Künstliche Riffe in Thailand: Dakotas am Meeresgrund

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24.11.2008 17:10
Kategorie: News

Flugzeuge und Helikopter als künstliche Riffe in Bangtao/Phuket

Thailand/ Phuket  (24.11.08/07:00 Ortszeit): Vor Ort sind Stefan Baehr und Harald Buchner und berichten exklusiv für Taucher.Net / DiveInside. Heute war es nach jahrelanger Planung und Vorbereitung endlich so weit: die Versenkung der C47 Dakotas und Sikorsky-Helikopter als künstliche Riffe und Tauchattraktionen geht in die Zielgerade.

Ponton mit C47 Dakotas - künstliche Riffe Thailand - Stefan Baehr
Die erste Dakota auf dem Weg zu Ihrem letzten Ruheplatz...  (© Stefan Baehr)

Der Ponton mit den vier Flugzeugen und sechs Helikoptern stand um 7 Uhr morgens unweit der ersten Versenkungsstelle. Ein riesiger Schlepper wurde vor den Ponton gespannt, um die endgültige Position zu erreichen. Die Wetterbedingungen waren nahezu ideal, keine Welle, kein Wind und nur eine moderate Strömung. Gerald Poschauko von Pearl Andaman Diving hatte für die Presse und Akteure sein Liveaboard-Schiff zur Verfügung gestellt. Geplant waren etwa 20 Gäste, allerdings geriet die Veranstaltung etwas aus dem Rahmen, als zusätzlich 40 nicht geladene Personen gegen Mittag das Boot und das Buffet stürmten...

Nach diesem Überfall konnte die Versenkung endlich fortgesetzt werden. Der riesige Kran des Pontons senkte das erste Flugzeug auf die Wasseroberfläche, als der als Dakota-Hunter bekannte Hans spektakulär von der Plattform sprang und auf der Dakota herumkletterte. Ein Boot mit Security Personal fährt los um ihn einzufangen. Schnell stellte sich heraus, dass der bekannte Dakotaexperte keineswegs einen Gag veranstalten wollte, sondern befürchtete dass die luftgefüllten Tragflächen bzw. das Leitwerk abbrechen könnten, da nicht genügend Entlüftungslöcher angebracht waren. Die Navy Seals der thailändischen Marine brachten daraufhin weitere Löcher im Bereich  des Leitwerks an.

Der erste Tauchgang an der Dakota -  Stefan Baehr
Das erste Team erreicht die Dakota am Meeresgrund (© Stefan Baehr)

Nach getaner Arbeit senkte sich die erste der vier Dakotas dem Meeresgrund in 21 Metern Wassertiefe entgegen. Harry Buchner, Hans Raschhofer und der Unterwasserfotograf Stefan Baehr machen sich zum ersten Tauchgang an dem Wrack klar.

Harald Buchner in der Dakota
Im Innenraum der Dakota: Harald Buchner hat die Ehre der Erstbetauchung (© Stefan Baehr)

Die Sicht erweist sich leider als extrem schlecht; eher fühlten wir uns wie in einem Baggersee als in einem tropischen Meer. Bei diesem ersten Tauchgang mussten wir auch feststellen, dass die erste Dakota trotz extrem langsamen Absenkens stark gelitten hatte: hinter der Tragfläche ein kompletter Durchbruch und das als Sockel gedachte Betongestell gebrochen. Der technische Leiter des Projektes Rainer Gottwald von der TDA war über diese Panne nach so langer Vorbereitungszeit deutlich frustriert, glaubte man doch wirklich an alles gedacht zu haben. Bleibt abzuwarten, wie die restlichen Maschinen die Versenkung überstehen werden. Stay tuned – wir berichten weiter live aus Thailand!

Siehe auch Teil-1 der Live-Reportage.