Russisches Atom-Uboot K 159 gesunken

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01.09.2003 01:11
Kategorie: News
Auf seinem Weg zum Verschrotten ist das am 9. Oktober 1962 auf der Sevmash-Werft vom Stapel gelaufene Atom-Uboot K-159 der russischen Marine in einem Sturm gesunken. Statt der üblichen Besatzung von 104 Seeleuten waren nur zehn Mann an Bord auf dem Weg von der Marinebasis Gremikha zur Werft von Polyrny. Da die dem 107,4m langen Uboot der November-Klasse eigenen Tauchzellen 1,4,3,5,9,13 auf der Steuerbordseite und die Tauchzellen 2 sowie 8 auf der Backbordseite undicht waren, konnte das 7,9m breite Uboot nicht mehr aus eigener Kraft schwimmen und soll deshalb schon einmal an seinem Abstellplatz, auf dem es schon seit 1989 außer Dienst gestellt vor sich hinrostete,gesunken sein. Um dem auf der Fahrt zum Schrottplatz vorzubeugen wurden vier Pontons zur Auftriebserzeugung am 4.759t großen Uboot befestigt. Der aufkommende Sturm riß diese jedoch los, so daß das Boot umkippte und wegen dem durch das offene Turmluk einströmende Wasser in 238m Tiefe versank. Zwar konnten drei Mann der Brückenwache noch von Bord springen,jedoch wurde nur ein Matrose -Maxim Tsibulsky-lebend gerettet. Zwar kündigte der Chef des russischen Marinestabes an, daß K 159 gehoben werden würde, jedoch angesichts der chronisch leeren Kassen in Rußland bleibt wohl abzuwarten inwieweit sich diese Aussage erfüllen wird. An Bord befinden sich auf jeden Fall noch zwei Kernreaktoren vom Typ VMA mit einer thermischen Leistung von 70 Megawatt. Der Reaktorkern in diesem Uboot enthält außerdem noch ca. 800 Kilo abgereicherten Kernbrennstoffs mit einer Radioaktivität von 750 Curie pro Kilo. Daß K 159 sehr durchrostet ist und die Reaktoren zuletzt 1972 wieder neu aufgeladen wurden trägt nicht gerade zum Sicherheitsgefühl alle bei. Als Ausgleich für den Tod der Seeleute hat der Regionalgouveneur von Murmansk den Familien eine Entschädigung von 10.000 Rubeln pro Kopf zugesichert. Das sind ca. 330 US-$ ....