick auf die Inseln.
Das Flugpersonal war sehr freundlich u. hilfbereit, das Auschecken komplikationslos.
Am Flughafen wartete bereits das Empfangskomittee der Amba. Nach ein paar Metern vom Flughafen zum Boot folgte ein Trip im Licht der untergehenden Sonne zur Amba.
Beim Eintreffen waren die Gäste gerade beim Abendessen.
Der Salon war großzügig, das Essen auf den zwei großen Tischen reichlich u. qualitativ hochwertig. Es gab u.a. fangfrischen Fisch.
Das Schiff ist ca. 33m lang . 10 m breit, es verfügt über 2 Luxuskabinen u. 9 geräumige Standardkabinen. Die Kabinen sind geräumig u. gemütlich eingerichtet.
Im Salon befinden sich neben Fernseher, DVD, Schachbrett auch Schränke mit Fächern für jeden Taucher, wo Zubehör untergebracht u. Tauchlampen geladen werden können.
Die Kabinen verfügen über 220 Volt DIN Steckdosen. Was ich gut fand, war die Empfehlung die Taucherlampen im Salon zu laden. Dies dient letztlich der Sicherheit, da so ein unbemerktes Abfackeln durch Überhitzen in der Kabine ausgeschlossen wird.
Auch anderen Sicherheitsaspekten wurde Rechnung getragen - so fanden sich u.a.ausreichend Feuerlöscher an Bord; auch auf dem Dhoni wurde auf Sicherheit geachtet - neben Banalitäten wie einer sicheren Verstauung der Tauchflaschen verfügte das Dhoni über ein Echolot u. andere Sicherheitsausrüstung. Die elektrisch betriebenen Kompressoren fanden sich auf der Amba und nicht auf dem Dhoni. Die Frischluftzuleitung war so verlegt, daß auch bei ungünstiger Witterungslage keine Abgase in das System geraten können. Die Kompressoren waren ebenso wie die Tauchflaschen in einem tadellosen Zustand. Die Aluflaschen waren zur Vermeidung des Einatmens von Feinstaub sogar mit Aircon-Filtern ausgerüstet.
Anläßlich eines nicht-taucherischen medizinischen Zwischenfalles konnte ich mich von der medizinischen Ausrüstung der Amba überzeugen. Für Ärzte/ medizin. Fachpersonal wären auch Infusionen u. Viggos an Bord, Sauerstoff eh klar. Das ganze lief ruhig u. professionell.
Professionell war auch die Planung der Tauchplätze u. Trips.
Es herrschte eine familiäre u. doch nicht aufdringliche Athmosphäre. Das Personal war stets freundlich u. hatte auch für Wünsche zur Unzeit ein offenes Ohr.
Meine größte Sorge - ´das Nichtauskönnen auf einem Boot´ - verflüchtete sich. Mit ausreichend Sonnen-, Schattendecks u. Salon findet sich trotz vollbesetztem Schiff immer ein stilles Plätzchen.
Als Tauchlehrer gefiel mir das professionelle Vorgehen der Diveguides, die interessante Auswahl der Tauchspots in den Atollen Haa Alifu und Haa Dhaalu.
Die Tauchplätze sind noch nicht überlaufen, da es keine anderen Tauchkreuzfahrtschiffe im Norden gibt.
Das Wasser war Jahreszeiten-bedingt planktonreich, so war die Sicht nach Aussagen von Maledivenprofis leicht eingeschränkt, dies wurde aber durch die Vielzahl von Mantas mehr als kompensiert. Ein Bergseetaucher definiert eingeschränkte Sicht ohnedies anders.

Der Abreisetermin kam viel zu schnell. Morgens um 4.00 war das Frühstück fertig. Transfer u. Heimflug verliefen reibungslos.

Ich bedanke mch beim gesamten Amba-Team für die herrlichen 2 Wo.

Aus heutiger Sicht hätte ich den Oberarzt in den Wind schießen lassen sollen und beim Projekt Amba einsteigen sollen. Respekt sowas so aufzuziehen!

Dr. F. Jäger
Internist /FA für PMR
Taucherarzt GTÜM e.V.

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