North Bali Divecenter erstellt künstliches Riff

Teile:
10.11.2014 07:07
Kategorie: News

Beton für maritimes Leben

Die Bauteile des künstlichen Riffes werden am Strand vorgefertigt.
Die Bauteile des künstlichen Riffs werden am Strand vorgefertigt
(im Bild ein vergleichbares Projekt aus Lombok).


Im North Bali Divecenter wird mit einem Pilotprojekt zum Bau eines künstlichen Riffs gestartet. Unter der Leitung des deutsch-australischen Meeresbiologen Dr. Jens Knauer werden in ca. 5m Tiefe vor dem Hotelstrand (neben dem bereits 2013 versenkten Wrack) drei Betonkonstruktionen errichtet, die alternativen Laich- und Lebensraum für Jungfische bieten sollen.

Bei dem Projekt an der Nordküste Balis wird bewusst ein anderer Weg eingeschlagen als bei vergleichbaren Aktionen, die durch den Einsatz von Eisen evtl. mit Strom (Bei künstlichen Riffen aus Metall wird oftmals Gleichstrom, z.B. aus Autobatterien eingesetzt, um einen mineralischen Niederschlag vom Meerwasser auf das Metall zu erzeugen. Durch die elektrolytische Reaktion werden hauptsächlich gelöste mineralische Salze aus dem Meerwasser niedergeschlagen. Hauptsächlich lagert sich auf der Stahlkonstruktion Calciumcarbonat und Magnesiumhydroxid ab) und anderswo abgebrochenen Korallen auf schnelle und spektakuläre Erfolge setzen. Vielmehr soll hier genau beobachtet werden können, wozu die Natur selbst fähig ist, sobald man sie einfach in Ruhe lässt.

Die Basis des künstlichen Riffs direkt nach Einbringung ins Wasser.  Erste Besucher an den Betonaufbauten.
Die Konstruktion wird ähnlich wie ein vergleichbares Projekt aus Lombok,
welches bereits aufgebaut wurde, aussehen.


"Nach jahrzehntelangem Dynamit- und Zyanidfischen an den ufernahen Riffen und dem Raubbau von Korallenfelsen für die Fundamente von Häusern im Uferbereich ist das Meer im Nordwesten von Bali seit ca. 2005 wieder in der Lage, sich zu regenerieren", berichtet Jörg Scharf vom North Bali Divecenter. "An einigen Riffen, die vom North Bali Divecenter aus betaucht werden, z.B. Magic Forst, Tankad Asam und Tankad Rajeng, ist bereits zu sehen, in welchem atemberaubenden Tempo fast tote Riffe sich wieder mit Korallen- und Fischbestand besiedelt haben", führt Jörg weiter aus.

Ab Januar 2015 wird unmittelbar vor der Tauchbasis zu beobachten sein, wie sich die Entstehung eines Riffs auf natürliche Weise entwickelt. Ein beabsichtigter Nebeneffekt besteht im verbesserten Schutz der Jungfischbestände im Uferbereich, die bisher weitgehend schutzlos den lokalen Kleinfischern ausgesetzt waren. Wir werden in regelmäßigen Abständen über die Entwicklung des künstlichen Riffs berichten. Chronologische Bilderserie über die Besiedlung werden hierzu angefertigt.

Fragen und weitere Infos unter js@tauchen-bali.net oder www.balidivecenter.com