Ich habe in der Zeit vom 03.03. bis 20.03.2005 mi ...
Ich habe in der Zeit vom 03.03. bis 20.03.2005 mit den Peponi-Divers insgesamt 20 Tauchgänge gemacht. Die Betreuung fand durch die Basis am Bamburi-Beach (Hotel Kenya Bay Beach) statt, die von dem schweizer Instructor Marcel geleitet wird.
Ich hatte mein eigenes Equipment dabei, meine Freundin, die in der Zeit 8 Tauchgänge gemacht hat, hat mit Leihequipment getaucht.
Die Tauchgänge dauern in der Regel 45 Minuten, danach beginnt der Aufstieg mit einem drei Minuten Stop auf 5 Metern. Die Sichtweiten betrugen während des o.g. Zeitraums zwischen 5 und 10 Metern.
Das ist uns positiv aufgefallen:
Die Briefings sind sehr ausführlich, besonders auch von den den local Guides. Auf der Hinfahrt zu den einzelnen Tauchplätzen wird das gesamte Procedere an Bord und beim Tauchen genaustens erklärt. Die Beschreibung der einzelnen Tauchplätze ist auch recht gut.
Das Equipment wird komplett durch den Staff vorbereitet und auf das Boot gebracht. Nur die Flossen, Brillen und das Blei muß man selber schleppen. Ist aber auch nicht weiter tragisch, da die beiden Tauchboote meistens direkt am Strand vor der Tauchbasis ankern. Während der Oberflächenpause kümmert sich die Bootscrew um den Austausch der Flaschen.
Beim aufrödeln der Tauchklamotten ist die Bootscrew immer sehr behilflich. Die Bootscrew hat einen sehr guten Blick dafür, wo gerade eine helfende Hand benötigt wird.
Nach dem Tauchen wird das Equipment von der Bootscrew diretk angenommen und auf dem Boot sicher verstaut.
Alle Tauchguides machen einen kompetenten Eindruck und vermitteln während des Tauchens ein sicheres Gefühl. Sie kennen sich mit ihrer Unterwasserwelt aus und halten während des Tauchens immer Ausschau nach interessanten Dingen.
Das Leihequipment ist größtenteils von Seaman Sub und macht einen guten Eindruck. Bis auf ein kleines Problem mit dem Leihjacket bei einem Tauchgang gab es in dem gesamten Zeitraum keine nennenswerten Probleme.
Das ist uns negativ aufgefallen:
Die Preise für einen Tauchtrip mit 2 Tauchgängen liegen mit 55,- Euro bei eigenem Equipment schon im höheren Bereich. Für eine Leihausrüstung kommen dann noch einmal 20,- Euro drauf. Außerdem werden bei Tauchgängen im Marine Park noch einmal 5,- Euro/US$ pro Taucher und Tag an Gebühr fällig. Taucht man außerhalb des Marineparks spart man sich zwar die 5,- Euro/US$ Gebühr, allerdings berechnt die Tauchbasis dann für die längere Bootsfahrt einen Spritzuschlag von 10,- Euro/US$ pro Taucher.
Da die Plätze außerhalb des Marineparkt in ca. 30 Minuten mit dem Boot zu erreichen sind, halte ich den Aufschlag für den Sprit schon für unverschämt (der Liter Diesel kostet in Kenia zur Zeit 70 Schilling, also rund 0,75 Euro!!!). In der aktuellen Preisliste steht der Zuschlag von 10,- Euro so nicht drin (nur als Zuschlag bei Wreck- and Wall-Diving).
Es wird in der Preisliste zwar auch Unlimited-Diving für 300,- Euro pro Woche angeboten, auf Nachfrage stellte sich allerdings heraus, dass hierbei lediglich 14 Tauchgänge aufgrund der Gezeiten garantiert werden. Man muß das Ganze daher eher Full-Week-Diving nennen, da meiner Meinung nach bei einem Unlimited-Package 4 oder mehr Tauchgänge pro Tag von Seiten der Basis angeboten werden müßten.
Beim einchecken mußten wir unterschreiben, dass wir uns mit den Tauchbedingungen einverstanden erklären. Auf Nachfrage, was denn in den Tauchbedingungen alles steht, wurde uns gesagt, dass momentan keine auf der Basis verfügbar sind, dass es sich aber um die Bedingungen handelt ´die wir schon tausend-mal unterschrieben haben´. Gut - wir haben es dann mal so hingenommen.
Die Tauchbasis verfügt zur Reinigung des Tauchequipments nicht über getrennte Spülbecken für Lungenautomaten/Tauchcomputer/Foto- Videoausrüstung und restlichem Tauchgerät.
