"Oekotest" testet (UW)-Einwegkameras

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06.10.2004 17:45
Kategorie: News
Wenn am Ausflugsziel ein Kiosk mit Einwegkameras für ein paar Euro lockt, fällt der Griff zu den poppig gestalteten Wegwerfmodellen leicht. Im Jahr 2002 wurden rund vier Millionen dieser Kameras, die im Branchenjargon "Film mit Linse" heißen, verkauft - ein Zuwachs von über 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Einsatzbereiche für Einwegkameras gibt es reichlich: Die robusten Unterwassermodelle taugen zum Schnorcheln in sonnigen Gefilden und sind optimal vor Versandung geschützt. Kameras mit Blitz werden in Amerika schon im Sechserpack zum Verteilen auf den Tischen bei Hochzeitsfeiern angeboten. Pateneltern schicken ihren Schützlingen in der Dritten Welt Einwegkameras, um sich von Existenz und Lebensumständen ihrer Patenkinder ein Bild zu machen.
Doch angesichts der teilweise aufwändigen Plastikgehäuse, der Batterien und Platinen in den Blitzmodellen überkommt so manchen potenziellen Käufer das schlechte Gewissen: Darf man den Verpackungen trauen, die Wiederverwertung versprechen oder gar behaupten "Diese Einwegkamera trägt zum Umweltschutz bei"? Oder sind es wirklich reine Wegwerfmodelle, die nach dem Entwickeln einen gigantischen Müllberg erzeugen?
ÖKO-TEST hat elf Einwegkameras mit Blitz und sieben Unterwassermodelle eingekauft und auf Bildqualität und Handhabung testen lassen. Außerdem wurde das Material der Kameras geprüft, zudem haben wir die Anbieter gebeten, ihre Recyclingkonzepte offenzulegen.

Mehr Infos: http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgs.cgi?doc=29909