Orca Dive Club, Abu Dabab (Inaktiv)

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Wir sind Ende Juli/Anfang August 2 Wochen bei Han ...

Wir sind Ende Juli/Anfang August 2 Wochen bei Hans und Yvonne in Abu Dabab getaucht. Gewohnt haben wir in der Abu Dabab Diving Lodge. Erst ein mal ein paar Worte zum Hotel:

Die Lodge ist eine kleine Bungalowanlage, die vor ein paar Monaten erst eröffnet hat. Ca. 50 Holzbungalows, ein kleiner Pool, ein Speiseraum, eine Shishaecke und ein paar Sofas, das wars. Eine richtige Rezeption gibt es hier nicht. Wer Animation und Tschingderassabum braucht, ist hier fehl am Platz. Wer traumhafte Tauchgänge in familiärer Atmosphäre und ein wenig Ruhe sucht, ist hier perfekt aufgehoben.

Unser Zimmer war schön eingerichtet. Weiße Wände und eine dunkle Holzdecke machen dem „Lodge“ im Namen alle Ehre. Bad mit Dusche und WC, sauber und nett. Es wurde immer sehr gründlich geputzt und wir haben uns in unserem Zimmer sehr wohl gefühlt.
Da wir nur 15 bzw. in der zweiten Woche nur 10 Gäste waren, haben wir alle zusammen an einem großen Tisch gegessen, sehr nett und familiär. Das Buffet war natürlich für 10 Mann nicht riesig, aber das Essen war immer gut. Hin und wieder wurde am Abend frisch gebraten, z.B. Steaks oder Burger, fein! Das Frühstücksangebot war in Ordnung.
Da die Lodge noch recht neu ist, sind ein paar Kleinigkeiten im Hotelbetrieb noch nicht allzu gut organisiert. Allerdings sind alle Angestellten sehr nett und man muss halt nachfragen, dann bekommt man alle Wünsche erfüllt.

So, jetzt zur Tachbasis:
Die Schweizer Hans und Yvonne führen das Diving Center, das direkt am Strand in der Bucht liegt. Die Basis ist eine ORCA-Basis. Hans und Yvonne sind vielleicht noch Einigen aus der ORCA-Basis Safaga bekannt. Die Basis selbst ist schön eingerichtet, man merkt an vielen kleinen Details, wie viel Liebe, Mühe und handwerkliches Geschick von Hans und Yvonne investiert wurden, um aus dem Nichts eine tolle Basis zu schaffen. Trockenraum, Spülmöglichkeiten und so weiter sind gut durchdacht und sehr sauber. Ausrüstung kann natürlich geliehen werden, sah alles neu und sehr gepflegt aus. Da wir nur mit eigener Ausrüstung tauchen, kann ich über die Verleihpreise nichts sagen.

Es werden folgende Tauchmöglichkeiten angeboten: Tauchen am Hausriff, Tauchen vom Zodiak aus, Tauchen vom Land aus (Minibus), Early Morning-Ausfahrten mit dem Zodiak (z.B. Elphinstone), Nachttauchen am Hausriff. Alles ist super organisiert, man trägt sich für die Ausfahrten einfach am Tag vorher in Listen ein, Hausriff taucht man wann man will, trägt sich nur kurz ein und wieder aus. Besonders geeignet ist diese Basis für Leute, die wie wir dem Rudeltauchen aus dem Weg gehen wollen, aber natürlich besteht auch die Möglichkeit (und bis 30 TG die Pflicht), mit einem der sehr netten Guides zu tauchen. Die familiäre Atmosphäre an der Basis und das Gefühl, bei Freunden zu sein sind unbezahlbar.

Tauchplätze:
Abu Dabab Seegraswiese: Einfach Flasche auf den Buckel und los geht’s. Einfacher kommt man nicht ins Wasser. Die Seegraswiese füllt quasi die ganze Bucht aus. Es geht erst sehr flach ins Wasser, lange bleibt man im 3m-Bereich. Dann fällt die Wiese langsam ab, am interessantesten ist so der Bereich bis 15 m. Allerdings lohnt sich auch mal ein Blick in tiefere Gefilde, hier haben wir große Marmorstechrochen und Adlerrochen entdeckt. Ansonsten sind die Hauptdarsteller der Wiese Gitarrenrochen, ein in die Jahre gekommener Barracuda, riesige unechte Karettschildkröten, die man wirklich bei jedem Tauchgang trifft und natürlich Dennis der Dugong. Des Weiteren Kalmare, Halbschnäbler, durchgeknallte Schiffshalter auf der Suche nach einem neuen Plätzchen zum Andocken, Seepferdchen (von uns allerdings nicht entdeckt), Kofferfische, riesige respektlose Makrelen, Flötenfische usw. Die Sicht kann teilweise etwas schlechter sein, wenn sie richtig trüb wird, hat Dennis wohl gerade im Boden gewühlt.

Abu Dabab Nord und Süd: Entweder auch von der Basis aus anpaddeln oder mit dem Zodiak schnell rausfahren lassen und dann einen One-Way-Dive zurück machen. Traumhafte Riffe mit schönem Bewuchs und eine richtige Fischsuppe dazu. Besonders das Nordriff hat es uns sehr angetan. Fledermausfische, Krokodilfische, Kugelfische, Flötenfische, Muränen…hier gibt es immer alles in Massen zu sehen. Besonders hübsch ist das Nordriff auch nachts, hier gibt es viel zu entdecken.

Elphinstone: Ab 50 geloggten Tauchgängen kann man nach Elphinstone fahren (ca. 20-30 Minuten Zodiak). Zum Riff muss ich wohl nichts sagen, davon hat wohl jeder Ägyptentaucher schon mal gehört. Da es dort wirklich sehr geblasen hat, war die Regelung mit den 50 Tauchgängen auch angebracht. Leider waren die Haie bei unseren 2 Tauchgängen dort wohl gerade auf Urlaub. Dafür hatten wir einmal das Riff ganz für uns alleine. Beim zweiten Mal waren dafür dann 9 Safariboote da, ja geht’s noch?

Farscha: Kleines Plateau auf 30 m liegend. Auch hier die Regel mit den 50 Tauchgängen, wegen dem Freiwasseraufstieg bei starker Strömung berechtigt. Hier ist die Chance auf Haie zu treffen, ebenfalls sehr groß. Das Plateau ist sehr schön bewachsen, ein toller Tauchgang, der auch als Early-Morning angeboten war.

Umhalhala, Shaab Abu Dabab und wie sie sonst so alle heißen: Wir haben mit dem Zodiak einige Riffe angefahren, alle wahren sehr schön und sehr Fischsuppig. An manchen Riffen gibt es auch hübsche Grotten und Höhlen zum durchtauchen.

Gesamteindruck:
Für uns war es Urlaub im Paradis. Alleine die Schildkröten machen das Tauchen hier unvergesslich. Mit Hans, Yvonne und der Crew der Basis hatten wir viele schöne Stunden. Für uns steht fest, wir kommen wieder.