Auf Schatzsuche am Peloponnes

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08.08.2000
Kategorie: News
Seit zwei Monaten warten der Australier griechischer Abstammung Dimitris Veneris und sein Team darauf, endlich an die Arbeit gehen zu können.
Vor der griechischen Hafenstadt Kalamata warten Goldbarren, Münzen, Schmuck und Edelsteine im geschätzten Wert von 5 Milliarden Mark darauf, gehoben zu werden.
Versenkt wurde der Schatz von deutschen Wehrmachtsoffizier Max Merten im zweiten Weltkrieg.
Merten war deutscher Stadtkommandant im besetzten Thessaloniki..
Er erpresste Lösegelder von Ortsansässigen Juden. Ungeachtet dessen wurden auch diese, insgesamt 80.000 Menschen, in ein Vernichtungslager deportiert. Bereichert hat er sich auch an der Vermarktung des Grundbesitzes der abtransportierten Juden.

Seinen Goldschatz verstaute er in 50 Kisten auf ein Fischerboot, was er dann südlich von Kalamata absichtlich versenkte.
Merten hatte gehofft, den Schatz nach Kriegsende heben zu können, wurde jedoch festgenommen und starb 1976, ohne den Schatz je gehoben zu haben.
Gregoire Koilbanis, ein Schweizer, der das Tauchen von Jacques-Yves Cousteau gelernt hat, beteiligt sich ebenfalls an der Suche.

Jeweils ein Viertel der Erlöses soll an das Bergungsteam und an die jüdische Gemeinde in Griechenland, die andere Hälfte an den griechischen Staat gehen.

Doch bisher wurde die Taucherlaubnis verweigert. Nach Aussage der griechischen Behörden soll zunächst eine Expertenkommission gegründet werden, die die Tauchgänge überwacht und die Funde katalogisiert.