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...mehrere seit Wochen gesperrt
Seit Anfang Juni spielt sich am Roten Meer ein wirtschaftliches Drama ab. Unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit liegen 13 Safarischiffe gesperrt im Hafen. Es gibt keine Anklage, es gibt keine Case Nummer und wohl niemand der hier eine Entscheidung treffen will. Beteiligt sind hauptsächlich das Tourismusministerium und natürlich die CDWS da es um touristische Schiffe im Roten Meer geht!
Die beteiligten Schiffe sind: die Heckler, die Eclipse und die Hermes – alle drei mit wohl einer Sonderrolle. Die weiteren Schiffe sind: Pegasus, Avo, Emperor Superior, Omneia Spirit, Aldebaran, Silki, Lyra, Sunshine, Red Sea One und ein Boot aus Sharm el Sheik.
Was ist da geschehen? Wir haben durch Gespräche mit verschiedenen Schiffseignern und Gästen und anhand von Informationen aus den beteiligten Behörden den Ablauf des Dramas skizziert.
In den nächsten Absätzen könnt ihr den genauen Ablauf lesen und welche Folgen dies für die Beteiligten hat!
Das Drama nimmt seinen Lauf
Der Abend des 3.6.: Die meisten Schiffe lagen vor der Insel Gubal Soraya. Die Insel ist in Safarikreisen recht gut bekannt und sehr beliebt. Seit Jahrzenten steuern Safarischiffe Klein Gubal an um einen schönen Abend zu verbringen: Sundowner am Strand, den Sonnenuntergang oder einfach einen Spaziergang auf der Sandinsel genießen. Auch an diesem Abend waren Gäste einiger der betroffenen Yachten auf Gubal Soraya um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Andere Yachten ankerten nur vor der Insel; deren Gäste schliefen bereits als etwas Überraschendes passierte…
Nochmals: Klein Gubal (Gubal Soraya) ist eine Insel die seit Jahrzehnten durch touristische Boote - wie beschrieben - genutzt wird. Das Gebiet ist, weil Seegebiet, unter behördlicher Verwaltung und es gelten Regeln: Diese wurden durch die sehr lange geduldete Nutzung wohl nie verletzt. Soweit der Status Quo am Nachmittag und Abend des 3. Juni auf der Insel Gubal Soraya.
Auf der benachbarten Insel Geisum war die Situation am 3. Juni anders. Es fand eine recht heftige Party statt. Die Gerüchteküche nennt die Gäste der Heckler, der Eclipse und der Hermes als Partybeteiligte. Von Gubal Soraya aus konnte man Bengalfeuer und relativ laute Musik sehen und hören. Auf Videoaufzeichnungen ist zudem zu sehen, dass Seenotrettungs-Notfallsignale als quasi „Ersatz-Feuerwerk“ abgefeuert wurden. Die Gerüchteküche nennt zudem Drogen als Bestandteil der Feier auf Geisum. Hier fand wohl eine recht deutliche Grenzüberschreitung der behördlichen Regeln statt!
In den späteren Abendstunden kamen Vertreter einer Behörde und beendeten die Party auf der Insel Geisum UND überprüften alle Schiffe im Umkreis also auch die vor Gubal Soraya liegenden. Selbst Schiffe vor der Insel Tawila die etwas weiter entfernt ist, waren von der Kontrolle und den nachfolgenden Maßnahmen betroffen.
Überprüfen hieß: alle Schiffspapiere wurden eingezogen und die Passagierlisten wurden von bewaffneten Offiziellen überprüft. Eine riesige „Überraschung“ auf den Safarischiffen vor Gubal Soraya um es freundlich auszudrücken. Manche Passagiere beschreiben die Zeit der Kontrollen als durchaus beängstigend. Auf einem Schiff das vor Geisum lag wurde eine erkleckliche Anzahl von Drogen gefunden wie wir aus informierten Kreisen einer der beteiligten Behörden erfahren haben.
Was geschieht nun?
Seit dem Abend des 3.6. liegen nun alle genannten Schiffe „gesperrt“ im Hafen: Sie dürfen mit dem Status „gesperrt“ natürlich nicht auslaufen! Es gibt keine Case Nummer, es gibt keine Anklage, es gibt nur die Sperre der Schiffe, die eingezogenen Papiere und Strafandrohungen (ohne weiteren Hintergrund).
Wohlgemerkt: alle genannten Schiffe sind betroffen, also auch die Schiffe vor Gubal Soraya und vor Tawila – alles Schiffe die mit der Party auf Geisum nichts zu tun hatten. Das ist eigentlich durch die Vor-Ort Kontrolle der Behörde klar geworden.
Seit dem 3.6. werden die Eigner aller betroffenen Boote regelmäßig behördlich einbestellt, aber richtig vorwärts wird der Fall nicht getrieben. Diffuse Forderungen ohne Anklage werden erhoben und der Status der Schiffe bleibt bestehen: GESPERRT!
Eine wirtschaftliche Katastrophe
Für die Eigner der Schiffe eine wirtschaftliche Katastrophe. Die eigenen Schiffe sind gesperrt und gebuchte Gäste müssen auf andere Schiffe umgebucht werden. Ein Totalausfall der Einnahmen und zudem die Ungewissheit was wohl passieren wird!
Angeblich hat sich seit Wochen die CDWS eingeschaltet; Aussage der CDWS ist „Wir haben alles menschenmögliche getan...“ Es gibt aber keine (greifbaren) Ergebnisse oder zumindest Informationen, dass irgendetwas vorangehen würde. Die Tourismusbehörde schweigt sich aus; die CDWS gibt auch keine Informationen zu diesem Vorfall raus. Die Safarieigner stehen ohne Perspektive vor einem riesigen Problem.
Die Eigner und Mannschaften der Schiffe die vor Gubal Soraya und vor Tawila lagen, können die Nicht-Beteiligung an der Party auf Geisum nachweisen. Die Schiffe bleiben aber ohne weitere Begründung gesperrt. Eine Lösung ist nicht in Sicht; im Gegenteil – es werden diffuse Forderungen ohne Anklage erhoben. Gleichzeitig ein kompletter Umsatzausfall durch die Festsetzung und nicht zu vergessen ist die Rufschädigung durch die Sperre.
Es gibt natürlich unzufriedene Gäste die aufgrund der aktuellen Lage auf andere Schiffe umgebucht werden müssen und nicht am ursprünglich gewünschten und gebuchten Schiff einchecken können. Eine absolute Katastrophe für alle Beteiligten. Ist das nun ein nächster Schritt um den Tauchtourismus in Ägypten nachhaltig zu stören? Der Wahnsinn hat wohl System und an der Stelle kann man die beteiligten Behörden nur darum bitten den Fall endlich zum Abschluss zu bringen. Oder gewinnt die behördliche Willkür? Und dies mit wirtschaftlichem Totalschaden für alle die das Pech hatten am 3.Juni vor den Inseln Gubal Soraya und Tawila zu ankern.