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MaledivendiverAOWD400 TGs

Yap Pacific DiversDas war überwältigend. Haie auf ...

Yap Pacific Divers
Das war überwältigend. Haie auf 8 Meter Tiefe, ohne Strömung, bei mehr als 50 Meter Sicht in das blau des Pazifiks und das gleich mit 20 Exemplaren.
Aber von Anfang an.
Der Hinflug über Japan ist erträglich, doch durch die 9 Stunden Aufenthalt in Guam sind wir über 30 Stunden unterwegs.
Wir werden bei strömenden Regen mitten in der Nacht von Dieter Kudler, dem Hotelbesitzer, am Flughafen abgeholt.
Noch ein kleines Bier in der Lobby des Hotels und dann nichts, wie ins Bett.
Am folgenden Tag checken wir in die zweckmäßig eingerichtete Tauchschule ein. Am Yetty warten schon 2 Speed Boote mit jeweils 230 PS Außenbordern. Aber bevor es zum Tauchen geht, hatten wir noch das Glück, am darauffolgenden Tag an den Yap Days teilzunehmen. Faszinierende Eindrücke, Yapesische Kultur mit einheimischen Tänzen, aber auch der kleine Jahrmarkt mit seinen lokalen Attraktionen.
Tauchen
Dann wurden wir endlich erlöst. Wir dürfen am 3. Tag endlich die Boote besteigen und zum legendären Manta Point aufbrechen. Und, welch Wunder für Yap, es kamen auch welche. Unglaublich, dass das Ganze auf 4 Meter Tiefe geschah und ohne jegliche Strömung.
Die Mantas kamen in 2-er, 3-er……. bis zu 8-er Formationen auf uns zu geschwommen und blieben für mehrere Minuten auf der Putzerstation. Die Paarungsstimmung macht mutig (Mantas) und so flogen immer wieder große Exemplare so dicht über unsere Köpfe, dass es wirklich dunkel wurde und die Fotos, trotz kleinem Weitwinkel, nur noch Ausschnitte der Mantas zeigen.
Aber es kam noch besser.
Wir fuhren weiter zum Vertigo Tauchplatz, nur 5 Minuten von den Mantas entfernt. Sprangen rein und sahen Haie. Hier ist ein Korallenplateau am Aussenriff, nicht besonders bewachsen, zwischen 7 und 10 Meter tief, dahinter dann ein stark abfallendes Riff. Dann kamen noch mehr Haie und was ich bisher noch nie gesehen hatte, die Fluchtdistanz dieser Haie ist nur 2 Meter. Das heisst, Du schwebst auf 8 Meter, guckst ins tiefe Blau und eine Gruppe von 3 grauen Riffhaien schwimmt direkt auf Dich zu und dreht 2 Meter vor Dir ab. Du drehst Dich um und auch hinter Dir schwimmen Haie und Du guckst nach oben und auch dort schwimmen welche über Dir. Insgesamt mehr als 20 Schwarzspitzen und Graue Riffhaie zum greifen nah. Phantastisch.
An dieser Stelle werden auch Haifütterungen durchgeführt, dann sind auch schon mal 35 Haie da. Dieter Kudler, Betreiber der Yap Pacific Diver hat das alles perfekt organisiert. Anne, meine Frau, hatte zu Beginn etwas Bedenken, zum Schluss unseres Urlaubes hat sie die Haie angebetet doch noch näher zu kommen. Keoni und Mike, die Tauchguides machen diese Haifütterungen mit Dieter gemeinsam und das ist wirklich super professionell. Alle Vorbereitungen geschehen in absolut relaxtem Umfeld, alle Taucher nehmen den zugewiesenen Platz am Riff ein, Dieter bereitet den Köder (Fisch im Eisblock) vor und zieht diesen dann binnen weniger Sekunden auf ca. 8 Meter. Die Haie nähern sich langsam und legen dann los. Große Aktivität ist jedoch nur in der Nähe des Köders, schon 2 Meter entfernt sind die Haie komplett entspannt. Ein Mega Schauspiel.
