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West-Papua Raja Ampat

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Anfahrt / Anreise:
Flug Frankfurt-Singapore-Manado-Makassar-Sorong, anschließend Bootstransfer nach Kri Island
Örtlichkeit / Einstieg:
Wasser:
Salzwasser
Erreichbarkeit:
Bootstauchgang
Max. Tiefe:
35
Schwierigkeit:
Für Fortgeschrittene
Tauchgangstyp:
Wrack-TGStrömungs-TGHöhlen-TGBergseetauchgang
Nächste Füllmöglichkeit:
Tauchregulierung:
Nächster Notruf / Kammer:
Manado, also aussichtslos
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finde das das Tauchgebiet Raja Ampat völlig überb ...

finde das das Tauchgebiet Raja Ampat völlig überbewertet wird
Korallen sind in ordnung (da wo nicht mit sprengstoff gefischt wird) Sichtweiten max. zwischen 5 und 10 m und einiges an Müll im Meer, die Meeresbewohner welche speziel in dieser Gegend vorkommen sollten haben zur gänze gefehlt !!
würde dort nicht mehr hinfahren
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Im Mai 2009 waren wir auf Kri und werden diese In ...

Im Mai 2009 waren wir auf Kri und werden diese Insel in vier Wochen ein zweites Mal besuchen, denn es ist dort einfach unglaublich schön. Ich tauche schon einige Jahre und habe wohl ganz gute Vergleichsmöglichkeiten, glaube ich, u. a. analog zu West Papua: Coral Sea, Ningaloo Reef, Tuamotus, verschiedene indonesische und malaysische Inseln, Malediven + Lakkadiven mehrfach vor dem El Nino 97/98, Karibik und Rotes Meer. Ich habe noch nie einen Bericht ins Internet gestellt, immer nur von den Berichten anderer (bes. natürlich bei Taucher.net) profitiert. Kri hat mich so tief beeindruckt, dass sich das jetzt ändert.

Organisiert wurde bzw. wird die Reise von Extratour, Göttingen, geflogen sind wir mit Singapore Airlines. Wir flogen Freitagmittag in Frankfurt los und kamen am Sonntagabend auf der Insel an, mit einer Zwischenübernachtung in Manado.

Die Betreuung und Organisation durch extratour war (und wird es hoffentlich wieder sein) hervorragend. Alle Transfers haben super geklappt. Das “Zwischenübernachtungshotel“ in Manado (Tasik Ria) war gut. Beim Umsteigen während der inner-indonesischen Anschlussflüge tauchte immer, wenn die Umsteigezeit knapp war, wie aus dem nichts ein Agent auf, um uns zu lotsen und sich um das Gepäckaufsammeln und das erneute Einchecken zu kümmern. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet!

Der Weg nach Kri ist weit und anstrengend. Aber was einen dort erwartet, ist so genial, dass sich im Nachhinein die Frage, ob sich der Aufwand gelohnt hat, gar nicht erst stellt. Wir wählten die “naturnahe“ Variante und wohnten im Kri Eco, nicht im Sorido Bay, der Luxusabteilung. Aus Überzeugung, und nicht, um Geld zu sparen. Wenn man sich dem Resort nähert, ist das erste, was auffällt, das nichts auffällt. Neben der traditionellen Bauweise der Pfahlhäuser trübt keine Antenne, keine Kunststofftonne oder ein ähnliches Zeichen der modernen Zeit das Bild. Man ist im Paradies angekommen.

Die Anlage wird penibel sauber gehalten, die Häuser täglich gereinigt, die “Badehäuser“ (liegen etwas abseits, das Bad ist nämlich nicht direkt im Haus integriert) sogar mehrfach täglich, die Bettwäsche wird jeden 3. Tag gewechselt, Handtücher täglich (wenn man will). Die Mahlzeiten waren abwechslungsreich und lecker, die Angestellten freundlich, fröhlich und immer hilfsbereit.

