Savedra, Panagsama Moalboal, Cebu

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Eroy64CMAS **325 TGs

Auf der Suche nach Erholung und Sommerwetter bin ...

Auf der Suche nach Erholung und Sommerwetter bin ich Anfang Juni für 3 Wochen nach Moalboal entflohen. Gebucht hatte ich Flug und Unterkunft bei den forumsbekannten www.tauchreisen-seebaer.de und bin dann mit Cathy Pacific und BA von Berlin über London und Hongkong direkt nach Cebu geflogen.

Gegenüber meiner ersten Reise auf die Philippinen 2001 wurden in Hongkong Airport inzwischen die Wege zwischen Ankunft- und Abreiseterminal erheblich näher zusammengelegt, so dass man seinen Anschlussflug bei nur 50 Minuten Aufenthalt nun ohne Zwischensprints erreicht!

Zwischen Juni und Ende Oktober ist Nebensaison auf den Philippinen, viele im Ausland arbeitende Philippinos nutzen dieses zu Heimatbesuchen; jeder hat, wie ich beim Warten auf mein Gepäck feststellte, mindestens 100 KG Gepäck dabei. Nach einer Stunde kam dann mein Gerödel übers Laufband und ich wurde vor dem von der Polizei abgeschirmten Flughafen von einem freundlichen Fahrer, der ein Schild mit meinem Namen hochhielt, empfangen.

Nach 3 Stunden Fahrt, der Fahrstiel und der Einsatz der Hupe ist ziemlich „ägyptisch“, erreichten wir das Savedra Dive Center von Kalle Epp wo ich mit Blumen und philippinischer Alkoholika empfangen wurde.

Unterkunft: Marina Village, einfache , sehr saubere Steinhäuser mit Ventilator und Aircon. Liegt direkt hinter der Basis.

Basis: Mares und Sherwood Leihausrüstung, Automaten teilweise neu, eine Nitroxanlage, die nicht nur EANX I + II sondern lt. Aussage von Kalle jede Mischung herstellt. Die Basis ist auch ein Tip für die Sportfreunde, die gern mal 120 m tief gehen und dabei ihre 5 Tanks mitnehmen.
Ferner 2 Spülbecken und viel Platz fürs eigene Gerödel, das dort im Schatten oder in der Sonne trocknen kann.
Getaucht werden kann im Prinzip rund um die Uhr, wobei eine Gruppe Japaner mit 3 Bootstauchgängen und 2 – 3 Hausrifftauchgängen täglich die Spitzenreiter waren. Es wird auf Kleingruppen geachtet, die von einheimischen, erfahrenen Guides gekonnt geführt werden. Die Jungs sehen wirklich jede Nacktschnecke und jeden Anglerfisch.
Wenn es mal voll wird, mietet die Basis noch ein paar Guides zusätzlich an.

Kalle ist auch CMAS ** Instructor, wobei die Ausbildung in der Regel nach PADI und auch SSI stattfindet. Die € Preise auf der Deutschen Homepage stimmen nicht, sie sind günstiger. Es gelten die Dollar Preise der englischen Version. Tauchgang so um die 18 $ (Malediven Urlauber aufgepasst: Die Bootsfahrt ist inclusive!), Nitrox Füllung + 8$.
Die Basis kümmert sich auch um den Transfer und die Flugrückbestätigung.


Revier:
Einfach Traumhaft. Solche Korallen habe ich zuletzt 96 auf den Malediven gesehen, vor El Nino.
Pescador Island mit riesigen Barakudas, Haien - Sunken Island, ein Nitroxtauchgang, beginnt auf 22 m und ist eine einzige Fischsuppe und ein 7 km langes, sehr gut erhaltenes Hausriff lassen eigentlich keine Wünsche offen.
Während meiner Anwesenheit wurden 4 Walhaie gesichtet – leider nicht von mir ;-(
Wassertemperatur im Juni: 28 °C. Kaum Strömung. Sicht ca. 15 – 30 m.


Das Dorf:
Zahlreiche kleine Restaurants, darunter auch 3 Italiener laden zum verweilen ein. Die Preise sind gemessen am europäischen Standart sehr niedrig: Für ein Abendessen legt man ca. 2 – 4 € hin, Frühstück ab 1 €.

Abends nach Schulschluss versucht die Dorfjugend das Familieneinkommen durch den Verkauf von Schmuck und sehr schönen T-Shirts (unter 3 €, gute Qualität) aufzubessern. Auf Versprechen, später zuzuschlagen, reagieren diese mit beachtlicher Hartnäckigkeit an den nächsten Tagen. Wenn ihr eure Ruhe haben wollt, empfehle ich 2 – 3 T – Shirts den Kids abzukaufen und zu verkünden, dass euer Souvenirbedarf damit gedeckt sei. Diese Nachricht verbreitet sich in Windeseile unter der gesamten Kinderschar und sie suchen sich neue Kundschaft aus.

Ein Internet Open Air Cafe mit passabler Geschwindigkeit und 2 Rechnern verbindet den Panagsama Beach mit dem Rest der Welt.

Nach Aussage von Kalle kommen viele Taucher nach Moalboal, die vorher schon einmal in Puerto Galera waren, denen es dort aber zu „laut“ und zu viel Trouble war.


Außer Tauchen:

kann man mit Jochen vom Planet Action noch 3 Tages Touren auf Vulkane oder diverse Mountainbike-, Reiter-, Wasserfallabseil- oder Motorradtouren unternehmen – diejenigen, die es versucht haben, hatten viel zu erzählen . www.action-philippines.com


Bei der Rückreise hatte ich noch Zeit, einen kurzen Abstecher nach Hongkong zu unternehmen (Airport Express in die Stadt – 100 HK $ = ca. 14 €, 30 Minuten Fahrzeit) da ich dort 10 Stunden Aufenthalt hatte. Nach insgesamt 36 Stunden Rückreise bin ich dann wieder in Berlin gelandet.

Insgesamt hat mich der Spaß, 3 Wochen Philippinen inclusive Tauchen, Nitrox Kurs, Essen und Nebenkosten rund 1700 Euros gekostet.


Noch n` paar Tipps:

- Lasst die $ zu Hause, der Euro ist mittlerweile voll anerkannt.
- Tauscht Geld schon am Flughafen um oder Unterwegs. Im Dorf und in Moalboal kann das, besonders an Wochenenden, sehr schwierig werden
- Wenn Ihr nicht soviel Geld mitschleppen wollt, mailt Kalle an. Er nennt euch ein Konto in Deutschland, auf das Ihr eine Anzahlung überweisen könnt.


zugelassen für max. 9 Personen: philippinisches Tricycle