Auf einem der beiden Tauchboote fehlte ein Imbusschlüssel, um die Tauchflaschen von INT- auf DIN-Verschuß umzubauen. Hätte nicht einer der Tauchgäste zufällig ein entsprechendes Werkzeug mit an Bord gehabt, hätte ich auf meinen zweiten Tauchgang verzichten müssen. Zu allem Überlfuss ließ der Kapitän, der mit dem Umbau der Flasche längere Zeit beschäftigt war, meinen Lungenautomaten mit offener erster Stufe und Gewindeöffnung noch oben auf dem Bootsboden liegen. Da wir starken Wellengang hatten, wurde die erste Stufe über längere Zeit von Meerwasser überspült. Inwieweit Salzwasser eingedrungen ist und Schaden verursacht hat, wird die nächste Revision zeigen!!
Während der Oberflächenpause gab es Obst, dass leider fast nur aus Bananen und Zitrusfrüchten bestand. Gerade in einem Land, das eine große Obstvielfalt bietet, wäre in diesem Punkt etwas mehr Abwechselung sicher nicht schlecht. Was mir allerdings noch besonders negativ auffiel war, dass einer der Diveguides die Plastikverpackung seiner Trinkflasche mitten im Marine Park als Müll über Bord entsorgt hat. Soviel Verstand sollte man von einem Diveguide erwarten können, dass er seinen ´Arbeitsplatz´, für den wir Tauchtouristen auch noch 5,- Euro/US$ Gebühr zahlen, nicht als Mülleimer mißbraucht!!
Fazit:
Die Tauchbasis der Peponi-Divers am Bamburi-Beach ist keine perfekte Basis, aber für Tauchausflüge an die Nordküste Mombasas durchaus zu empfehlen. Besonders Taucher mit wenigen Tauchgängen oder mit längerer Tauchpause können hier sehr sicher und entspannt tauchen. Es bleibt aber zu bedenken, dass für ca. 4 Stunden Tauchausfahrt mit zwei Tauchgängen ohne eigenes Equipment mindestes 80,- Euro fällig werden, was die Sache zu einem sehr teuren Vergnügen macht.
Wer einen reinen Tauchurlaub plant, ist mit Zielen in Süd-Ost-Asien aufgrund der besseren Preisbedingungen und besseren Sichtweiten sicherlich besser aufgehoben. Allerdings bietet Kenia neben der Unterwasserwelt auch noch eine sehr schöne Überwasser-Tierwelt, was eine Reise in dieses Land immer lohnend macht.
Unsere Bewertung: 4 Flossen
1 Flosse Abzug für die Preisgestaltung und 1 Flosse Abzug für die restlichen negativen Aspekte...
Ich hatte mein eigenes Equipment dabei, meine Freundin, die in der Zeit 8 Tauchgänge gemacht hat, hat mit Leihequipment getaucht.
Die Tauchgänge dauern in der Regel 45 Minuten, danach beginnt der Aufstieg mit einem drei Minuten Stop auf 5 Metern. Die Sichtweiten betrugen während des o.g. Zeitraums zwischen 5 und 10 Metern.
Das ist uns positiv aufgefallen:
Die Briefings sind sehr ausführlich, besonders auch von den den local Guides. Auf der Hinfahrt zu den einzelnen Tauchplätzen wird das gesamte Procedere an Bord und beim Tauchen genaustens erklärt. Die Beschreibung der einzelnen Tauchplätze ist auch recht gut.
Das Equipment wird komplett durch den Staff vorbereitet und auf das Boot gebracht. Nur die Flossen, Brillen und das Blei muß man selber schleppen. Ist aber auch nicht weiter tragisch, da die beiden Tauchboote meistens direkt am Strand vor der Tauchbasis ankern. Während der Oberflächenpause kümmert sich die Bootscrew um den Austausch der Flaschen.
Beim aufrödeln der Tauchklamotten ist die Bootscrew immer sehr behilflich. Die Bootscrew hat einen sehr guten Blick dafür, wo gerade eine helfende Hand benötigt wird.
Nach dem Tauchen wird das Equipment von der Bootscrew diretk angenommen und auf dem Boot sicher verstaut.
Alle Tauchguides machen einen kompetenten Eindruck und vermitteln während des Tauchens ein sicheres Gefühl. Sie kennen sich mit ihrer Unterwasserwelt aus und halten während des Tauchens immer Ausschau nach interessanten Dingen.
Das Leihequipment ist größtenteils von Seaman Sub und macht einen guten Eindruck. Bis auf ein kleines Problem mit dem Leihjacket bei einem Tauchgang gab es in dem gesamten Zeitraum keine nennenswerten Probleme.
