Piratengold? Schatz vor Tonga entdeckt?

Teile:
13.08.2012 11:53
Kategorie: News

Piraten-Schatzschiff vor Tonga entdeckt?

Lifuka Tonga - Piratenwrack - Port au Prince
Fundort des Wracks vor Lifuka, Tonga

Vor der Insel Lifuka, Tonga – Südpazifik – haben Taucher womöglich das Wrack eines Piratenschiffes entdeckt. Seit dem Verschwinden vor 200 Jahren ranken sich diverse Mythen um einen wertvollen Goldschatz an Bord. Jetzt steigt natürlich das Goldfieber...

Das britische Kaperschiff wurde eingesetzt um Siedlungen an der Küste Perus zu plündern. Auch spanische Schiffe gehörten zum Kapergut der „Port-au-Prince“. Bei einer erweiterten Tour über den Pazifik im Jahre 1806 wurde das Kaperschiff vor Lifuka von polynesischen Einwohnern geentert und versenkt. Am 1. Dezember 1806 ankerte das britische Kaperschiff vor der Tonga-Insel Lifuka - und wurde so zur leichten Beute der Ureinwohner des polynesischen Inselstaats. König Finau 'Ulukalala ließ nur wenige Männer am Leben - darunter William Mariner. Der 15-jährige Schiffsjunge Mariner überlebte den Angriff und berichtete nach seiner Rückkehr nach England von dem Goldschatz an Bord.

Die Wrackteile liegen vor der Küste Lifukas auf dem Meeresboden verstreut. Vor der Inselgruppe Ha'apai stießen die Taucher auf Reste eines mit Kupfer verkleideten Rumpfs. Ob es tatsächlich die „Port-au-Prince“ ist, ist bisher allerdings unklar. Darren Rice, einer der beiden Taucher die das Wrack gesehen haben ist aber sicher: „In der Region wurde nur ein Schiff als vermisst gemeldet. Es muss die „Port-au-Prince“ sein“. Fachleute halten dies aber für eine gewagte These. Es könnten zur fraglichen Zeit auch andere Schiffe in dem Gebiet gesunken und längst in Vergessenheit geraten sein, meint Martin Siegel, Chef der Gesellschaft für Schiffsarchäologie. Die Meldung vom Fund des berühmten Wracks sei deshalb "eher populistisch und euphorisiert als wissenschaftlich belegt".

Das Goldfieber hat aber bereits begonnen. Geduld ist trotzdem notwendig denn Taucher Rice berichtet, das Wrack liegt auf einem Riff in einer Region mit sehr rauer See. "Seit zwei Jahrhunderten wird es von bis zu fünf Meter hohen Wellen überspült, Wrackteile liegen auf dem gesamten Meeresboden verteilt." Wegen der rauen See können erst im November oder Dezember weitere Tauchgänge unternommen werden.