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Wir waren vom 12.07. bis 19.07.2014 Gäste der Tau ...

Wir waren vom 12.07. bis 19.07.2014 Gäste der Tauchbasis.

Unser Fazit: trotz minimaler Abstriche ist die Basis höchst empfehlenswert.

Es werden Halbtages- und Tagesausflüge sowohl vom Land aus als auch mit dem Boot angeboten. Wir haben beides in der kurzen Zeit ausgiebig genutzt, da die ebenfalls offerierten Hausriff-Tauchgänge aufgrund des Windes leider ausfallen mussten.

Die Trips zu den abwechslungsreichen Tauchplätzen sind allesamt super organisiert, auch wenn bei ungünstigen Windverhältnissen nur wenige Plätze (von Land zu betauchen) angefahren werden können. Es kommt weder Hektik noch Langeweile auf.



Der taucherische Ablauf ist gut struktiert und klar geregelt. Der Check-In ist unkompliziert und wird schnell erledigt. Tauchtauglichkeit und Brevets werden geprüft und kopiert. Ein Check-Dive mit den Basics wie Blei-Check, Maske ausblasen, Atemregler erlangen ist Pflicht, egal wie oft man da war.

Es gibt an der Basis zwei Startpunkte für Ausflüge, einen für Ganztagstouren, einen für Halbtagstouren. An den jeweiligen Platz stellt jeder Taucher oder Schnorchler seine ihm zugeordnete Box mit dem Gerödel ab, das Blei wird säuberlich und separat dazu gelegt. Die gut gefüllten Pressluftflaschen werden vom Team aufgeladen. Wer Nitrox (for free) taucht, muss den O2-Gehalt des Atemgases selbst gegenprüfen und anhand der bereitstehenden Liste seine maximale Tiefe ermitteln. Beides wird mit Flaschennummer etc. in eine Liste eingetragen. Das Prüfgerät und die gefüllten Flaschen stehen direkt an der Prüfstation bereit. Auf die Flasche kommt dann ein Aufkleber, mit Name, Datum, Tauchplatz und O2-Gehalt, so dass es nie zu Verwechslungen kommen kann. Das Team lädt dann die beschrifteten Flaschen auf das Auto, welches dann zum Tauchplatz oder zum Bootsliegeplatz fährt.

Das Team schafft Flaschen, Box und Blei direkt zum Einstieg bzw. in die Ablagen auf dem Boot, die Taucher müssen nur noch zusammenbauen. Es wurde nie etwas vergessen, verschlampt oder beschädigt. Im Gegenteil, die Leute sind so umsichtig, dass sie den Taucher davor schützen, seine Ausrüstung aus Versehen oder Unachtsamkeit zu demolieren.

Auf dem Boot/ am Tauchplatz wird der Flaschendruck nochmal geprüft. Sollte jemand weniger als 200 bar auf der Flasche haben, wird diese sofort gegen eine besser gefüllte ausgetauscht – bei uns kam das jedoch nie vor. Beim Anziehen des Jackets und dem Verstauen der Bleitaschen wird unaufgefordert geholfen und unterstützt. Ebenso hat man schneller als man meint, seine Flossen an und kann rein springen. Bevor das geschieht, prüfen die Jungs, ob die Flasche offen ist, das Jacket aufgeblasen ist und ob man Maske und Atemregler auch wirklich festhält.

Beim Aussteigen sind immer hilfreiche Hände da, die einem auch direkt die Flasche vom Rücken nehmen. Eben Service, wie man ihn sich wünscht.


Nach dem Tauchen kann man die Ausrüstung in großen Becken spülen, die jeweils frisches Wasser enthalten bzw. auf dem Boot steht ein Eimer mit Süßwassr für Kamera und Masken bereit. Das Wasser ist tatsächlich frisch und wird mehrmals täglich ausgetauscht. Mein Atemregler hat auch nachmittags um 17 Uhr nie nach Salzwasser geschmeckt. Trockengestelle sind ausreichend vorhanden und selbst, wenn das Zeug schon eingeschlossen wird, kann es über Nacht im abgeschlossenen Bereich und von einem Nachtwächter gut bewacht, trocknen. Zu jeder Box gehört ein Bügel mit Nummer (identisch mit der Nr. der Box), so dass man auch immer weiß, wo man seinen Anzug findet. Das Blei wird getrennt davon unter dem Platz für die Box hingelegt.



