TGI Diving, Hotel Mövenpick, El Gouna

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Die Tauchbasis liegt direkt auf dem Gelände des H ...

Die Tauchbasis liegt direkt auf dem Gelände des Hotels Sheraton Miramar *****, ist vom Equipment her sehr gut ausgestattet und verfügt über ein eigenes Pier. D.h. man muss auch nur über kurze 50 Meter sein Zeug zum Boot tragen.

Wie üblich passen sich die Tauchbasen dem preislichen Niveau der angeschlossenen Hotels an, womit TGI sicher nicht zu den billigsten Anbietern im Raum Hurghada / el Gouna zählt.

Beim Preisvergleich mit anderen Anbietern ist jedoch darauf acht zu geben, dass TGI bei den PADI-Kursen immer das Handbuch und die Brevetierung inkludiert hat, die bei vielen anderen Tauchschulen extra zu bezahlen ist.

Auf die Tauchvorschriften wird genau geachtet, ohne - glaubwürdiges - Logbuch (das sich auch wirklich jemand ansieht) und Brevet und ausführliches Briefing kein Tauchen. Ärztliches Zeugnis wurde von uns keines verlangt. Wenn man regelmäßig taucht (6 Monate) reicht bei TGI die Standard-Selbsthaftungserklärung.

Um Taucher mit weniger Erfahrung kümmert sich immer ein Guide - ober und unter Wasser.

Wenn man den vergleichsweise etwas unterkühlten Erstkontakt im Büro hinter sich hat (bessert sich mit mal zu mal), ist man von Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft pur umgeben. Ab dem zweiten Tag gehört man praktisch zum Team und bekommt VIP Treatment.

Besonders toll fanden wir, wie sich alle TGI-Mitarbeiter unserer (sehr lebhaften) Kinder angenommen haben. Wir konnten unsere Kindern mit 3 und 6 Jahren so auch ohne Probleme aufs Boot mitnehmen, da - neben unserem Babysitter - gleich mehrere Personen da waren, die sich mit ihnen spielten und aufpassten.

Bei Heimfliegen weinten unsere Kindern nicht, weil der Urlaub aus war, sondern weil sie ihre Freunde von der Tauchbasis nun nicht mehr sehen werden.

TGI verwendet 12 Liter Stahltanks (DIN, INT-Adapter am Boot vorhanden), die leicht auch bei großem Luftverbrauch für die maximal erlaubte Tauchdauer von 60 Minuten reichen. Fülldrück war immer zwischen 205 und 215 bar - also alles bestens.

Die von El Gouna angefahrenen Riffe sind meist jene, die auch von Hurghada täglich in nördlicher Richtung angefahren werden (Shaab el Erg, Abu Nuhas, Dolphin House, Poseidon Garden, Ghiannis D, Carnatic etc. etc.).

Der Vorteil ist, dass El Gouna näher als Hurghada an diesen schönen Riffen bzw. Wracks liegt und man daher in der Früh als erster und ungestört bei den Ankerplätzen ist - und man noch dazu erst um 8.30 bei den Tages-Booten sein muss (HRG meist 8.00 Uhr).

TGI fährt keine überfüllten Riffe an, die Wracks werden meist ein Mal pro Woche angefahren. Leider erfährt man immer erst auf dem Boot, wo es tatsächlich hingeht.

Bei der Einteilung der Taucher auf die beiden (sehr) schnellen Boote (Michaela und Bongos) wird - so gut es geht - auf die Erfahrung der Taucher Rücksicht genommen, wenngleich es schon mal passiert, dass ein einzelner "alter" AOWD mit einem Boot voller OWD-Schüler 1. Tauchgang auf "große" Fahrt geschickt wird.

Mit etwas Nachdruck kommt man aber aufs "richtige" Boot, auch wenn die Bootseinteilung in der Früh, knapp vor Abfahrt, manchmal etwas unorganisiert wirkt.

Das Essen auf den Booten ist - so wie auf fast allen Tauchbooten - jenem in den Hotels mindestens ebenbürtig. Imer toll was die Crew aus den Miniküchen zaubert.

Das einzige Negative, dass es über die Tauchbasis zu sagen gibt, ist, dass die Boote zu klein sind. Auf der Michaela gibt es keine geschlossene Kabine, was speziell in den Wintermonaten und bei Wind sehr unangenehm, ist und auch das Essen zum Stehvergnügen macht.

Während die Bongos zumindest halbgeschlossen ist, haben beide Boote auch KEIN Sonnendeck, wie es bei den meisten Tagesbooten üblich ist. Entspannung ist daher weniger angesagt.

Belustigt nahmen wir auch zur Kenntnis, dass die einheimischen Tauchguides bei "nur" 24 Grad Wassertemperatur schon eher ungern tauchen (Trockentauchanzug!!!) und bei den Kursen die Tauchgänge daher eher kurz halten.

Alles in allem kann man TGI El Gouna jedenfalls ohne Sorge empfehlen, wenn einem das Sonnendeck am Boot nicht das Wichtigste ist.

Speziell wenn man im Sheraton El Gouna wohnt, braucht man sich nicht auf die Suche nach einer besseren oder billigeren Tauchbasis zu machen. Man ist mit TGI bestens bedient.

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