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Im Mai dieses Jahres war ich mit einer kleinen ...

Im Mai dieses Jahres war ich mit einer kleinen Truppe in Vrsar. Der Ort hat sich das ursprüngliche Flair einer alten Fischersiedlung bewahrt. Mit dem malerischen Hafen und dem historischen Ortskern bezaubert er den Gast.
Schon von Illyrern besiedelt, die Reste einer Festung zeugen davon, hat der Ort eine lange Geschichte aufzuweisen. Zu den ältesten Gebäuden zählen die romanische Basilika der Hl. Maria aus dem 12. Jahrhundert, die Stadttore (13. Jh.) und die Kirche des Hl. Antonius aus dem 17. Jh.
Die Küste rund um Vrsar ist stark gegliedert und 18 grüne Inseln bilden ein Archipel vor der Küste. In vielen Kiesbuchten und an diversen Felsenstränden kann man vorzugsweise im glasklaren Wasser der Adria baden.
In und um Vrsar hat der Gast die Wahl zwischen verschiedenen Hotels, Ferienhäusern und -wohnungen. Mehrere Campingplätze bieten zusammen etwa 20.000 Plätze. Die Preise für Übernachtungen sind sehr human. Der Ort selbst liegt auf einer bis zu 60 Meter hohen Landzunge. Im Nordwesten befinden sich die alten Marmorsteinbrüche, die dem Ort seinen Beinamen ´Stadt des Marmors´ gaben.
Betritt man den historischen Teil des Ortes durch das Haupttor an der Ostseite, gelangt man durch schmale, kopfsteingepflasterte Gassen zur Pfarrkirche Sv. Martin. Den erst 1990 errichteten Glockenturm kann man besteigen. Von hier oben bietet sich ein herrliches Panorama des Ortes und ein phantastischer Ausblick auf einige der vorgelagerten Inseln.

Vrsar ist ein wahres Eldorado für jeden Taucher. Die Tauchbasis Starfish-Diving-Center bietet eine Menge an Möglichkeiten, seine Tauchsucht zu befriedigen. Es sind Tauchplätze für Anfänger und Fortgeschrittene vorhanden. Interessante Landtauchgänge sind auch in der Hausbucht möglich mit einer Tiefe bis 12 m. Die Unterwasserflora und -fauna ist rund um Vrsar typisch für die Adria: Fischschwärme unterschiedlichster Art, Congeraale, Hummer, Drachenköpfe, Oktopusse, Sepias, Seepferdchen, Bärenkrebse, Seespinnen, Seesterne, Seehasen, Schwämme, Röhrenwürmer, Seegraswiesen usw. gibt es dort in großen Mengen. Desweiteren kann man sich zahlreiche Wracks ansehen, die in einer Tiefe bis 45 m liegen sowie Riffe, Steilwände, Amphorenfelder, Höhlen und Grotten. Als Beispiel für eines dieser Tauchgebiete sei das Inselchen Banjole genannt: Hier lockt ein Höhlensystem mit herrlichen Bewuchs.


Die Wracks

Die Baron Gautsch
Eines der schönsten Wracks der Adria. Passagierdampfer der österreichischen Handelsmarine der 1914 durch eine Mine der eigenen Kriegsmarine gesunken ist. Die oberen Decks sind sehr schön zu betauchen und bieten Congeraale und Hummer ein festes Zuhause. DieLänge des Wracks ist 84,5 m und es liegt in einer Tiefe von 28m - 40m.

Die Coreolanus
Wrack aus dem zweiten Weltkrieg. Vermutlich ein englisches Spionageschiff, das 1945 durch eine Minenexplosion vor Novigrad gesunken ist. Im Wrack sind Hummer, Conger und Dorschschwärme angesiedelt. Länge 50m, Tiefe 17m - 30m.

Torpedoboot Giuseppe Dezza TA 35
Ein in zwei Teile zerbrochenes Kriegsschiff aus dem zweiten Weltkrieg. Die große Bordkanone und ein Flackgeschütz sind noch immer recht gut zu sehen. Heringskönige, Hummer, Drachenköpfe und Dorschschwärme sind fast immer vorhanden. Länge 35m, Tiefe 30m - 35m.

Istra
Frachtschiff aus der Jahrhundertwende das durch eine Kollision in zwei Teile zerbrach. Sehr schön zu betauchendes Wrack, da sich viele Conger im Wrack angesiedelt haben. Länge 80m, Breite 11m, Tiefe 28m - 42m

Numidia
Großes Frachtschiff das vermutlich Zement und Wachs transportierte. Sehr schöner Bewuchs, viele Conger und Hummer. Länge 120m, Tiefe 28m - 40m.

Maona
Schleppkahn aus dem zweiten Weltkrieg bei dem noch eine kleine Bordkanone vorhanden ist. An diesem Wrack kann man oft Sepia, Kalmare, Octopus und Hummer beobachten. Einzigartig ist hier der große Dorschschwarm am Wrack. Länge 40m, Breite 8m, Tiefe 30m - 40m.