Manta Divingcenter, Sal, Santa Maria

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Alex Kuttruff165641PADI DM460 TGs

Waren im April 2003 zwei Wochen in St.Maria im Ho ...

Waren im April 2003 zwei Wochen in St.Maria im Hotel Novorizonte.

Im nachhinein würde ich die Zeit von Januar bis Mai als Taucher meiden, weil es starke Pasatwinde gibt und das Wasser nur 21° hat, weshalb auch kaum bis keine Haie zu sehen waren.Im Sommer soll das anderst sein. Im September kommen wohl die Schildkröten zum Eierlegen ans Land und das Wasser soll 28° haben mit Haigarantie.

Das Hotel Novorizonte/Belorizone (zwei Namen, ein Hotel)hat die Bezeichnung 4* devinitiv nicht verdient, aber die Zimmer sind sauber, das Essen ist ok, das Duschwasser ist immer heiß und stark. All Inclusiv ist sehr zu empfehlen, da alles auf den Kapverden sehr teuer ist(Maledivenähnlich).
Die Einheimischen sind nicht wirklich Touristen gewöhnt, der Satz "Der Kunde ist König" ist in manchen Fällen noch nicht in den Köpfen der Menschen. Das Hotel als Gemeinschaftsanlage hat 3 Pools, zwei mit Animation, einer ohne. Novorizonte hat nur Bungalows, Belorizone auch ein Haupthaus mit Zimmern. Der Speisesaal ist für alle im Novorizonte. Es gibt mehrer Bars im Hotel sowie eine Strandbar. Das Desighn ist allerdings in allen Bars sehr gewöhnungsbedürftig. Ein weiteres Restaurant macht nur a la carte und nur gegen Bezahlung, was auch normales Puplikum von der Standpromenade aus nutzen. Dort steht auch die Bühne für das nächtliche Animationsprogramm, welches durchaus sehenswert ist.
Der Strand besteht aus Kilometerweitem Sand sogar mit echten Dünen. Hier liegt jeder in der ersten Reihe. Aber Achtung, der Hotelstrand hat nur 10 vertrocknete Palmensonnenschirme, die kostenlos sind. Rechts und links kostet ein blauer Sonnenschirm und zwei Liegen pro Tag 10€! Und die Sonne brennt hier heiß. Selbst eingefleischte Sonnenanbeter müssen hier mit Sonnenbrand rechnen.
Für Surfer und Kiter sind die Pasatwinde traumhaft. Viele Schulen bieten Ausrüstung und Kurse an. Anfängern ist die windige Jahreszeit nicht zu empfehlen. Das ist was für Könner.

Die Insel (25km lang)selbst unterteilt sich in die Nord- und Südhälfte. Im Süden mit St.Maria als zentrale Hochburg ist nur flache Wüste und ausgetrocknete Salzbecken zu treffen. Im Norden gibt es tatsächlich einige windschiefe Akazien und einige 400m hohe Hügel. Aber auch hier ist alles sehr karg.

Das Tauchen: Bisher habe ich einen solchen Fischreichtum nur in Thailand gesehen. Platzangst ist fehl am platz wenn man in eine Wand aus Fischen eintaucht und nicht mehr weiß vor lauter Fische, wo oben und unten ist, weil die Fische so dicht stehen, dass sich dem Taucher nicht ausweichen können. Das ist einfach WOW!!!

Mein persönlicher Seehasenrekort belief sich bei einem TG auf 27 Exemplare.

Große eindrucksvolle Skorpionsfische, mehrer richtig große Barakudas, einige appetitliche Langusten, große Igelfische, Gelbfolssenmarkrelen, hunderte Muränen in allen Größen und Farben, einige Stachelrochen versüßten die TGs. Das Hauswrack, die St.Antao bietet herliche Erkundungsgänge. Zahlreiche Höhlen und Überhänge laden zum Schmöckern ein.

Und die Haie? Wir hatten keine, leider, aber täglich berichteten uns andere Taucher von deren Anwesenheit. Ein Fischer brachte einen Tigerhai mit an Land der zu meinem Erstaunen ruckzuck ausverkauft war.

Kommen wir zu den Basen. Auf Sal soll es 6 Stück geben. Eine im Norden und die anderen 5 in St.Maria. Der Ort hat zwar einen Kern, aber die Hotels ziehen sich wie eine Kette am Strand entlang, ähnlich wie in Ägypten. Daher haben wir die weiteste Tauchbasis der Engländer nicht besucht.
Die Tauchbasis der Italiener im Nachbarhotel hat und mit den Preisen geschockt (doppelt so teuer wie Stingray).
Die Franzosen am Peer machten auf uns einen dubiosen Eindruck. In den 14 Tagen sah ich keinen einzigen Taucher dort???? Was nichts heißen muß.
Stingray war uns durch Berichte schon Bekannt. Mit "Dumpingpreisen" locken sie schon am Flughafen. 10TG für 200€. Wir liefen also die knapp 1,5km um vor Ort zu testen. Der Empfang war spärlich, um nicht zu sagen, brummig. Von oben herab wurden wir angesprochen. Thema Sicherheit(dafür ist der Buddy zuständig) sagte uns nicht zu. Abholdienst vom Hotel gibts nur zum Ausrüstung abholen, ansonsten heißt es auf Schusters Rappen zur Basis.
Später sahen wir immer schmunzelnd zu, wie sich die zahlenden Taucher mit dem Schlauchboot abkämpften, dass jede Ausfahrt erst vom Strand ins Wasser geschleppt wurde, und später wieder an Land. Die Ausfahrt selbst wurde mit Tank auf dem Rücken gemacht!!! Und wenn es nur 10 min sind, meinem Kreuz tu ich das nicht an.

Wir entschieden uns für die Hoteleigene basis Manta Diving. Unser persönlicher Glücksfall. Gut, sie sind teurer. 10 Tg für 270€ - 10% Hotelrabatt = 243€. Der Preisunterschied ist jedoch mehr als gerechtfertigt. Flaschenschleppen ist für die Gäste tabu! Sogar die Ausrüstung wird gespült und versorgt, wenn man nicht selbst schnell aus dem Anzug springt, um es zu machen. Kleine technische Probleme an der eigenen Ausrüstung werden wie von Zauberhand repariert, z.B. undichte O-Ringe, oder man bekommt kommentar- und kostenlos einen Computer an den Arm gedrückt, weil bei dem eigenen die Batterie aussteigt.
Jede Frage und sei sie noch so kompliziert und zeitaufwendig, wird mit ganzem Herzen beantwortet, bis man zufrieden ist. Überhaupt ist der herzliche, familiäre Umgang ansteckend.
Nanu, der portogische Basisleiter, Sprachgenie und hochdotierter Tauchlehrer sorgt nicht nur aufopfernd für das Wohl seiner Gäste, sondern auch für deren Sicherheit. GPS, Sauerstoff, Funk sind bei den Ausfahrten dabei. Die Tauchgänge werden eigentlich alle geführt, es sei denn man besteht selbst auf führungslose TG. Aber die Diveguides kennen nun mal die besten Stellen und finden immer zum Boot zurück. Bei starker Strömung werden schon vorher StrömungsTG vereinbart. Dann kann man sich treiben lassen und das Boot holt einem.
Alles in allem, wir kommen wieder zu Manta Diving. Vielleicht im September, wenn es Schildkröten, viele Haie und auch Mantas gibt?
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