Briefings in der Art von Bebo, Yasser B. und Ali suchen ihresgleichen. Umfassende Informationen zum Tauchplatz, zu sehenswerten Meeresbewohnern, zur Strömung, zum Umgang mit Problemen, Aufklärung über Notfall-Maßnahmen, ein Hinweis darauf den gegenseitigen Ausrüstungs-Check sorgfältig durchzuführen und die maximalen Tauchzeiten und -tiefen waren selbstverständlich.

Für mich war es ein tolles Erlebnis, von solch freundlichen und kompetenten Guides betreut zu werden. Es vermittelt ein sehr gutes Gefühl und gibt viel Sicherheit, zumal man den ganzen Tag mit ihnen verbringt. Sie waren während unseres Aufenthaltes unsere Hauptansprechpartner.

Dank Bebos Einfühlungsvermögen und seiner unendlichen Geduld habe ich sogar meine Ängste vor Bootsausflügen verloren. Aber auch Ali und Yasser B, den bad Dive-Master, muss ich loben! Nicht zu vergessen die Boots-Crew und unser Fahrer, die uns so liebevoll und zuvorkommend betreut haben. Jeder einzelne Taucher kann sich bei der Betreuung durch das Team und dem Service der Basis wie ein VIP-Gast fühlen.

Der klimatisierte Kleinbus „Jeep“ und das Boot sind in ausgezeichnetem Zustand, sauber und sehr gepflegt. Das Boot „Tamara“ ist auf die Bequemlichkeit und Zweckmäßigkeit für Taucher ausgelegt und bietet viel Platz. Das Essen auf dem Boot ist sowieso das beste gewesen, was wir bekommen haben. Es ist ebenso, wie die Getränke im Preis für den Ausflug inbegriffen.

Die Crew lässt kaum einen Wunsch offen und hält die Augen auf. Wann immer es etwas zu sehen gibt, wird gerufen und gezeigt. Oft mit Erfolg, denn wer kann von sich behaupten, im Hafen eine grasende Seekuh getroffen zu haben?!



Das Hausriff haben wir leider nicht kennengelernt, trotz des buchbaren, kostenlosen Early-Morning-Dives und der Night-Dives (die kosten allerdings was). Es war fast immer die rote Flagge oben, weil wirklich gut Wind ging, was für ordentlich Wellen sorgte.

Am Abend, wenn der Tagesausflug beendet war, hatte sich das Meer beruhigt, oftmals war die gelbe Flagge oben und man hätte tauchen können, aber da war leider schon Schluss an der Basis. Durch den Ramadan sind die Öffnungszeiten verkürzt worden, was aber unserer guten Beurteilung der Basis keinen Abbruch tut. So tolerant muss man sein, finden wir. Zumal Petra und ihr Team immer eine Alternative anbieten, wenn mal was nicht geht. Und für das Wetter kann man keinen verantwortlich machen, Sicherheit geht vor.

Woran Petra noch ein kleines bischen arbeiten muss, ist ihre Art der Kundenbetreuung. Sie kann sich da bei ihren Guides einiges abgucken – was nicht heißt, dass Petra unfreundlich oder sowas ist, sie trifft mit ihrer „typisch österreichischen“ Art nur nicht immer den richtigen Ton und könnte manchmal etwas diplomatischer sein.



Die Preise sind tatsächlich nicht die günstigsten, aber es gibt einen attraktiven Bonus für Wiederholungstäter und auch für Barzahler. Ebenso werden sehr gute Paket-Preise angeboten. Wenn man diese Boni nutzt, kommt man auf günstige Preise (im Vergleich mit anderen Basen vor Ort). Eine Tip-Box für die Bootsbesatzung und das Basisteam steht diskret in einer Ecke und wir waren gerne bereit, einen Obolus zu entrichten.



Wir haben bereits den nächsten Urlaub gebucht und freuen uns darauf, alle wieder zu treffen, die wir bisher kennenlernen durften. Das Hotel selbst finden wir nicht empfehlenswert, die Tauchbasis und vor allem die Guides schon.

Hey, Bebo, Yasser and Ali we are coming soon !!!!