Das ist uns negativ aufgefallen:
Die Preise für einen Tauchtrip mit 2 Tauchgängen liegen mit 55,- Euro bei eigenem Equipment schon im höheren Bereich. Für eine Leihausrüstung kommen dann noch einmal 20,- Euro drauf. Außerdem werden bei Tauchgängen im Marine Park noch einmal 5,- Euro/US$ pro Taucher und Tag an Gebühr fällig. Taucht man außerhalb des Marineparks spart man sich zwar die 5,- Euro/US$ Gebühr, allerdings berechnt die Tauchbasis dann für die längere Bootsfahrt einen Spritzuschlag von 10,- Euro/US$ pro Taucher.
Da die Plätze außerhalb des Marineparkt in ca. 30 Minuten mit dem Boot zu erreichen sind, halte ich den Aufschlag für den Sprit schon für unverschämt (der Liter Diesel kostet in Kenia zur Zeit 70 Schilling, also rund 0,75 Euro!!!). In der aktuellen Preisliste steht der Zuschlag von 10,- Euro so nicht drin (nur als Zuschlag bei Wreck- and Wall-Diving).
Es wird in der Preisliste zwar auch Unlimited-Diving für 300,- Euro pro Woche angeboten, auf Nachfrage stellte sich allerdings heraus, dass hierbei lediglich 14 Tauchgänge aufgrund der Gezeiten garantiert werden. Man muß das Ganze daher eher Full-Week-Diving nennen, da meiner Meinung nach bei einem Unlimited-Package 4 oder mehr Tauchgänge pro Tag von Seiten der Basis angeboten werden müßten.
Beim einchecken mußten wir unterschreiben, dass wir uns mit den Tauchbedingungen einverstanden erklären. Auf Nachfrage, was denn in den Tauchbedingungen alles steht, wurde uns gesagt, dass momentan keine auf der Basis verfügbar sind, dass es sich aber um die Bedingungen handelt ´die wir schon tausend-mal unterschrieben haben´. Gut - wir haben es dann mal so hingenommen.
Die Tauchbasis verfügt zur Reinigung des Tauchequipments nicht über getrennte Spülbecken für Lungenautomaten/Tauchcomputer/Foto- Videoausrüstung und restlichem Tauchgerät.
Auf einem der beiden Tauchboote fehlte ein Imbusschlüssel, um die Tauchflaschen von INT- auf DIN-Verschuß umzubauen. Hätte nicht einer der Tauchgäste zufällig ein entsprechendes Werkzeug mit an Bord gehabt, hätte ich auf meinen zweiten Tauchgang verzichten müssen. Zu allem Überlfuss ließ der Kapitän, der mit dem Umbau der Flasche längere Zeit beschäftigt war, meinen Lungenautomaten mit offener erster Stufe und Gewindeöffnung noch oben auf dem Bootsboden liegen. Da wir starken Wellengang hatten, wurde die erste Stufe über längere Zeit von Meerwasser überspült. Inwieweit Salzwasser eingedrungen ist und Schaden verursacht hat, wird die nächste Revision zeigen!!
Während der Oberflächenpause gab es Obst, dass leider fast nur aus Bananen und Zitrusfrüchten bestand. Gerade in einem Land, das eine große Obstvielfalt bietet, wäre in diesem Punkt etwas mehr Abwechselung sicher nicht schlecht. Was mir allerdings noch besonders negativ auffiel war, dass einer der Diveguides die Plastikverpackung seiner Trinkflasche mitten im Marine Park als Müll über Bord entsorgt hat. Soviel Verstand sollte man von einem Diveguide erwarten können, dass er seinen ´Arbeitsplatz´, für den wir Tauchtouristen auch noch 5,- Euro/US$ Gebühr zahlen, nicht als Mülleimer mißbraucht!!
Fazit:
Die Tauchbasis der Peponi-Divers am Bamburi-Beach ist keine perfekte Basis, aber für Tauchausflüge an die Nordküste Mombasas durchaus zu empfehlen. Besonders Taucher mit wenigen Tauchgängen oder mit längerer Tauchpause können hier sehr sicher und entspannt tauchen. Es bleibt aber zu bedenken, dass für ca. 4 Stunden Tauchausfahrt mit zwei Tauchgängen ohne eigenes Equipment mindestes 80,- Euro fällig werden, was die Sache zu einem sehr teuren Vergnügen macht.
Wer einen reinen Tauchurlaub plant, ist mit Zielen in Süd-Ost-Asien aufgrund der besseren Preisbedingungen und besseren Sichtweiten sicherlich besser aufgehoben. Allerdings bietet Kenia neben der Unterwasserwelt auch noch eine sehr schöne Überwasser-Tierwelt, was eine Reise in dieses Land immer lohnend macht.
Unsere Bewertung: 4 Flossen
1 Flosse Abzug für die Preisgestaltung und 1 Flosse Abzug für die restlichen negativen Aspekte...