M/V Black Manta (Inaktiv)

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tino81PADI Rescue

Hallo TaucherIch war zusammen mit meiner Freundin ...

Hallo Taucher

Ich war zusammen mit meiner Freundin vom 18.11.2007 bis 22.11.2007 mit der MV Black Manta auf Tauchsafari und da ich von meinen Ferien jeweils auch im Web nach Meinungen und Kritiken suche, möchte ich auch meine Eindrücke für andere festhalten.

Buchung:
Gebucht haben wir unsere Ferien bei Schöner Tauchen in Regensdorf (Schweiz). Ursprünglich wollten wir auf die Mermaid II, jedoch war diese an den für uns möglichen Daten nicht mehr verfügbar und so wurde uns die Black Manta empfohlen für welche wir uns dann auch relativ kurzfristig entschlossen haben. Wir wollten bewusst ein etwas besseres Schiff mit mehr Komfort und mit eigener Dusche Toilette in der Kabine.

Anreise:
Mit Singapore Airlines von Zürich via Singapore nach Phuket und danach weiter nach Khoa Lak. Die Flüge waren im grossen und ganzen in Ordnung und es kann eigentlich nichts Negatives gesagt werden. Nach der Ankunft in Phuket um die Mittagszeit ging es per Minibus ins Khoa Lak Palm Hill Resort wo wir eine Nacht verbrachten und uns vom Flug und der Zeitverschiebung erholen konnten bevor es am nächsten Abend auf die MV Black Manta ging. Eine Übernachtung in Khoa Lak nach der Anreise kann ich auf jeden Fall nur empfehlen, wir waren auf jeden Fall froh konnten wir so noch einen Tag die Füsse baumeln lassen.

Schiff:
Die MV Black Manta wurde 2005 für den Tauchbetrieb gebaut und ist eine 32 Meter lange und 7 Meter breite Stahljacht mit 2, 500PS starken Motoren.

Kabine:
Wir hatten eine Deluxe Kabine im Unterdeck mit eigener Dusche / WC. Vom Platz her war die Kabine OK, nebst einem Doppelbett gab es noch ein einzelnes Hochbett, welches von uns als Ablage verwendet wurde. Die Betten waren bequem, einzig die Kissenbezüge und Decke aus synthetischem Stoff waren nicht so toll. Stromanschluss für Lampe und Kamera-Ladegerät war ebenfalls vorhanden.

Essen:
Das Essen gab für uns auch keine Gründe um darüber zu klagen, es war abwechslungsreich und es gab immer genug. Auch die frischen Früchte nach den Tauchgängen und zwischendurch waren immer sehr lecker. Wasser und Tee war frei, für Bier, Cola etc. musste man sich jeweils auf einer Liste eintragen und am Ende bezahlen. Hauptsächlich wurde das Essen draussen auf dem Oberdeck eingenommen, bei Regen hatte man aber auch die Möglichkeit sich in den Salon zu verziehen.

Leben auf dem Schiff und die Crew:
Wir hatten obwohl rund 20 Taucher plus die Crew an Bord waren, nie das Gefühl, dass es irgendwie zu eng war oder dass man sich nicht zurückziehen konnte. Immer fand man ein freies Plätzchen im Schatten oder an der Sonne und das Sonnendeck war meist frei und man konnte sich so richtig breit machen.
Auch die Crew war immer sehr nett und hilfsbereit, man spürte, dass ihnen die Arbeit Spass macht was zu einer zusätzlichen angenehmen Atmosphäre führte. Die Crew war auch immer für einen Spass zu haben, seien es „Cliffhanger“ Sprünge vom Sonnendeck, beim Landgang auf einer Insel oder auf der Suche nach Walen und Delphinen vom Boot aus.
Der Mix an Gästen auf dem Boot war bunt gemischt, von Asiaten, Australiern, Amerikanern, Engländern, Deutschen bis zu den Schweizern. Und selbst wenn es mit der Verständigung mal ein wenig haperte, mit Händen und Füssen klappte fast jeder gegenseitige Dialog.

Tauchen:
Kommen wir zum Hauptaugenmerk der Tauchsafari, der Zeit unter Wasser!
In den 4 Tagen sollte es die Möglichkeit von total 14 Tauchgängen an unterschiedlichen Plätzen geben. Ein Tagesablauf gestaltete sich in etwa wie folgt: Früh aus den Federn, dann ein leichtes Frühstück ab ins Wasser für den ersten TG, wieder raus Frühstück und ein wenig entspannen bevor vorm Mittagessen der zweite TG gemacht wurde. Nach dem Mittagessen wieder eine Runde entspannen und am frühen Nachmittag wieder ins Wasser für den dritten TG, und am Abend noch ein Nacht oder Sunset-TG vor dem Abendessen.
Eine Gruppe bestand aus jeweils 2 Buddy-Teams plus Guide. Vor den Tauchgängen wurde vom Tourguide jeweils ein detailliertes Briefing durchgeführt. Auf einer Karte wurde dabei jeweils der Tauchplatz und die eventuell zu sehenden Meeresbewohner erläutert. Auch Sicherheitshinweise etc. wurden bei jedem Briefing erwähnt. Nach dem Briefing ging jeweils die erste Gruppe aufs Tauchdeck um sich vorzubereiten während die zweite Gruppe noch ein paar Minuten wartete, dadurch war immer genügend Platz auf dem Tauchdeck gewährleistet und man stand sich nicht gegenseitig auf die Füsse.
Auf dem Tauchdeck selber war die Crew wie auch sonst immer als helfende Hand bereit und kümmerte sich um so manche Kleinigkeit.
Der Einstieg an den Tauchplätzen erfolgte zum Grössten Teil direkt ab der Black Manta, nur in zwei Fällen wurde vom Zodiac aus getaucht. Gleiches war beim Ausstieg der Fall, meist schleppte uns das Zodiac direkt zum Schiff und die Ausrüstung wurde einem sofort abgenommen und an den persönlichen Platz gebracht.

