Zwölf Wochen Tauchsport mitten im Rhein-Neckar-Zentrum

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03.09.2026 21:14
Kategorie: News

RNZ Dive Hub

Zwölf Wochen lang stand auf der Parkfläche P5b vor dem Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim ein 6,5 Meter langer, an drei Seiten verglaster Tauchcontainer. Wer zum Einkaufen kam, blieb oft einfach stehen. Hinter dem Glas haben Leute geatmet, die vorher noch nie einen Atemregler im Mund hatten. Andere haben einen ganz normalen Tauchgang ins Logbuch geschrieben – nur halt mit Publikum und dem Einkaufscenter im Rücken.

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Der RNZ Dive Hub, das gemeinsame Sommerprojekt von Taucher.Net und dem Rhein-Neckar-Zentrum, lief vom 6. Juni bis zum 29. August 2026. Am Ende "lagen" 421 Schnuppertauchgänge im Becken. Viele davon durch Jugendliche absolviert. Die allermeisten davon: zum ersten Mal. Wer das nur als Event auf einem Parkplatz liest, hat den Sommer nicht gesehen.

Ermöglicht wurde dieses tolle Projekt, weil das Centermanagement des RNZ den Platz zwölf Wochen lang für uns freigegeben hat. Besonderer Dank an Center Manager Dani Marquard. Zwölf Wochen Container heißt zwölf Wochen Betrieb, Absprache, Wasser, Strom, Sicherheit, Wetter und Leute, die einfach vorbeikommen. Die Zusammenarbeit mit dem Haus war unkompliziert und richtig, richtig gut. Kein Theater, keine Reiberei, kein ständiges Nachjustieren. Es hat allen Beteiligten so viel Spaß gemacht, und das muss man so schreiben, weil es stimmt. Ohne das RNZ wäre das Becken nie auf P5b angekommen. Mit dem RNZ ist daraus ein Sommer geworden, den die Szene hier so schnell nicht vergisst.

Der Container stammt vom THW Helferverein Düren und wurde für Viernheim fit gemacht. Drei Scheiben, Stehbereich, rund 6,5 Meter Länge – genug, um zu schnuppern, vorzuführen, zu fotografieren und trotzdem von draußen alles mitzubekommen. Am 6. Juni Open Dive mit eigener Ausrüstung. Wer wollte, konnte selbst in den Container „eintauchen“ und hat sich durchs Glas zeigen können. Ab dem 8. Juni lief das offizielle Programm für alle, die vorbeikamen. Das Motto war: zuschauen, nachfragen, und natürlich auch selbst abtauchen.

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Unser Ausrüstungssponsor MARES hat uns für die kompletten zwölf Wochen die volle Ausrüstung überlassen. Ohne dieses Material wäre der Betrieb in dem Umfang nicht möglich gewesen. L&W Compressors und dynamicPOOL Weinheim haben mit ihrem Support eine tolle Unterstützung geboten. Den Ablauf am Becken haben Ralf und Heike Ulmer bestens durchgeführt. Zwei Wochen lang war Marlon als Schülerpraktikant am und im Container. Unser junger Mitarbeiter hat in der Zeit mehr über Betrieb, Leute und Tauchen gelernt als in manchem Theorieabend – Flaschen, Abläufe, „Erstis“ beruhigen, einfach dabei sein. Über die kompletten zwölf Wochen hat Mathilda überall mit angepackt. Ohne dieses Gerüst wäre aus der Idee kein Sommer geworden. Medizinisch betreut hat das ganze Event die Überdruckmedizinerin Silke Schwaner. Je nach Aktion war sie am Container – und für den medizinischen Plausch zwischendurch natürlich auch verfügbar.

Tauchschulen und Unternehmen aus der Region

Schnuppertauchen haben unter anderem die Tauchschulen der Region gemacht. Wer nach dem ersten Zug aus dem Automaten merkte, dass das sitzt, kann dort weitermachen – nochmal schnuppern oder gleich in den Kurs. In alphabetischer Reihenfolge: Achims Tauchoase (https://www.tauch-oase.de), Diving Mammalia (https://divingmammalia.de), Easy Divers Ketsch (https://www.easy-divers.net), 7oceans Speyer (https://www.7oceans.de) und die Tauchschule Fritzenschaft Speyer (http://www.froschmann.net).

Als Tauchlehrer dabei waren Michael Kuhn, Jürgen Schwehm und Adrian Krause. Bei jedem Schnuppertauchen haben wir die Ausrüstung auf die Teilnehmer angepasst; und da merkte man natürlich die Qualität unseres Equipment Sponsors MARES. Wer zum ersten Mal unter Wasser atmet, merkt sofort, ob alles passt – nur dann ist Wohlfühlen garantiert.

