Fiha Dive (ex Oiyaa Diving - ex Aeolus Diving), Fihalhohi

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PullerStaff Instructor1246 TGs

Teuer und seltsame Regeln

Ich möchte hier den Erfahrungsbericht des Kollegen Minkowski noch ergänzen: „Fiha Dive“ hat in der Tat etwas eigenartige Regeln, die gerade für erfahrene Taucher etwas befremdlich (um nicht zu sagen „abstoßend“) wirken. Wir waren im Februar 2026 dort und das mit dem Versicherungsnachweis war das erste Problem beim Einchecken (hab ich so noch nie erlebt). Ich hab Sporttauchen (bis 50 m Tiefe) in meiner Generali Unfallversicherung inkludiert, inkl. Druckkammerbehandlung. Die Basisleiterin wollte aber einen schriftlichen (!) Nachweis darüber haben, was für mich im Urlaub etwas mühsam war, den zu erbringen (die Polizzennummer reichte nicht, ich konnte ihr dann Gott-sei-dank einen screenshot vom Leistungsumfang per Mail übermitteln, das wurde akzeptiert). Kann man den Versicherungsnachweis nicht erbringen, muss man eine Tauchversicherung vor Ort abschließen. Ich musste als ausgebildeter Tauchlehrer mit >1.200 TG keinen „Refresher“-Kurs machen, obwohl mein letzter TG bereits 4 Jahre zurück lag. Der (kostenpflichtige) „Check Dive“ mit den 3 Übungen (Maske ausblasen, Regler wiedererlangen und Boje schießen) hat ihnen offenbar genügt. Ich persönlich halte so etwas auch für reine Geldmacherei, zumal so ein Refresher Kurs mit knapp $116 (inkl. Steuern) zu Buche schlägt. Sicherheit hin oder her, aber ich muss ja auch nicht nochmals in einer Fahrschule einen Kurs belegen, wenn ich im Besitz eines Führerscheins bin und einige Jahre nicht gefahren bin….entweder ich bin zertifizierter Taucher oder eben nicht. Abgesehen davon: In mein Logbuch kann ich theoretisch reinschreiben, was ich will (mein Logbuch wurde im übrigen gar nicht angeschaut!). Besonders lustig war in meinem Fall dann noch, dass ich (als ausgebildeter PADI IDC Staff Instructor) auf Rescue Diver „herabgestuft“ wurde, mit dem Argument, dass ich die PADI Mitgliedschaftsgebühr nicht bezahlt hätte und im „inaktiven Status“ wäre (also nicht unterrichten darf, was ich aber auch nicht wollte). Dass ich auch CMAS ** Moniteur, Barakuda Master Instructor und SSI Dive Con Instructor bin, hat die Basisleitung erst gar nicht interessiert. Mir war’s egal, Hauptsache ich konnte tauchen. Dass offenbar eben nur PADI Brevets akzeptiert werden, darüber hat Kollege „jörghelmi“ bereits entsprechend negativ berichtet. Was man positiv hervorheben muss ist das Service am Boot. Auch wird das eigene Equipment nach dem Tauchgang an der Basis von den Mitarbeitern gewaschen und zum Trocknen aufgehängt, man muss sich also um nichts kümmern. Generell fand ich aber die Preise fürs Tauchen zu teuer: 1 TG mit Nitrox inkl. Bootsfahrt kostete inkl. Steuern knapp $100, bei eigenem Equipment wohlgemerkt. Auch die angefahrenen Tauchplätze fand ich jetzt nicht so toll. Da sind andere Atolle (z.B. das Ari Atoll oder südlichere Atolle) schöner. Es waren zu unserer Zeit auch nur 2 weitere Taucher anwesend, trotz Vollbelegung mit 320 Gästen. Nachdem ich auch einige andere Inseln kenne muss ich sagen, eine dezidierte „Taucherinsel“ ist Fihalhohi nicht (mehr). Und wie der Kollege Minskowski schrieb: Hausrifftauchen im Buddy-Team ist selbst für erfahrene Taucher nur mit Guide erlaubt. Das sollte man vor der Urlaubsplanung wissen....