Nun zum Wesentlichen, dem TAUCHEN. Pro Tag werden 2 Tauchausfahrten am Morgen, eine am Nachmittag und ein Nacht-TG angeboten. Meist sind die Tauchplätze schnell erreicht, es werden aber auch weiter entfernte Plätze als Halbtages- oder Tagesausfahrten angeboten. Die Boote waren in Ordnung (auch die Motoren!), ausreichend Trinkwasser und kleine Snacks (und der Notfallkoffer) waren immer an Bord. Die Crew war aufmerksam und sehr verlässlich. Da wir unsere eigene Ausrüstung mitgenommen hatten, kann ich zu der Leihausrüstung nichts sagen (die Riffhaken waren friemelig, besser den eigenen mitnehmen). Die Lagerräume und das “Tauchdeck“ sind ordentlich, die Flaschenluft gut und Nitrox auch zu haben. Die Tauchgänge waren gut geplant, fast immer Strömungstauchgänge. Oft hatten wir zu zweit einen Guide für uns allein, mit dem wir auch die ganze Zeit (2 Wochen) getaucht sind. (Nickson war klasse!!!).

Tja, und wenn man dann endlich ins Wasser springen kann, gehen Taucherträume in Erfüllung. Ich zähle jetzt nicht auf, was man sehen kann. Die Liste dessen, was wir nicht gesehen haben wäre eh kürzer. Es ist einfach unbeschreiblich, wie vielfältig die Lebensformen unter Wasser hier sind. Eine Orgie aus Farben und Formen, schaut einfach mal nach unter www.papua-diving.com, schlagt den passenden Dibelius an beliebiger Stelle auf oder, brandneu, fahndet nach der WWF Coral Triangle Photo Expedition Raja Ampat. Es kommt jeder voll auf seine Kosten, egal, ob man nun im Makrobereich schwelgen will und beim 20. Pygmäenseepferdchen immer noch voller Enthusiasmus abdrückt, oder sich lieber größeren Dingen zuwendet. Die Unterwasserlandschaften sind fantastisch, “The Passage“ muss man gesehen haben. Sardines Reef, Sorido Wall und North Kri waren meine bevorzugten Reviere. Hier konzentriert sich das Leben in extremer Vielfalt. Bevor man es nicht selbst gesehen hat, kann man es sich absolut nicht vorstellen.

Bei der Auswahl der Tauchplätze werden Wünsche berücksichtigt, aber man achtet sehr darauf, einen Platz nicht zu häufig zu betauchen. Die Briefings sind deutlich. Der Guide und die Crew kennen sich 100 %ig aus. Es wird sehr darauf geachtet, dass die Gäste “umweltverträglich“ tauchen.

Versucht man sich vorzustellen, welch ein logistischer Aufwand notwendig ist, um so eine Rundumversorgung bieten zu können, ist es schon fast unglaublich, wenn man dagegen hält, an welch einem abgelegenen Ort auf der Erde man sich befindet! Da ist es mir dann völlig egal, dass das “Badehaus“ (bestehend aus einer separaten, europäischen Toilette und einem indonesischen Schöpfbad, Waschbecken und genügend Ablagefläche und Haken) ca. 30 m vom Haus entfernt im Wald steht oder das Wasser im Schöpfbad “nur“ inselwarm und nicht boilererwärmt ist. (Nach dem Nachttauchgang steht erhitztes Wasser zur Verfügung.) Im Gegenteil. All dies trägt für mich zur Besonderheit und zum Charme dieser Anlage bei. Dass hin und wieder ein “Tier des Waldes“ den Weg in mein Zimmer findet oder “Fensterläden“ und “Türen“ (alles aus Palmstroh geflochten) im Gewittersturm rappeln, kann man sicherlich auch als nervend empfinden. Aber wenn man den Grasteppich im Zimmer zur Seite zieht, sitzt man auf dem Bett und sieht zwischen den Bodenbrettern die Fische schwimmen. Wo sonst gibt es das? Und jeden Morgen frisch gebackenes Brot, verschiedene Sorten abwechselnd, hier mitten im Nichts.

Und wer es exklusiver möchte, kann es ja mal im angrenzenden Sorido Bay versuchen. Da gibt es feste Häuser mit Klimaanlage und allem, was das anspruchsvolle Herz begehrt.

Dies ist keine Werbung und ich werde auch nicht gesponsert. Für mich war es einfach so. Kri ist als “Gesamtkunstwerk“ derzeit unschlagbar, deshalb mindestens

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