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nitroxfüralleTL**, Tech Inst1200 TGs

Ich stelle diesen Bericht im Namen unserer Gruppe ...

Ich stelle diesen Bericht im Namen unserer Gruppe ein - siehe unten:

Wir waren vom 17.2.2013 bis 21.2.2013 mit einer Gruppe von 4 Tauchern auf der Basis. Wir wollten einen Trimix 60 Kurs durchführen. Geplant waren 4 Tauchtage - 1. Tauchtag Checkdive & Landtauchgänge für Skills.
2. Tauchtag: Bootsausfahrt und TG mit Trimix 21/35 auf 50m, 3 Tauchtag: Landtauchgänge für Skills, 4 Tauchtag: Bootsausfahrt und TG auf 60m mit Trimix 18/45. Als Dekogase waren EAN 50 und Sauerstoff vorgesehen.
Der Gasbedarf war 4 Wochen im voraus angekündigt und von der Basis auch bestätigt worden. Kommunikation mit der Basis im Vorfeld via Mail,Telefon und durch unser Vorauskommando lief reibungslos.

Check - In:
Beim Check-in wurden Brevets, Logbuch sowie TTU durch die Basisleiterin geprüft. Soweit ok bisher.

Ausrüstung:
Wg, Equipment wurde uns gesagt, sucht Euch das Zeugs zusammen. Aus einem Konvolut von Alu80er Doppelpacks und Stages haben wir uns dann das Equipment zusammengesucht, was wir brauchten.
Die Doppelpacks waren teilweise noch gefüllt, ebenso die Stages. Es gab nur einen Analyzer (wir hatten unseren eigenen dabei, gottseidank). Dann die erste Überraschung: Entgegen der Absprachen war an Gasen eine Sauerstoffflasche 50l mit 80 bar Restdruck sowie eine Heliumflasche 50l mit 160 bar Restdruck vorhanden. Hmm, wir stellten fest, dass das Gas so niemals reichen würde, und haben unseren Tauchplan entsprechend angepasst. Umfülllequipment war mit Ausnahme eines Mini Boosters, der aber nur für Rebreatherflaschen ausgelegt war keines vorhanden (wir hatten eigenes dabei!).Dieses Teil war eine höchst eigenwillige Konstruktion und wurde mit einer ersten Stufe statt eines Industrie-Druckminderers betrieben. Das hatte seine ganz besondere Bewandtnis, wie wir später noch erfahren durften. Zunächst haben wir erst einmal unsere Doppelpacks angepasst. Das erwies sich als schwierig, denn die Schrauben und Gurte waren derart salzverkrustet, dass man erstmal einen Vorschlaghammer brauchte, um die Position der Schellen an unsere Wings anzupassen. Währenddessen kreiste permanent ein holländischer Mitarbeiter namens Wim um uns herum, der weniger durch Hilfsbereitschaft als denn durch seine permanenten, dummen Sprüche auffiel, und uns bereits nach kurzer Zeit gehörig auf die Nerven ging.
Nach 3 Stunden Bastelei waren wir endlich fertig, die Flaschen waren gefüllt und wir konnten zu den ersten Tauchgängen aufbrechen.

Tauchen am Hausriff
Unsere ersten beiden Tauchgänge führten wir am Hausriff der Basis durch. Dieses ist äußerst unspektakulär, hat den Charme eines Atombombenversuchsgeländes. Es gibt dort außer Müll. der von den Booten über Bord geschmissen wurde so absolut nichts zu sehen. Ok, es war uns egal, wir haben unsere beiden Schüler ausgiebig mit Skills beschäftigt, so dass unseren Kunden die Trostlosigkeit des Platzes nicht weiter auffiel. Ein Tauchgang an diesen hübschen Plätzchen kostet im übrigen 17 Euro pro Tauchgang !! Auch wenn man dieselbe Flasche ohne zu füllen noch einmal benutzt, zahlt man 17 Euro.

Wieder auf der Basis
Beim Ausstieg wurden wir durch den Mitarbeiter Wim mit hämischen Kommentaren bedacht. Es ist auch nicht so einfach, mit Doppel 80 und 2 Stages eine 6m hohe, rostige Leiter hochzuklettern. Geholfen hat uns keiner. Der Basis Staff stand mit Zigarette in der Hand oben an der Mauer und machte sich über uns, die gerade 17 Euro für einen Müll Tauchgang bezahlt hatten, lustig
Wir waren kaum aus dem Wasser, da wurden wir schon von Mr. Wim ermahnt, gefälligst die Flaschen abzuspülen - Wow, in den letzten 10 Monaten zuvor hat er das wohl vergessen, denn die Salzkruste war erheblich, als wir unser Zeugs zusammengebaut haben.
Anschließend haben wir unsere Flaschen für den nächsten Tauchtag vorbereitet. Dabei ging uns Jozef tatkräftig und unermüdlich zur Hand. Jozef haben wir nebenbei zum Gasblender für Nitrox und Trimix ausgebildet. Jozef war aber auch der einzige des Basisstaffs, neben Mustafa, dem Kompressormann, der mit Hand angelegt hat.