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Die Tauchschule Fritzenschaft hat zusätzlich Schnuppertauchen mit dem MARES Horizon angeboten. Darauf haben einige bereits zertifizierte Taucher zurückgegriffen und ihren ersten Rebbie-Schnuppertauchgang gemacht. Auch das war ein voller Erfolg. Am Becken waren nicht nur Erstis. Es kamen Taucher, die mal eine Vollgesichtsmaske oder einen Miniscooter ausprobieren wollten, oder die einfach einen ungewöhnlichen TG im Logbuch stehen haben wollten. Mitten im Center, hinter Glas, warmes Wasser, klare Sicht, Publikum an den Scheiben. Für die Szene hier war das ein echtes Highlight. Viele Schnupperer haben inzwischen bei den Centern in der Umgebung Kurse gebucht oder schon abgeschlossen. Genau das war der Sinn: nicht nur einmal nass werden, sondern den Weg in den tollsten Sport, den es gibt, finden.

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Einen Tag war das Tauchunternehmen Kesberg mit uns am Container (https://tauchen-kesberg.de/). Die kommen aus einer ganz anderen Ecke des Sports – Arbeit unter Wasser, nicht Urlaub. Und sie suchen dringend Nachwuchs. Ob bei dem einen oder anderen tauchenden Besucher eine neue Berufsidee entstanden ist, wird man sehen. Der Auftritt war auf jeden Fall eine tolle Ergänzung des Programms.

Von rund dreißig Vereinen der Region sind zwei gekommen. Nur zwei. Trotz Einladung durch uns und den Verband. Das ist schade, und man sollte es nicht schönreden. Wenn Tauchen mitten ins Einkaufszentrum kommt, reicht Zuschauen von der Vereinsbank nicht. Umso klarer der Dank an die Tauchsportfreunde Bensheim (https://tsf-bensheim.de/) und den Tauchclub Octopus Weinheim (https://tco-weinheim.de/). Die haben sich bewegt. Die waren da. Und die haben es richtig gut gemacht.

Die Berufsfeuerwehr Mannheim (www.mannheim.de/de/s.../feuerwehr-und-katastrophenschutz) und die Berufsfeuerwehr Heidelberg (https://www.heidelberg.de/.../Berufsfeuerwehr.html) waren jeweils dreimal vor Ort. Die haben nicht nur erklärt, was sie können. Die haben Material mitgebracht, gezeigt, was ihr Job im Wasser ist – und sind selbst ins Becken. Einsatztauchen hinter Glas, mit Leuten, die sonst nur den Wagen auf der Straße sehen. Das kam an.

Die DLRG Lampertheim (https://lampertheim.dlrg.de/) und der DLRG Kreisverband Bergstraße (https://kv-bergstrasse.dlrg.de/) waren dreimal da und haben Schnuppertauchen angeboten. Die DLRG Hemsbach (https://hemsbach.dlrg.de/) hat einen Tag geschafft. Gute Stimmung, kein Firlefanz. Wasserretter, die Leute ins Wasser holen. Wer die DLRG nur vom Wachdienst am See kennt, hat hier gesehen, dass dieselben Leute auch geduldig einen Ersti durch den ersten Atemzug bringen.

Die Bundeswehr verdient einen eigenen Absatz, weil der Auftritt so stark war. Drei Tage am Stück. Infomobil der Truppe, Infomobil der Marine, Schiffstaucher vor Ort. Kein steifes Programm, kein Abhaktermin. Die Jungs und Mädels haben gezeigt, was Schiffstauchen heißt: Arbeit unter Wasser, Ausrüstung, Haltung, Ruhe. Der Ablauf war rund und geschmeidig, vom Aufbau bis zum letzten TG.

Wer am Samstag auf P5b war, hat gesehen, was das mit den Besucherzahlen macht. Der Tag gehörte zu den stärksten des ganzen Sommers. Leute sind stehen geblieben, haben Fragen gestellt, haben durch die Scheibe geguckt und sind nicht gleich weiter ins Center. Das war kein Deko-Stand. Das war die Truppe, die ihren Job ernst nimmt und trotzdem nahbar bleibt. Großer Dank an alle, die die drei Tage möglich gemacht haben. Mehr zur Bundeswehr unter https://www.bundeswehr.de/de, zu den Marine- und Schiffstauchern unter bundeswehr.de/de/../spezialaufgaben-schiffs-minentaucher

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Tolles Programm mit dem Meerjungfrauen

Jedes zweite Wochenende kamen die Mermaids Wolfsburg (https://mermaids-united.de/). Die haben junges Publikum an den Container gezogen – und ins Center. Kinder bleiben stehen, wenn eine Flosse hinter Glas vorbeizieht. Eltern bleiben stehen, weil die Kinder stehen bleiben. Mermaids aus der Umgebung waren auch da und haben das Bild ergänzt. Den Ton haben die Wolfsburgerinnen gesetzt. Dazu passen die zwei Kinder-Bastelevents von Søstrene Grene direkt am Becken  (rhein-neckar-zentrum-viernheim.de/../soestrene-grene/): vorne Papier und Farbe, hinten Flossen hinter der Scheibe. Viele glückliche Gesichter. Genau das Bild, das den Sommer erklärt.

