Sportler:in mit Herz 2026: Christian Redl macht sich für Tauchclub RRTC stark

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22.09.2026 04:09
Kategorie: News

Wenn Rollstuhlfahrer unter Wasser schwerelos werden

Seit 2013 vergeben die Österreichischen Lotterien gemeinsam mit Sports Media Austria und der Österreichischen Sporthilfe im Rahmen der LOTTERIEN Sporthilfe-Gala die Auszeichnung "Sportler:in mit Herz" – für Athletinnen und Athleten, die sich abseits des Sports mit Leidenschaft für ihre Mitmenschen engagieren.

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Auch 2026 ist der Preis mit einer projektgebundenen Spende von 10.000 Euro dotiert, überreicht wird er am 15. Oktober live auf der Bühne der Wiener Stadthalle.

Ein Weltrekordhalter setzt sich für Handicap-Tauchen ein

Unter den acht nominierten Projekten dieses Jahres findet sich mit dem Wiener Recreation-Rehabilitation-Tauchclub (RRTC) auch ein Verein aus der Tauchszene. Für ihn setzt sich der österreichische Extremsportler Christian Redl ein – mehrfacher Weltrekordhalter im Apnoetauchen und international bekannter Freitauchtrainer und Speaker. "Genau deshalb unterstütze ich den RRTC", erklärt Redl. "Weil ich überzeugt bin, dass Abenteuer, Freiheit und die Faszination des Tauchens jedem Menschen offenstehen sollten – unabhängig davon, welche körperlichen Grenzen ihn im Alltag begleiten."

Der RRTC wurde bereits 1988 gegründet – ursprünglich als ergänzendes Rehabilitationsangebot für Rollstuhlfahrer nach Unfällen. Bis heute trainiert der Verein jeden Dienstag im Wiener Theresienbad und bietet Menschen mit unterschiedlichsten Einschränkungen die Möglichkeit zu tauchen: Rollstuhlfahrer mit verschiedenen Querschnittsgraden ebenso wie blinde und gehörlose Taucher. Das Grundprinzip des Vereins bringt es auf den Punkt: "Wir gehen miteinander tauchen" – unabhängig davon, welches Handicap jemand mitbringt.

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"Gerade für Menschen im Rollstuhl kann das Tauchen eine ganz besondere Erfahrung sein", so Redl. "In der Schwerelosigkeit des Wassers fallen viele körperliche Einschränkungen plötzlich weg. Bewegungen werden möglich, die an Land kaum oder gar nicht funktionieren. Das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit kann dabei zu einem wertvollen Bestandteil der Rehabilitation und Therapie werden." Wie stark dieser Effekt sein kann, verdeutlicht er mit einem konkreten Bild: "Wenn ein Mensch im Rollstuhl unter Wasser plötzlich frei schweben kann, wenn er für einen Moment nicht mehr auf seinen Rollstuhl angewiesen ist und einfach nur taucht, atmet und die Schwerelosigkeit erlebt, dann wird deutlich, welche Kraft das Wasser haben kann."

Hoher Aufwand für besondere Momente

Möglich wird das durch erheblichen personellen und technischen Aufwand: Taucher, die sich unter Wasser nicht selbstständig fortbewegen können, benötigen bei jedem Tauchgang die intensive Begleitung eines speziell ausgebildeten Tauchlehrers, hinzu kommt individuell angepasste, kostenintensive Ausrüstung. "Freiheit kennt keine Grenzen. Schon gar nicht unter Wasser", bringt Redl seine Motivation auf den Punkt. "Ich möchte mit meiner Unterstützung dazu beitragen, dass noch mehr Menschen diese außergewöhnliche Erfahrung machen können."

Jetzt abstimmen

Von Montag, 21. September (0:00 Uhr) bis Sonntag, 27. September (24:00 Uhr) kann auf https://www.sporthilfe.at/sportlermitherz pro IP-Adresse einmal täglich für das Lieblingsprojekt abgestimmt werden. Wer den RRTC und Christian Redls Einsatz unterstützen möchte, kann in diesem Zeitraum seine Stimme abgeben.

Weitere Informationen:
Sporthilfe – Sportler mit Herz / Kandidaten
Wiener Recreation-Rehabilitation-Tauchclub (RRTC)