Bootstauchen
Am nächsten Tag waren wir zeitig auf der Basis, denn um 8:30 sollte das Boot ablegen. Die Bootscrew machte keinerlei Anstalten uns irgendwie mit dem Equipment zu helfen. Dank Jozefs und Mustafas Hilfe haben wir dann die Doppelpacks und Stages alleine ohne Hilfe der Bootscrew aufs Boot geschafft.
Das Boot machte einen schäbigen und vergammelten Eindruck. Bei der rechten Toilette ging die Spülung nicht, und trotzdem wurde diese reichlich, vor allem von der Bootscrew benutzt. Das Ergebnis kann man sich leicht denken. Ab frühem Nachmittag war zum betreten eigentlich eine Gasmaske erforderlich. Der Teppich im Salon war feucht und Schmuddelig. Dennoch mussten wir unsere Schuhe ausziehen und diese Pilz- und Bakterienbrutstätte barfuß betreten. Gottseidank ist in Ägypten Clotrimazolsalbe gegen Fußpilz frei verkäuflich, und die Anwendung einer großen Tube selbiger hat wohl auch schlimmeres verhindert. Die Crew benahm sich den männlichen Tauchern gegenüber feindselig, hatte dafür mehr Augen für die weiblichen Taucher, die mehr oder weniger offen angebaggert wurden. Der deutsche Bootsbesitzer war mit an Bord, qualmte von Hurghada bis Fanadir eine Schachtel Lullen und machte keinerlei Anstalten, seine Bootscrew
in die Schranken zu weisen, beim sonnenbaden war er allerdings immer der erste. Beim Erreichen des Tauchplatzes machte auch niemand Anstalten, den Tauchern zu helfen. Ok, wir haben uns fertig gemacht, machten unseren Tauchgang. Beim Ausstieg aus dem Wasser das gleiche Spiel. Weder von der Bootscrew noch von der Basis war irgendjemand auf der Taucherplatform um zu helfen, selbst der Taucherin mit Doppelpack wurde nicht geholfen. Nur Jozef zeigte wieder unermüdlichen Einsatz.
Das Mittagessen war erträglich.
Beim zweiten Tauchgang war das gleiche Spiel wie beim ersten. Niemand außer Jozef half den Tauchern. Stattdessen wurden wir bei der Rückfahrt noch angeblafft, als wir ein mitgebrachtes Dekobier trinken wollten. Beim Bootsbriefing war übrigens keine Rede von Alkoholverbot an Bord. Auch ermahnte uns deshalb an Land Ute nochmals.
Beim Abladen des Bootes machte die Crew wieder keine Anstalten, uns beim Abladen der Doppelpakete und Stages zu helfen. Wir wurden lautstark aufgefordert, es selbst zu machen, was wir allerdings ignoriert haben. Schlussendlich hat der Boosstaff dann doch das Material abgeladen und in den Dreck geschmissen. Pro Mann durften wir 30 Euro dafür bezahlen. Allen anderen Tauchern wurde übrigens beim abladen geholfen. Der Staff trug die Flaschen von Bord und an Bord, nur bei den Tekkis ist das anscheinend anders.

2.Tag am Hausriff
Unspektakuläres Tauchen auf der Müllhalde mit Skills für unsere Tauchschüler. Mit einem Doppelpack wurden 3 Tauchgänge unternommen. 17 Euro pro Tauchgang (macht 51 Euro) waren fällig, hämische und dämliche Kommentare von Wim inklusive.
Bereits um 15 Uhr begannen wir mit den Vorbereitungen für den nächsten Tauchtag. Immerhin mussten 4 Doppelpacks mit Tx 21/35 gefüllt werden (18/45 war nicht drin, zu wenig Helium vorhanden). Wir haben uns dann aus einem Konvolut von Stages, die alle nicht beschriftet waren, diejenigen rausgesucht, wo noch ausreichend Helium enthalten war und unsere Doppelpacks leidlich gefüllt. Der Mini Booster brauchte natürlich seine zeit. Um 18 Uhr waren 2 Doppelpacks gefüllt, ein weiteres zur Hälfte. Frau Basisleiterin pflaumte uns an, es sei jetzt Feierabend und sie müsse nach Hause. Jozef erklärte sich bereit, noch länger zu bleiben und weiter zu füllen. Ein weiterer deutscher Taucher und seine Freundin halfen mit, der Basisstaff war mit Ausnahme von Mustafa und Jozef verschwunden.
Von Wim war nur zu hören, wir sollen den Booster gefälligst nicht überbeanspruchen, der ginge sonst kaputt. Um 19:30 haben wir dann aufgehört. 3 Doppelpacks waren voll, das vierte wollten wir am nächsten morgen füllen. Bis 18 Uhr, also volle 3 Stunden kreiste Mr. Wim mit seinen wenig hilfreichen Kommentaren um uns herum.

