Beachsafari Camp Marsa Alam (Inaktiv)

81 Bewertungen

Bewertungen(81)

Marsa Alam April 13.06.2004 Nach einigem hin und ...

Marsa Alam April 13.06.2004

Nach einigem hin und her haben wir uns entschlossen den Berichten über unheimliche Begegnungen mit der dritten Art Glauben zu schenken und sind von München aus mit der Condor (30 kg Freigepäck für Taucher) für zwei Wochen nach Ägypten in die Ferien geflogen. Die Organisation auf der ganzen Reise war sehr gut; sowohl Condor, der Flughafen München als auch das Beach Safari Camp haben uns beeindruckt.

Die erste solcher Begegnungen hatten wir im Camp. Ich habe noch selten so normale Taucher auf einem Haufen gesehen. Fast keiner, der mit seinen Tiefen-Stories die andern zu beeindrucken versuchte, sondern einfach gute Typen. Wir haben viel gelacht und noch viel mehr Kalorien verbrannt!

Das Camp ist meiner Ansicht nach etwas für Taucher, die keinen Luxus und Abendunterhaltung suchen, dafür gerne ausgiebig und unkonventionell Tauchen.

Meist war um 21.00 Uhr schon tote Hose. Dafür traf man sich um 6.00 Uhr zum Early Morning Dive - und das ohne Wecker. Ein wenig Erfahrung und vor allem Selbstverantwortung ist ein Muss. Es ist immer eine Sache des Geschmackes, uns hat es gefallen.

Die zweite solcher Begegnungen hatten wir im Wasser:

Es war der 21. April 2004, als wir zu dritt zu einem uns unbekannten Platz gefahren wurden. Mit unserem Guide Shasli, der auch unser Driver war, sind wir an diesem Morgen Richtung Norden zu Abu Sashli gefahren. Links eine Baustelle und sonst weit und breit keine Menschenseele. Wir haben uns dann angezogen und sind dann in einen weitverzweigten Channel eingetaucht der, wie eine nach oben offene Höhle, einen wunderbaren Einstieg ins Riff bietet. Beim austauchen aus dem Channel schwamm ein relativ grosser Weissspitzen-Riffhai am Riff entlang und gewährte für einen kurzen Moment ein wunderbares Bild aus der Höhle ins Meer hinaus. Danach hielten wir uns links dem Riff entlang bis auf ungefair 36 Meter, wo ein herrlich bewachsener Block liegt.

Nach etwa 20 Minuten gesellte sich ein einzelner grosser Delfin zu uns. Der Traum schlechthin. Einen Manta oder einen Walhai zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sehen erschien mir immer möglich, aber dass sich ein einzelner Delfin zu einem gesellt und einen den ganzen Tauchgang begleitet, ja einem auch an die Wasseroberfläche folgt war ein Traum, den ich nie geglaubt habe, ihn erleben zu können. Dem Delfin schien es schlicht und ergreifend ums Spielen zu gehen und wir waren eben zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Meine anfängliche Angst er, oder vielleicht war es doch eine Sie, könnte aus Angst vor unseren Blasen wieder davonschwimmen war unbegründet. Er tanzte mit uns durchs Wasser und umrundete uns schoss in die Höhe um sich Sekunden später wieder sinken zu lassen. Ich habe in seine Augen gesehen und spürte ganz tief eine grosse Zufriedenheit. Danke!

Das war einfach Zufall, aber es gibt eine ganze Menge Dinge zu sehen, die auch spektakulär sind und weniger Glück brauchen. Wir haben diesem Bericht eine Auswahl an Fotos angehängt.

Die Crew im Camp ist sehr zuvorkommend. Bei ihnen möchten wir uns speziell bedanken. Alles, was irgendwie in ihrer Macht stand, haben sie uns ermöglicht, ein großes Danke!!

Zum Schluss möchte ich noch etwas zur Kehrseite des Tourismus sagen. Es wird gebaut wie wild und bald wird diese Küste genau so aussehen wie der Rest der ägyptischen Küste. Und der Abfall wird einfach hinter der Strasse in die Wüste gekippt. Bei Wind - und es windet eigentlich ja ständig - haut es einem den Zivilisationsmüll um die Ohren. Es ist unwahrscheinlich schade, dass es scheinbar niemanden interessiert. Hauptsache die Sonne scheint, der mit Insektizid und Herbizid aufgepäppelte Rasen im Ressort ist grün und das Essen schmeckt wie zu Hause.

Monika und Andres



Monika und Andres