Zwei Medaillen für deutsche Teams bei der CMAS-WM auf Bali

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08.11.2026 12:08
Kategorie: News

Vizeweltmeister im Video, Bronze im Foto

Vom 5. bis 11. Oktober haben sich in Pemuteran im Nordwesten Balis Unterwasserfotografen und -videografen aus 19 Nationen gemessen. 30 Fototeams und 13 Videoteams gingen an den Start. Es war die 22. Weltmeisterschaft in der Unterwasserfotografie und die 8. im Unterwasservideo.

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Der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) entsandte zwei Foto- und ein Videoteam. Das deutsche Team, rund um Teamkapitän Klaus Nüßlein, kehrte mit zwei Medaillen zurück.

Im Video-Bewerb wurde Frank Pastors als Videograf und Achim Goltz als Model und Assistent Vizeweltmeister in der Kategorie „Movie“. Gold ging hier an ein türkisches Duo. In der Kategorie „60 Seconds“ konnten die beiden den fünften Platz erobern

Bronze gab es in der Fotokategorie „Creative“ für Peter Borsch als Fotograf und Peter Schultes als Model und Assistent. Die beiden kamen außerdem in Weitwinkel (Platz 4), Fisch (Platz 4), Smart Device (Platz 5) und Weitwinkel mit Model (Platz 7) unter die ersten Zehn. Das zweite deutsche Fotoduo, Olaf und Doreen Reinhardt, belegte unter anderem Platz 5 in „Creative“ und Platz 6 in „Weitwinkel mit Model“. Borsch war schon bei der WM 2023 auf Kuba dabei und holte dort Silber in der Kategorie „Theme“.

Zehn Kategorien, ein Riff

Entschieden wurde in zehn Kategorien, sieben für Fotografen und drei für Videografen. Zu den Fotokategorien zählten „Fisch“, „Close Up“, „Thema“, „Weitwinkel“, „Weitwinkel mit Model“, „Creative“ und „Smart Device“ (für Aufnahmen mit Smartphone und ähnlichen Geräten).

Bei den Fotos stach Italien mit drei Goldmedaillen und sechs Medaillen insgesamt heraus. Portugal kam auf sieben Medaillen, darunter einmal Gold. Je zweimal Gold gab es für Chile im Foto und für Spanien im Video. Gastgeber Indonesien gewann in der Kategorie Weitwinkel ebenfalls Gold.

Nach dem offiziellen Trainingstag am 6. Oktober folgten zwei Wettkampftage. Schon am ersten Tag wurden zwei Teams beim ersten Tauchgang disqualifiziert, ein deutsches Team war nicht darunter. Laut Team-Blog hatten die Veranstalter am Abend zuvor noch einmal eindringlich auf eine bessere Tarierung hingewiesen. Wer im Riff schlecht tariert, kann Korallen beschädigen. Dass ein Wettkampf solche Regeln konsequent durchsetzt, ist ein wichtiges Signal, denn gerade Wettbewerbe haben Vorbildcharakter.

Die Fotografen wählten nach den Tauchgängen ihre Bilder aus. Für die Videografen folgten auf die Tauchtage anstrengende Schnittnächte: Die Filme mussten nämlich bis Mitternacht abgegeben werden.

Ausgerichtet wurde die Meisterschaft vom indonesischen Tauchsportverband PB POSSI unter dem Dach des Weltverbands CMAS. Vor Ort organisierte die Tauchbasis Karang Divers, die nach eigenen Angaben seit Jahren in der Riffrestaurierung der Bucht von Pemuteran aktiv ist. Für den Notfall stand eine mobile Druckkammer der indonesischen Marine bereit.

Pemuteran ist unter Tauchern vor allem durch sein Biorock-Projekt bekannt. Seit dem Jahr 2000 wachsen dort Korallen auf Stahlgerüsten, durch die schwacher Strom geleitet wird. Inzwischen stehen dort Dutzende solcher Strukturen im Wasser. Die Entwickler der Methode sprechen von deutlich schnellerem Wachstum, unabhängig überprüft sind diese Angaben bislang kaum.

Die nächste Weltmeisterschaft findet in Portugal statt. Die CMAS-Flagge wurde bei der Abschlussfeier bereits an die portugiesische Delegation übergeben. Die offizielle Abschlusswertung will der Weltverband innerhalb von zehn Werktagen nach der Zeremonie auf seiner Website veröffentlichen.

Weitere Informationen:
VDST, 2026 CMAS WM Indonesien - Bali (Ergebnisse und Team-Blog von Klaus Nüßlein)
 CMAS World Championship, Karang Divers
Veranstalterinfos, Karang Divers

Biorock Projekt:
Smithsonian Magazine, Biorock in Pemuteran
Bali.info, Pemuteran auf Bali: Tauchen, Biorock-Riff und Menjangan