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Wir sind ab Amsterdam mit KLM nach Curacao geflog ...

Wir sind ab Amsterdam mit KLM nach Curacao geflogen. Nachdem wir 80 Euro für Übergepäck bezahlt haben ging es los. Besser Infos unter freigepacksgrenze.de einholen und am Schalter als Kopie vorlegen. Jeder Platz hat seinen eigenen Bildschirm bei dem man kostenfrei die neusten Kinoshits oder Serien schauen kann. Wahlweise auch Musik hören.
Kopfkissen und Decke liegen bereit für 9,5 Stunden Hinflug, Rückflug ca 1 Stunde weniger.

Das Sun Reef auf Curacao liegt etwa 15 Minuten von Willemstad und auch vom Flughafen entfernt. Wir hatten den Service gebucht uns vom Flughafen abholen zu lassen, was auch wunderbar funktioniert hat. Im Hotel angekommen haben wir unseren Ocean View Bungalow bezogen. Der Ausblick aufs Meer ist einfach fantastisch. Schon am Morgen ziehen die Flamingos und Pelikane vorbei. Leguane gehen im Garten spazieren.
Es weht ständig starker Wind bei Tagestemperaturen um die 35 Grad. Nachts ist es so warm das man keine Jacke braucht. Das Wasser ist klar bei 28 Grad.
Im Eingangsbereich wohnt ein einsamer Papagei der Hallo rufen kann, sich stark gerupft hat und den Boden mit Kot bedeckt.

Der Ocean Bungalow verfügt über ein großen Schlafraum. Das Bett ist groß, breit und super bequem. Leider bekommt man zusammen nur eine große Decke. Über Bett hängt ein Fliegennetz, dass leider schon geflickt und in die Jahre gekommen ist. Es gibt zwei einfache selbstgebaute Schränke in denen genug Platz und auch Kleiderbügel sind um alle Sachen zu verstauen. Die Klimaanlage funktioniert gut. Das gleiche gilt für den anderen Schlafraum, nur das er ein wenig kleiner ist und mit einem kleineren Schrank ausgestattet ist. Jeder Schlafraum hat sein eigenes Bad. Die Bäder sind, wie bekannt, schon sehr in die Jahre gekommen, erfüllt aber seinen Zweck. Der Spiegel hängt allerdings so hoch das sich nur die wenigsten betrachten können. Das einzige warme Wasser im Bungalow ist in den Duschen, der Wasserdruck ist super. Irgendwann werden die Bäder sicher renoviert sein. Steckdosen gibt es im Bad nicht. Auch sonst sind nur 2 Steckdosen mit 220 V vorhanden. Für alle anderen braucht man Adapter und die haben auch nur 110 V. Radio und CD vorhanden, TV nicht.3 x die Woche werden die Handtücher getauscht. In der ersten Woche bekamen wir auch Strandtücher dazu. Einen Fön gibt es nicht. Da Strom auf der Insel sehr teuer ist, wird gespart wo es geht. Die Beleuchtung im Haus ist sehr dunkel. Besser man hat eine starke Tauchlampe dabei. Bücher stehen in Englisch und Deutsch im Regal.

Leider gab es zu unserer Zeit sehr viele Stechmücken. Nachdem wir in den ersten zwei Nächten so zerstochen worden sind, haben wir alle Sachen wieder eingepackt und die Zimmer ausgeräuchert. Daher unser Tipp, vorm Auspacken Dosen Fliegenspray kaufen, einmal richtig sprühen und vielleicht von Ikea ein günstiges Fliegennetz selber mitbringen.

Übrigens vermietet das Sun Reef auch 2 Wohnungen außerhalb der Anlage. Eine davon hatten Freunde von uns bezogen. Lasst die Finger davon, es war eine echte Bruchbude.

