Traunsee: Flugzeug geborgen!

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13.06.2005 13:51
Kategorie: News
UPDATE:
DAS FLUGZEUG WURDE HEUTE GEHOBEN!
BILD:

http://ws1.orf.at/oe/image/384977_3_309859.jpg

Einzelheiten über die Bergung gibt es hier bei den Kollegen von Nullzeit.at zu lesen:
http://tauchen.nullzeit.at/Content.Node/news/2005/06/thunderbolt_traunsee_bergung.php


Die seit Anfang des Monats laufende Bergung eines im Zweiten Weltkrieg im Traunsee versenkten US-Kampfflugzeuges soll unmittelbar vor dem Abschluss stehen. Das wurde trotz größter Geheimhaltung der Aktion am Montag bekannt.

Das Bergungsunternehmen, das nach eigenen Angaben über alle behördlichen Genehmigungen verfügt, soll die P-47 "Thunderbolt" der US Air Force am Wochenende von ihrem Fundort in rund 100 Metern Tiefe auf zehn Meter unter die Wasseroberfläche gehoben haben.

Montagnachmittag sollte ein Kran das Kriegsrelikt aus dem See ins Trockene hieven. Da Gefahr bestand, dass Öl aus dem Motor auslaufen könnte, errichtete eine Feuerwehr eine Ölsperre.

Die Bergungsaktion - deren Veröffentlichungsrechte sich ein deutscher Fernsehsender gesichert haben soll - erfolgt angeblich im Auftrag eines Millionen schweren Flugzeug-Oldtimer-Liebhabers. Begleitet wurde sie von Kritik vom Verein "Historische Flugzeugwerke Österreich", der ebenfalls das Flugzeug bergen will.

Er tritt dafür ein, dass das Wrack für ein österreichisches Museum erhalten werden sollte. Bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse sollte die Bergung untersagt werden.

Das Flugzeug ist eines von zwei, die zu Kriegsende in den ersten Maitagen 1945 in geringer Höhe über den See flogen. Die Amerikaner vermuteten gefangene Kameraden im KZ Ebensee. Mit den tiefen Überflügen sollte ihnen signalisiert werden, dass die Befreiung bevorstehe.

Doch einer der Piloten verschätzte sich in der Flughöhe. Der Propeller streifte im Wasser und brach. Dem Flugzeugführer gelang eine Notlandung auf dem Wasser. Er konnte sich noch aus der Kabine des Jagdbombers retten und ans Ufer schwimmen, hinter ihm versank die Maschine im See.

Wahrscheinlich volle Bewaffnung an Bord
Es ist sehr wahrscheinlich, dass noch die volle Bewaffnung an Bord ist. Sie bestand aus Maschinengewehren in den Flügeln und auch Bomben und sogar Raketen. Die einsitzige P-47 wurde von einem Sternmotor mit über 2.500 PS angetrieben und war bis zu 690 km/h schnell.

Quelle: ORF OÖ