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Zentaucher153225CMAS**97 TGs

Andys Anweisung ´Fühlt euch wie zu Hause!´ haben ...

Andys Anweisung ´Fühlt euch wie zu Hause!´ haben wir sofort befolgt, und es fiel auch überhaupt nicht schwer. Mila oder Andy sind immer zur Stelle, wenn man irgendetwas braucht, sie kümmern sich wirklich um alles, und es ist sehr beruhigend, eine Krankenschwester in der Nähe zu haben.

Die Anlage ist ästhetisch gestaltet, fast wie ein Dorf, mit schnuckeligen Eckchen, Plätzchen und Treppchen, wo man in warmen Nächten auch dezentral hocken und plaudern kann, die Bungalows liegen weit genug auseinander, dass die Bewohner sich gegenseitig nicht stören, die Räume und Terrassen (ausnahmslos mit Meerblick) sind außerordentlich großzügig bemessen und liebevoll eingerichtet. In den Betten schläft man prima und aus der Dusche kommt IMMER schön heißes Wasser.

Und das Schönste - vollkommene Freiheit! Man kann essen, schlafen, aufstehen, rumhängen, tauchen, wann immer man will. Wahrscheinlich könnte man sogar um Mitternacht tauchen, wenn man Lust hätte! Und man muss nicht EINMAL irgendwas selber schleppen, außer sich selber vom Aufbewahrungsraum für die Ausrüstung bis zur Anlegestelle. Ich habe mich als Gast vorher noch nie irgendwo wirklich wie ein König gefühlt, aber hier!

Das Essen ist lecker! Super gefährlich sind die roh gerösteten Bratkartoffeln mit Zwiebelringen - für mich das absolute Highlight - man kann ja leider immer Nachschlag haben, so lange noch Platz im Magen ist, da fürchtet man sich beim Heimkommen vor der Waage.

Die integrierte Tauchbasis wird inzwischen nicht mehr von Andy geführt, sondern von einem Freund, der seiner Tauchbasis Dive-In Dahab jetzt diese Filiale Dive-In Marsa angegliedert hat. Sachkundig und sehr freundlich verwaltet wird sie von Chris.

Das Hausriff bietet reichhaltige Anreize für viele schöne Tauchgänge. Darüber haben meine Vorgänger ja schon ausgiebig berichtet. Übrigens: Bei Flut übers Riffdach zu schnorcheln ist ein echter Geheimtipp.

Am vierten Tag unseres einwöchigen Aufenthalts gab es Ärger mit den Behörden. Vier Taucher einer anderen Tauchbasis waren einige Tage vor unserer Ankunft am Elphinstone wegen sehr starker Strömung verloren gegangen (mich wundert, dass ich hier nichts davon gelesen habe).
Ihr Tauchguide konnte sich ein oder zwei Tage später schwimmend an Land retten, die anderen drei sind bis heute vermisst. Als die Suche abgebrochen wurde, beschwerten sich die holländische und die russische Regierung, daraufhin erließ der regionale Marschall, vermutlich in einer Art kindischem Trotz, ein völlig unbegründetes Tauchverbot für alle Riffe. Tauchen am Hausriff war damit nicht mehr möglich.
Wir Hotelgäste wurden am nächsten und übernächsten Tag kostenlos zum Shagra Village gefahren (der Besitzer dieser Tauchbasis hat weitreichende Beziehungen und in der dortigen Bucht war das Tauchen nicht verboten!) Die Tauchgebühren dort wurden ebenfalls übernommen (von Andy oder der Tauchbasis? Das weiß ich nicht) Sogar unsere Helfer für An- und Abrödeln und Herumschleppen waren zur Stelle.
Und diese Bucht ist ein echter Renner, was die Vielfalt von Korallenarten, Helligkeit und den natürlichen Wuchs des Riffs betrifft. Wir konnten sozusagen dem tyrannischen Marschall dankbar sein, sonst wären wir allein schon aufgrund der Preise gar nicht auf die Idee gekommen, dort tauchen zu gehen.

Doof ist einzig uns allein, dass man hier nicht mehr als 6 Flossen geben kann!