Die Appartements sind mit allem ausgestattet was man braucht. Kühlschrank mit großem Eisfach, Toaster, Standmixer, Kaffeemaschine, Sandwichtoaster …
Der Supermarkt ist mit dem Auto in 5 Minuten zu erreichen. Dort bekommt man alles was das Herz begehrt. Das Preisniveau ist ähnlich wie bei uns. Fleisch ist günstiger vor allem Steaks.Bezahlt wird mit Antillischen Gulden. Euro geteilt durch 2,4. Direkt am Supermarkt ist auch ein Bankautomat. Unser Bank hat 5 Euro Gebühren pro Abhebung veranschlagt.
In Willemstadt wird auch überall US Dollar akzeptiert. Euro wird nicht akzeptiert.
Unser Tipp fürs Mittagessen: In Willemstadt gibt es am Hafen eine Markthalle Plaza Bieu, in der verschiedene Garküchen, in erster Linie für Einheimische essen servieren. Dort schmeckt es super und es günstig.

Tauchen auf Curacao hatten wir uns sehr viel schöner vorgestellt. Vor 2 Jahren ist die
Insel von einem Hurrikan gestreift worden. Der hat an sehr vielen Stellen Korallen bis auf 10 m zerstört. Ab 10 Meter wird es besser, doch sind viele Flächen noch versandet oder von Algen bewachsen. Die Natur erholt sich zwar langsam, doch bis die ganze Pracht wieder da ist werden sicher noch ein Paar Jahre vergehen. Auch gibt es an vielen Plätzen wieder erwarten doch Strömung. Vor allem am Hausriff war nach Vollmond zuviel Strömung um zu tauchen. An vielen Stränden muss man auch sehr weit rauspaddeln bis das Riff anfängt.
Vermisst haben wir auch eine gute Einweisung von der Tauchbasis. Es wurden uns lediglich ein Paar Plätze auf der Karte eingekreist die man auch mit Kinder betauchen kann, aber es gab keine Infos welche Richtung die schöner ist oder ähnliches. Wir empfehlen sich selber gut vorzubereiten. Auf der Webseite Curacao.com sind unter dem Punkt Dive Sites viele Vorschläge. Schön wäre es gewesen, wenn man diese Aufstellung bei der Dive Basis erwerben könnte oder wenn es dort wenigstens auslegt wäre. Schöner als das Hausriff
und nur einen Katzensprung entfernt ist die Snake Bay. Nett ist es am Strand Cas Abou und Porto Marie. Bewacht und kostenpflichtig. Freund von uns waren vor 5 Jahren auf der Insel und waren entsetzt wie die Riffe jetzt aussehen. Anzüge mit Süßwasser spülen ist im Garten möglich. Es gibt genug Wäscheleinen und auch Klammern.

Unser Auto ein kleiner Bulli hatten wir beim Sun Reef mitgebucht. Er hatte schon 40.000 km auf dem Buckel und hatte weder Radio noch Stoßdämpfer. Wer ein sicheres und zuverlässiges Auto haben möchte bucht besser am Flughafen. Auf Curacao werden die Wagen gerne aufgebrochen und geplündert. Besser keine Wertgegenstände liegen lassen und das Auto auch beim Flamingo gucken nicht alleine lassen. Es geht schneller als man denkt.

Ausflugtipps:
Uns hat die Straußenfarm sehr gut gefallen. Die Safaritour dauert 1 Stunde und ist
nett gemacht. Im Restaurant gibt es verschiedene Straußengerichte. Lieber dunkle Kleidung anziehen, da sich der Staub nicht so gut auswaschen lässt.
Die Tropfsteinhöhlen Hato Caves beim Flughafen liegen weit über dem Meeresspiegel und sind sehr warm und feucht. Lieber Wasser als Jacke mitnehmen.
Curacao Likörfabrik ist eher langweilig und ohne Führung.
Das Delfin Akademie ist klein aber sehr schön angelegt. Viele Tiere dürfen angefasst und gefüttert werden.
Kura Hulanda – eine Ausstellung über die afrikanische Kultur auf einem toll gestaltetem Gelände.
Ein schönen Nachmittag am Strand kann man am Lions Dive verbringen. Einfach durch die Anlage gehen als wenn man dazugehört und nicht 300 m weiter Eintritt bezahlen. Witzig ist auch zu beobachten wie am Mambo Beach (Verlängerung von Lions Beach) die Kreuzfahrer den Strand von Curacao verkauft bekommen.









Ausblick


Bad


Schrank


Sonnenuntergang


Wohnbereich