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GoldiCMAS-TL*

Dies ist mein Bericht über unsere Gruppenfahrt na ...

Dies ist mein Bericht über unsere Gruppenfahrt nach El Gouna Ägypten zu Blue Brothers Diving.

Nachdem wir von einigen Leuten durchaus positives Feedback erhalten haben und zwei unserer Tauchgemeinde bereits vor Ort waren, haben wir uns auf der boot 05 mit BLUE BROTHERS DIVING unterhalten und letztendlich den Urlaub gebucht.
Es ging ins Three Corners Ocean View **** - das direkt angesetzte Hotel. Über das Hotel werde ich noch einen separaten Bericht hier reinsetzen.

Die erste Woche waren wir nur zu fünft – da war es noch schön ruhig.. zumindest auf den Tauchbooten. Die Wellen bedingt durch das Wetter haben die Tauchplatzwahl leider sehr begrenzt. Daher ging es nicht ständig in Richtung Norden, wo die Riffe noch besser erhalten und die Tauchplätze weniger überfüllt sind – wir haben desöfteren Hurghada angefahren. Dafür kann jedoch die Basis nichts. Es wurde halt kein Risiko eingegangen.
Das Wrack der Rosalie Moller wurde auf unseren Wunsch auch bereits in der ersten Woche angefahren. Dort war die Tiefengrenze mal aufgehoben, was das ganze tauchen einfach lockerte. Es wurde seitens der Basis richtig schön darauf geachtet, dass der Erfahrungsstand für diese Wrackanfahrt auch eingehalten wird (min. 50 TG und soweit ich weiß AOWD mit Tiefenspecialty und TL-Begleitung).

Positiv hervorzuheben war, dass die Tauchplätze täglich wechselten. Als wir dann ein komplettes Boot für unsere Tauchgruppe in der zweiten Woche hatten und das Wetter auflockerte, wurde dennoch etwas wenig auf unsere Tauchplatzwünsche vorgegriffen. Das Vertrauen wurde gebrochen, als angefangen wurde, die Tauchcomputer zu kontrollieren. Bei der „damals“ noch vorgegebenen 30m-Maximalgrenze haben einige unserer Gruppe (großen teils aus Tauchlehrern, Divemastern etc. mit viel Erfahrung) diese mal um 2-3m über- bzw. unterschritten, um sich mal einen schönen Abhang, eine schwarze Koralle mit LaNaBüBas (Langnasenbüschelbarschen) etc. anzusehen. Mittlerweile ist die Tiefengrenze auf 40m gesetzt worden. Ob immer noch so hart kontrolliert wird (beim Eishockey würde es 10 Min. Disziplinarstrafe wegen „übertriebener Härte“ geben)?
Bei unserem Biokurs lief leider nicht alles so nach Plan, da die Basenleitung zu dem Zeitpunkt in Deutschland war und die vorher aus Deutschland an die Basisleitung (Tom) kommunizierte Vorgehensweise wurde nicht mitgeteilt. So haben Sie einige „Panik“ vor Ort geschoben und es lief nicht so einfach wie geplant ab.

- Es ist eine richtig nette Crew – bunt durchgemischt (sprechen: deutsch, englisch, arabisch, französisch, switzer-deutsch, .. – Verständigungsprobleme gab es also nie!)
- Ohne Zweifel ist Blue Brothers Diving äußerst sicherheitsbewusst (Boote sehr gut und sauber ausgerüstet – wie es sich eben gehört – mit O²-Sauerstoff-Koffer, Erste-Hilfe-Kasten, Medikamenten etc.; es wird von jedem Taucher ein Checkdive mit drei Übungen verlangt, danach kann in eigenen Buddy-Team getaucht werden & unsichere Taucher gehen auf Wunsch mit eigenem Guide – ohne Extraaufschlag, wenn der BBD-Guide keine anderen zu betreuenden Gäste/Anfänger hat; ein umfangreiches Gesamtbriefing mit detaillierten Tauchplatzkarten)
- Abu Nuhas wird ohne Wrackzuschlag angefahren (was von Hurghada meist nicht der Fall ist), jedoch wird für Thislegorm (sofern anfahrbar – was bei uns leider gesetzlich nicht möglich war) und Rosalie Moller ein Aufschlag von ca. 30 Euro verlangt. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass andere Basen in El Gouna dieses Aufschlag nicht kassieren.
- Essen und ein Getränk auf dem Schiff zwar nicht inklusive, aber wirklich lecker. Die Crew hat sich sooo sehr bemüht, leckere Gerichte aufzutischen und zudem wurden „Sonderwünsche“ ohne mit der Wimper zu zucken bereitgestellt. Es gab nachmittags auch immer lecker Kuchen. Wirklich spitzen Köche. Der Captain war nett und witzig. Die Crew hat uns in die Ausrüstung geholfen – doch manchmal war einem das einfach zuviel Hilfe. Trotzdem danke noch mal.
- Nitroxfüllungen waren für unsere Flaschen immer ok, nahe – beinah exakt – der gewünschten Menge. Bei unseren Rebreathertauchern war es leider nicht immer so. Durch die Überhitzung beim Füllen der kleinen Flaschen wurde nach abkühlen leider nicht das gewünschte Gemisch erreicht. Da dies bei einem „Kreisel“ zu Problemen führen kann, wurde das Problem von uns angesprochen – aber es wurde leider nicht beim nächsten abgestellt.
- Ausrüstung kann im Süßwasserbecken gewaschen und im Trockenraum aufgehängt werden, wobei ich sagen muss, dass dieser für die Anzahl der Taucher während unserer Urlaubszeit eigentlich zu klein war.
Die Basis ist alles in allem gut ausgestattet und nett eingerichtet – ein Aprés-Diving-Bierchen kann in oder vor der Tauchbasis mit Blick auf einige ankernde Schiffsschönheiten eingenommen werden.

If anyone has still a question, do not hesitate to contact me.
Simone


Blick auf El Gouna, Ankerplatz und Red Sea


(c)Holger+Goldi