Tauchen mit Handicap

Einen der stärksten Momente hat Nicole Krass möglich gemacht (https://www.tauchen-mit-handicap.de/). Tauchen mit Handicap, mitten auf dem Parkplatz. Mehrere querschnittgelähmte Menschen sind in den Container gekommen – und wieder hinaus. Das klingt nach Logistik, und Logistik war es auch. Aber unter Wasser ist das Gewicht weg. Unter Wasser zählt der Rollstuhl nicht. Wer das gesehen hat, vergisst es nicht. Besonderer Dank an Nicole.

Tauchgeschichte zum Angreifen & weitere tolle Event-Tage

An einem Samstag war die Historische Tauchergesellschaft da (https://www.historische-tauchergesellschaft.de/). Frank Werthwein und sein Team haben gezeigt, dass alte Ausrüstung nicht nur gut aussieht, sondern noch richtig gut „taucht“. Helm, Schlauch, das volle Programm – einsatzbereit getestet, nicht als Vitrine. Viele sind stehen geblieben. Neben Marine, Mermaids und Schnupperern war das der andere Blick auf denselben Sport: so hat Tauchen angefangen, und so funktioniert es zum Teil immer noch.

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Dann das Unterwasser-Schach, organisiert von Fridthjof Schiffmann. Ein Zug, ein Atemzug. Nicht so einfach. Genau deshalb gut. Wer am Rand stand, hat gesehen, dass Konzentration unter Wasser eine ganz eigene Qualität hat. Kein Showkampf. Einfach Schach, nur nass.

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An zwei Tagen haben Daniel Scott und Markus Schmidt Kleidung von Tom Tailor, Engelhorn Active Town, Woolworth und Galeria unter Wasser fotografiert. Stoffe, die sich im Wasser anders bewegen als auf der Stange. Parallel hat Alexander Strauss die RNZ Models im Wasser trainiert, die Besten rausgeholt und ins Testshooting geschickt. Unter Wasser laufen, halten, gucken – das muss man üben. Die letzten beiden Tage hat Konstantin Killer fotografiert (https://www.unterwasser-model-kunstfotografie.de/). Was dabei rausgekommen ist, kann man sich anschauen. Mehr muss man dazu nicht sagen.

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Was den Sommer getragen hat, war nicht ein einzelner Programmpunkt. Es war das Netz. Fast alle Tauchanbieter der Region und etliche darüber hinaus haben mit angepackt: Schulen, Vereine, Einsatzkräfte, Profis, Mermaids, Fotografen, Historiker, Sponsoren. Dieses Netz gab es vorher schon. Nach zwölf Wochen am RNZ ist es enger geworden. Die Breite der Aktionen unter Wasser hat den Erfolg ausgemacht. Wer nur schnuppern wollte, konnte schnuppern. Wer Arbeitstauchen sehen wollte, hat Arbeitstauchen gesehen. Wer Flossen, Helm, Horizon oder Schach wollte, hat das bekommen. Genau diese Mischung hat die Leute am Container gehalten.

Spenden für den Meeresschutz

Über die zwölf Wochen kamen 6.500 Euro für den Meeresschutz zusammen, davon 500 Euro von der Tom-Tailor-Filiale im RNZ für die Turtle Foundation. Das Geld geht an die Turtle Foundation, die Dolphin Watch Alliance und Ghostdiving. Übergeben wurde es am letzten Abend – bei einer richtig guten Fete am Container, zu der alle Beteiligten eingeladen waren. Nach zwölf Wochen Wasser, Hitze, Auf- und Abbauen, Schnupperern, Shows und dem täglichen Betrieb war das der richtige Schluss. Einfach zusammenstehen, danke sagen, das Geld übergeben und den Sommer ausklingen lassen.

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Zwölf Wochen. Ein Container. 421 Schnupperer. Ein paar volle Logbücher. Ein paar neue Kurse. Ein Praktikant, der viel mitgenommen hat. Und viele Gesichter, die hinterher anders aussahen als vorher. Für die Tauchszene der Region war der RNZ Dive Hub ein Highlight. Tauchsport da, wo sonst eingekauft wird – und es hat funktioniert. Nach zwölf Wochen sind wir echt glücklich.

Rückblick im Film: https://www.youtube.com/watch?v=TZ5QLMN9gw8