Nicht so schön war eine Fütterung der Yap Divers vom Manta Ray Bay Hotel (eine benachbarte Tauchschule) an der wir nur per Zufall teilgenommen haben. 2 Fischköpfe waren in einem kleinen Gitterkorb gesperrt und die Haie wurden bis zur Weißglut gereizt. Das sollten die Yap Divers nicht wiederholen. Zum Schluss schmissen Sie uns noch Fischköpfe vom Boot ins Wasser, um mit Kameras, die zuvor auf die Wasseroberfläche gelegt wurden, spektakuläre Aufnahmen zu machen. Die Haie schossen durch uns durch an die Oberfläche – nicht schön.
Also, auch bei der Haifütterung gucken mit welcher Tauchschule und vorher fragen, wie gefüttert wird.
Es gibt noch weitere Plätze die man unbedingt gesehen haben muss.
Die Wand an der Südspitze von Yap „Lionfish Wall“. Auch als erfahrener Malediventaucher (15 mal) habe ich das noch nicht gesehen. Komplett bewachsen zwischen 10 und 30 Meter, ca. 800m lang und alle Korallen sind geöffnet. Auch hier startet der Tauchgang mit einer Haisichtung, allerdings nur 3 auf einen Streich an der Hai-Putzerstation. Jedoch mindestens 8 Begegnungen mit Weissspitzen und Grauen während eines Tauchganges.
Auch Yap Corner und Mil Channel, beides mit Haien und Barakudas sind sehr gut.
Fazit: Abwechslung kann man finden wenn man nicht nur Mantas sehen will, die Haie sind jedoch der Oberknaller.
Die Tauchschule
Dieter Kudler geht sehr professionell zu Werke, man kann jedoch sehr individuell Tauchen. Keine festen Abfahrtszeiten, wenn Abends Party ist kann man auch am nächsten Tag erst um 13 Uhr zum Einfach- oder Doppeltank starten. Dreifachtank, abends Mandarinfische oder eben mal einen Kanal, überhaupt kein Problem. Ziele werden immer nach den eigenen Wünschen abgestimmt. Relaxte Stimmung auf dem Boot und nie Hektik sind die Zutaten beim tauchen mit den Yap Pacific Divers. Zwischen den Tauchgängen gibt es Stone Money Cookies und Getränke. Besonders zu erwähnen ist, sollte schon eine Gruppe anderer Tauchschulen im Wasser sein, wird in der Regel solange gewartet, bis diese fertig ist und dann kann die eigene, kleine Gruppe den Dive richtig geniessen.
Essen
Wer Individualität möchte, super frisches Essen (Fisch als Sashimi, gegrillt als Medium Rare oder doch Well done) vom Wahoo oder Mahi Mahi (beides Makrelenarten) oder für den Mitteleuropäer mal Nudeln italienisch, für den Neuseeländer Scott (war der verantwortliche Ingenieur für die Stromversorgung) auch ein Wiener Schnitzel, sollte ins Yap Pacific Dive Resort ( früher Traders Ridge ). Frühstück gibt es den ganzen Tag alla Carte (von Asia über heimisches bis zum Ei mit Bacon). Wir kamen auch schon mal vom Tauchen um 14 Uhr zurück, ich bin morgens nicht der Esser, hatte dann also um ½ 3 Uhr mein Frühstück, kein Problem.
Zimmer
Das Yap Pacific Dive Resort, ehemals Traiders Ridge, ist das schönste Hotel auf Yap. Es ist im kolonialstil gestaltet, hat schöne und geräumige Zimmer, Wireless Internet, ist sauber……………alles was der Europäer braucht. Hast Du einen Wunsch, nur äußern, wird hier sofort erledigt. Die Auswahl an Hotels ist auf Yap sehr begrenzt. Hier gibt es nur 5 Hotels mit insgesamt 150 Fremdenbetten, also bestimmt nicht überlaufen die Insel.
Eine Bitte an Alle, sollte Euch der Bericht animieren, dann bitte nicht nur Mantas tauchen, die Haie sind noch viel besser und Yap hat noch viel mehr zu bieten, auch an Land.
Urwald, Mega sympathische Einheimische und hier Dank an alle die uns geholfen haben, insbesondere Sam und Frank.


Hotel


Anne


mit Hai


mit mehr Hai


Barakudas


Haifütterung


Schlechte Haifütterung (Manta Ray Bay)