Mad Shark Diving, St. Pauls Bay

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Meine Freundin und ich waren zum ersten Mal auf M ...

Meine Freundin und ich waren zum ersten Mal auf Malta. Da wir auch tauchen wollten, haben wir uns im Internet schlau gemacht und sind auf Mad Shark gestossen und haben dort gebucht, was wir auch nicht bereut haben.
Den Urlaub als solches haben wir über einen deutschen Reiseveranstalter gebucht. Untergebracht waren wir im Paradise Bay Hotel in Cirkewwa, ein Mittelklassehotel, in dem man gut einen ruhigen Urlaub verbringen kann.
Wir wurden dann am 26.06 morgens mit unserem Gerödel im Hotel abgeholt und haben dann in der Basis eingecheckt. Hierbei ging es ganz entspannt und nett zu. Tauchtauglichkeit, Logbücher und Brevets wurden geprüft und dann wurden wir mit den anwesenden Tauchern und Guides bekannt gemacht, was dem Ganzen gleich etwas Familiäres gab.
Bei der Gruppeneinteilung waren wir mit drei Tauchern und einem Guide schon die größte Gruppe!
Unser Guide am ersten Tag war Ed, ein ruhiger und umsichtiger Engländer, der besonders meiner Ines bei den Ein-und Ausstiegen behilflich war. Sie ist klein und schmal und hat an Land immer mit dem Gewicht der Ausrüstung zu kämpfen. Vielen Dank dafür.
Wir sind beim ersten TG zur Cirkewwa-Arch getaucht. Dies ist ein Felsbogen, der so aussieht als wäre einer Höhle das Dach eingebrochen. Man taucht seitlich hindurch und oben wieder hinaus. Hin-und Rückweg führten zwischen Felswänden größtenteils über wogende Seegrasfelder, wo wir auch unseren ersten Drachenkopf und einen halbwüchsigen braunen Zackenbarsch sowie Schwärme von Goldstriemen zu sehen bekamen.
Wir sind dann quer über die Insel nach Valetta gefahren worden, um im Great Harbour zur HMS Maori zu tauchen. Die HMS Maori ist ein stark beschädigter Zerstörer, 1942 nach einem Fliegerangriff gesunken. Man kann problemlos durch den Laderaum und das Steuerhaus tauchen. Die Umgebung des Wracks ist nicht gerade spektakulär und doch fanden wir hier einen roten Papageienfisch und eine gelbe, braun gebänderte Muräne.
Der Austieg an der Hafenmauer ist glitschig und mit Vorsicht zu nehmen. Obwohl von zwei Tauchern gestützt, hat Ines sich das Knie gestoßen und konnte nicht weitertauchen.
So bin ich dann am 28.06. allein nach Wied izz Zurrieq, um an der Um al Faroud zu tauchen. Die Um al Faroud ist ein 110 m-Frachter, der hier für Taucher versenkt wurde, nachdem es auf der Werft eine Explosion im Schiff gegeben hatte.
Diesmal waren als Guides Dieter und Martin dabei, die abwechselnd die TG begleitet haben.
Wir sind jeweils in zwei 2er-Teams getaucht.
Es sind vom Ufer aus ca. 140 m zu tauchen auf Kompasskurs 240°, dann taucht das Wrack aus dem Blau auf. Wir haben uns draussen nicht lange aufgehalten und sind seitlich durch die Explosionsöffnung hineingeschwommen. Maschinenraum, Zwischengänge und Treppenschächte sowie das Steuerhaus sind gut betauchbar, allerdings sollte man gut tarieren können. Es ist eng und es gibt durchaus hier und da scharfkantige Ecken.
Beim zweiten TG sind wir vom Heck durch die Kombüse und wieder durch verschiedene Gänge und Schächte hindurch.
Einfach nur toll.
Am 29.06. sind wir wieder vor Cirkewwa getaucht.
Der erste TG wurde von Martin zur P 26-Boltenhagen geführt. Die P 26 ist ein ausgemustertes 50 m-Patrouillenboot, das auf ca. 35 m Tiefe liegt. Es ist ein ehemaliges DDR-Boot, das die Bundesregierung an Malta verkauft hat und das jetzt eindeutig besseren Zwecken dient. Da es erst seit ca. einem 3/4 Jahr auf Grund liegt, gibt es ausser ein paar Algen keinen Bewuchs und wenig Fisch. Macht nix, ich mag Blech auch pur.
Auch in dieses Schiff lässt sich sehr gut eindringen und alle Innenräume sind easy zu betauchen.
Beim zweiten TG ging es mit Dieter zum Schlepper Rozi, an dem es genug Bewuchs und Fisch gibt.
Alle Räume auch hier gut zu tauchen, aber der schönste Anblick ist es vom Bug das Schiff vor dem blauen Hintergrund zu sehen.
Und dann war der Urlaub dummerweise schon vorbei.
Aber wir kommen wieder nach Malta und dann wieder zu den verrückten Haien. Bei dieser Basis hat einfach alles gestimmt und hier waren wir sehr gut aufgehoben und zufrieden.
Bis dann.
Ines und Thomas.