Die Tauchgänge selber waren sehr abwechslungsreich, mal sehr interessant, mal für meinen Geschmack etwas langweilig. Die Unterwasserwelt zeigte sich meist sehr intakt nur an zwei Plätzen war das Riff sehr stark beschädigt. Am Tauchplatz Richelieu Rock mussten wir die Unterwasserwelt leider mit ca. 10 weiteren Booten und deren Tauchern teilen was mir nicht unbedingt zusagte. Sobald man unter Wasser nämlich nebst Luftblasen und Tauchern kaum mehr Riff und Fisch sieht vergeht mir der Spass an der Sache auch wenn der Platz eigentlich toll wäre.
Von den Meeresbewohnern her gab es auch so einiges zu sehen, vom Schwarmfisch, über Nemo zum Feuerwisch bis zur Schildkröte, Wasserschlange, Harlekin-Garnelle und Co. Selbst meinen ersten und bisher auch einzigen Hai durfte ich in Form eines Leopardenhais erleben. Der Walhai lies sich in unserer Gruppe leider nicht blicken während andere Taucher von unserem Boot das Glück erleben durften.

Wie bereits erwähnt wurde jeweils in Gruppen von 5 Tauchern getaucht, 2 Buddys und ein Guide und mit dem Guide ist es halt so eine Sache! Während den ersten zwei Tagen hatten wir einen sensationellen Guide der seinen Job in meinen Augen genauso machte wie ich es mag. Keine „Bemutterung“ unter Wasser, sondern ein stiller Beobachter der uns durch die Tauchplätze führte und immer darauf bedacht war uns auch die kleinste Garnelle zu zeigen oder mir ein gutes Foto zu bescheren! Auch das Tempo, immer schön gemütlich und ohne Eile, halt so wie man sich Ferien vorstellt!
Dass es jedoch auch anders geht mussten wir am dritten Tag erleben, unser Guide musste in der Nacht mit einer Taucherin vom Boot da sie starke Kopfschmerzen hatte und die Crew keinerlei Risiken eingehen wollte. Also wurde uns ein neuer Guide zugeteilt welcher den Namen „Guide“ leider nicht verdiente!
Fotografieren als Guide, nun gut, das war ja noch OK bis auf die Tatsache dass Fisch und Co. sobald ich in der Nähe war schon verschwunden waren, mit Vollgas durchs Riff und gegen die Strömung da hört es dann auch schon wieder auf und das Tauchen machte nicht mehr soviel Spass. Als dann noch ein grobfahrlässiges Verhalten in Punkto Sicherheit dazu kam war bei mir Schluss mit Lustig! Ein Guide der sich nur für sich selbst interessiert und auf keine Zeichen seiner Taucher achtet gehört in meinen Augen nicht mehr ins Wasser! Selbst einen durch mich abgebrochenen TG mit anschliessendem Notaufstieg ignorierte er gänzlich und schien sich nicht dafür zu interessieren. Selbst Regeln die einem Anfänger eingetrichtert werden spielten ihm keine Rolle. So tauchte er nach dem „Verlust“ von zwei seiner Taucher erst nach knapp 15 Minuten wieder auf…. und seine Einzige Meinung nachdem Vorfall war „Sorry“! Ohne näher auf den eigentlichen TG eingehen zu wollen musste ich da einfach ganz klar feststellen, dass der grösste Teil von so genannten „Warmwasser-Tauchern“ sich nie nur eine Sekunde einen Gedanken über mögliche Gefahren in der Unterwasserwelt machen was mir auf dem Boot auch deutlich klar gemacht wurde!
Nun gut, ich selber bin mir über die Gefahren bewusst und weiss, dass wir nicht für unter Wasser geschaffen wurden und wir gewisse Grenzen einzuhalten haben.
Ach ja und unseren „Super-Guide“ habe ich am letzten Tag gänzlich ignoriert und bin mit meiner Freundin quasi alleine getaucht, und dies wieder schön friedlich und gemütlich und mit der Strömung…
Dem Tourguide war der Fehler seines Guides auf jeden Fall bewusst und so entschuldigte er sich auch bei mir was mich schlussendlich wieder einigermassen friedlich stimmte, hatte ja schliesslich Ferien und zum Glück eine sehr gute Ausbildung!

Fazit nach 4 Tagen Black Manta und rund 14 Tauchgängen:
Mir und meiner hat die Tauchsafari im grossen und ganzen gut gefallen, ein wenig Abzug gibt aufgrund des erwähnten Vorfalls. Wir können das Schiff und die Tour aber sicher weiterempfehlen. Denke vor allem für Tauch-Safari-Neulinge sind die 4 Tage ideal! Wichtig ist in unseren Augen aber ein Tag Entspannung vor und nach der Safari, den 14 mögliche Tauchgänge gehen mächtig an die Substanz und ein paar Tage Sonne, Meer und die Seele baumeln lassen tun danach so richtig gut!
Also dann, schöne Ferien und gut Luft!

Tino & Nicole


Link zum Schiff: www.whitemanta.com


Die MV Black Manta.


Kabine