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alex7103PADI ADV.300 TGs

Ich hatte vom 08.-15.11.2005 das Vergnügen, eine ...

Ich hatte vom 08.-15.11.2005 das Vergnügen, eine Woche auf der Amba zu verbingen, bevor es für mich weiter nach Kuredu ging.

Über Wasser:

Was die Großzügigkeit des Schiffes anbelangt, kann ich mich nur anschließen - ungewohntes Platzangebot von den Außen-/Sonnendecks über den Salon bis hin zu Kabinen mit Bad/WC. Da die Amba nicht ausgebucht war, hatte ich als Alleinreisende mit halber Doppelkabine zusätzlich das Glück, diese ganz für mich allein zu haben.

Die Crew war immer hilfsbereit und zunehmend locker, ohne aber den Gästen zu nahe zu kommen oder eine imaginäre Grenze zu überschreiten. Das Essen war ok, auch wenn ich mir öfter mal Curries etc. gewünscht hätte. Getränke sind in der Tat preiswert (1,5l Wasser für 1,25 Euro, Gin Tonic für 3,75 Euro), man muss allerdings zu Beginn eine Tüte Plastikringe erwerben (40 Stk. für 50 Euro), mit denen dann die Woche über bezahlt wird - die von anderen Safaribooten gewohnte Strichliste mit Abrechnung am Ende gibt es hier nicht.

Das parallele Betreiben der Klimaanlagen der Kabinen stellt zur Zeit noch eine Herausforderung dar - auf Nachfrage ging meine dann aber (meistens) und es sollen bald zusätzliche Generatoren Abhilfe schaffen.

Das Leben an Bord habe ich insgesamt als sehr entspannt empfunden - bei maximal 3 Tauchgängen pro Tag und dem ersten mit Briefing erst um 7 Uhr kann aber auch kaum Stress aufkommen.

Zwischen Über und Unter:

Das Briefing fand fast ausnahmslos auf der Amba statt und enthielt aus meiner Sicht die notwendigen Infos. Anschließend gings aufs Tauchdhoni, wobei auch wir leider noch nicht in den Genuß des neuen Dhonis mit Dusche/WC etc. kamen. Für uns bedeutete das vor und nach jedem Tauchgang Flasche auf-/abrödeln, was ich für eine Safari in dieser Form für ungewöhnlich und unpraktisch halte. Mit dem neuen Dhoni wird das zwar anders (Flaschen werden dort dann direkt befüllt), es wird aber dabei bleiben, dass die Tauchplätze allesamt mit dem Dhoni und bis zu 35 Min. Fahrzeit anstelle der Amba angefahren werden.

Unter Wasser:

Seit meinem letzten Besuch auf den Malediven waren 10 Jahre vergangen - und ich war wirklich gespannt, was mich unter Wasser erwarten würde nach El Nino etc. Auch wenn wir Anfang November die ausklingende Regenzeit noch zu spüren bekamen und die Sicht unter Wasser wegen größerer Mengen Planktons nicht gerade phänomenal war, bin ich trotzdem durchweg begeistert von den noch weitestgehend unberührten Nord-Atollen und den bisher dort identifizierten Dive-Sites! - Wenn Strömung und/oder Sicht mal nicht so mitspielen, muss man zur Beurteilung halt manchmal abstrahieren...

Begeistert haben mich vor allem fast schon kitschig-bunt ´explodierte´ Weichkorallen-´Blumenmeere´ sowohl in Überhängen als auch an kleinen Wänden/Thila-Außenseiten, die ich so kompakt, in dieser Pracht und in diesen Farbspektren noch nicht erlebt hatte. Zwischen Makro und Mantas gabs ansonsten fast alles zu sehen, einzig Haie haben wir ein wenig vermisst. Egal, unsere Begegnung mit 7-8 Grindwalen - für den einen oder anderen kurzfristig zum Anfassen nah - hätte wohl für fast alles entschädigt!

Fazit:

´Logistisch´ nicht das optimalste Safariboot, Tauchgründe vom Feisten, sympathisch und insgesamt eine Wiederholung wert - vielleicht einmal im Frühjahr, bei besserer Sicht.

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