Bootstauchen 2 Tag
Um 7:20 an der Basis um gemeinsam mit Jozef die restlichen Trimix und Heliumreste aus den Stages und der runmtergenuckelten Heliumflasche in das letzte Doppelpack zusammengeboostert. Um 8 erschien der restliche Basisstaff. Onkel Wim fing gleich mal an zu zetern wegen dem Booster - die gleiche Story bekamen wir dann 15 min später von der Basisleitung aufs Butterbrot geschmiert. Positiv, diesmal schaffte die Bootscrew unsere Flaschen, wenn auch unter Murren, auf das Boot. Bei der Ausfahrt nach Giftun das übliche Spiel. Weibliche Taucher wurden von der Bootscrew angebaggert, Bootsbesitzer rauchte 30 Lullen und schaute zu. Etwa 30 min von erreichen des Tauchplatzes fand ein Tauchgangsbriefing durch eine PADI Tauchlehrerin statt. Wir wurden angeblafft, dass wir gefälligst teilzunehmen hätten, auch wenn eigentlich klar war, dass wir mit unserem Gerödel nicht vorhatten, einen 25m Tauchgang zu unternehmen. War aber egal. Anpellen und ab ins Wasser - das gleiche Spiel wie immer. Niemand von der Bootscrew auf der Plattform zu sehen. Wir haben dann einen schönen , 1 stündigen Tauchgang unternommen. Ausstieg aus dem Wasser, niemand von der Crew zu sehen. Stattdessen rumgeblaffe, das Essen sei fertig und wir sollen uns gefälligst beeilen, was wir dann auch gemacht haben.
Auf einen weiteren Tauchgang haben wir dann verzichtet. Stattdessen wollten wir nach dem Mittagessen unser Equipment auseinanderbauen und spülen. Zuerst wurden wir von der Crew angeblafft, wir sollen das gefälligst an der Basis machen. Auf Nachfrage, ob der Spülschlauch nur zur Dekoration da sei und dass man den Frischwassertank auch wieder füllen könne, hat die Bootcrew uns in Ruhe gelassen. Stattdessen wurden wir von der Basis Tauchlehrerin namens Kerstin zurechtgewiesen, sie wolle jetzt ihren Mittagsschlaf auf der Plattform mache. Ok, wir haben dann das Spülen verschoben. Nachmittags wurde ein weiterer Tauchplatz angefahren. Auf einen weiteren Tauchgang haben wir verzichtet und die Zeit stattdessen genutzt, das Equipment zu spülen und zu zerlegen..

Wieder an der Basis
Das übliche Spiel - wir trugen, begleitet von Wim unseren Kram vom Boot. Die Flaschen haben wir, wie alle anderen Taucher auch, auf dem Boot gelassen. Es kam der übliche Hinweis, wir sollten die Flaschen spülen - wir haben ihm dann nur gesagt, er könne das ja machen, so wie bei den Sporttauchern auch.

Check Out
Nun wurde die Endrechnung präsentiert. Für uns TLs: 4 x Doppelpack a 11 Euro = 44 Euro, 2 x Bootsttauchen = 60 Euro, 4 x Landtauchen = 68 Euro, 8 x Stages = 40 Euro, also zusammen 212 Euro ohne Gase. Immerhin wurde ein Rabatt eingeräumt, so dass nur 194 Euro zu bezahlen waren.
Die Tauchschüler durften fast 800 Euro bezahlen, da 1l He 0,07 Euro kostet.

Fazit: Keinerlei Service, keinerlei Hilfe, ein vergammeltes Boot mit einer frechen, wenig hilfsbereiten Crew, ein Basisstaff der außer Jozef und Kompressormann Mustafa keinen Handschlag rührte, aber beim Schnorren des Feierabend Dekogetränks umso fleißiger war, ein langweiliges, fischbefreites Hausriff .....
Welche Empfehlung und wie viele Flossen er/sie da geben mag, bleibt jedem selbst überlassen. ich enthalte mich einer Wertung.
Vielleicht mögen Sporttaucher das anders sehen, aber für Tekkis ist die Basis eine Zumutung. und nein, wir kommen garantiert nicht wieder !

Manfred, Course Director, > 3000 TG
Dirk, TL **, Tek Instr. > 1200 TG
Micha, SSI Divecon Instr., CMAS adv. Nitrox > 500 TG
Annette, CMAS***, Trimix 60, > 600 TG
Gerd, CMAS***, Trimix 60, > 600 TG
Anne OWD 20 TG