Neues Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr-Taucher Lübeck

Teile:
28.07.2007 11:08
Kategorie: News

22 Jahre lang rückten die Lübecker Feuerwehrtaucher mit ihrem Einsatzwagen aus. Seit Mittwoch gibt es endlich Ersatz: Für 85.000 Euro wurde ein neues Fahrzeug beschafft und nach den Vorschlägen der Taucher ausgerüstet.


Nach 22 Jahren wurde der Einsatzwagen der Feuerwehrtaucher außer Dienst gestellt.



"Bei der derzeitigen Haushaltslage war das keine leichte Entscheidung", so Innensenator Thorsten Geißler, "aber neue Sicherheitsbestimmungen in der Fahrzeug- und Gerätetechnik sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen machten den Kauf unumgänglich." Die Möglichkeit, eine kleine Summe der Kosten für die Neubeschaffung des Fahrzeuges gegenzurechnen, besteht, da der außer Dienst gestellte alte Taucherwagen meistbietend an Gewerbetreibende verkauft werden soll. Dieses Fahrzeug mit dem Zulassungsdatum April 1985 entsprach als Taucherfahrzeug nicht mehr den heutigen Sicherheitsbestimmungen und auch nicht annähernd dem aktuellen Abgasstandard Euro 4. Die Feuerwehr ist froh, den alten Wagen los zu werden. Er sorgte regelmäßig für einen Ölfleck in der Halle.


Das neue Fahrzeug bietet mehr Platz für die Taucher.



Das neue Fahrzeug bietet ausreichend Platz für vier Taucher sowie diverse Einsatzgeräte. Und vor allem können sich jetzt auf der Fahrt zum Einsatz zwei Taucher umziehen. Bisher konnte nur einer seine Ausrüstung anlegen und sofort in den Einsatz gehen. Das war eigentlich gegen die Vorschrift: Bei jedem Tauchgang muss ein Rettungstaucher bereit stehen.
Schon seit 50 Jahren bildet die Berufsfeuerwehr aus ihren eigenen Reihen Rettungstaucher aus. Nach Aussage des Lehrtauchers Herbert Kerkhoff werden zwischen 20 und 30 Einsätze pro Jahr gefahren. Dabei liegt der Schwerpunkt im Bereich der Menschenrettung, gefolgt von der technischen Hilfe und der Tierrettung.

"Die Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Lübeck ist zurzeit 34 Mann stark und die Bürger der Hansestadt Lübeck können sich darauf verlassen, dass 24 Stunden rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr jeweils vier ausgebildete Taucher zur Verfügung stehen", so Innensenator Thorsten Geißler.
Die Ausbildung der Neuen Rettungstaucher beträgt 12 Wochen, wobei auch das neu beschaffte Tauchereinsatzfahrzeug eng in die Ausbildung eingebunden wird. "Jeder Handgriff muss sitzen", so Tauchereinsatzleiter Herbert Kerkhoff. "Die Taucher müssen sich blind aufeinander verlassen können."
Innensenator Thorsten Geißler übergab Herbert Kerkhoff den Schlüssel für das neue Fahrzeug.


Innensenator Thorsten Geißler übergab Herbert Kerkhoff den Schlüssel für das neue Fahrzeug.



Quelle: HK-Live
Fotos: VG